Münchens Tierpark Hellabrunn begrüßt seltenen Nachwuchs bei den Panzernashörnern!

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Von allen "Panzern" wohl der Schönste? Schön der Grössen-Vergleich mit dem Fuß der Mutter. -- Ich danke Münchens Tierpark Hellabrunn für das tolle Bild vom ersten Tag. (Foto: Tierpark Hellabrunn)
München: Tierpark Hellabrunn | Hellabrunn begrüßt seltenen Nachwuchs bei den Panzernashörnern!

-- diese Meldung erreichte mich soeben.



Es ist vollbracht: Panzernashorn-Mutter Rapti hat am Montagmorgen, den 31. August, einen gesunden kleinen Nashornbullen zur Welt gebracht. Dabei handelt es sich um das erste Panzernashornbaby, das 2015 in Europa geboren wurde.

31. August, 09:01 Uhr, Hellabrunn: Mit 492 Tagen Tragzeit ließ sich die 26-jährige Panzernashorndame etwas mehr Zeit als üblich, doch dafür ist das Junge umso besser gelungen. Mutter und Nashorn-Kind sind nach einer schnellen und problemlosen Geburt wohlauf.

Der kleine Nashornbulle bringt schätzungsweise 60 kg auf die Waage. Etwa 50 Minuten nach der Geburt machte er seine ersten Gehversuche und nach zweieinhalb Stunden konnte er das erste Mal bei seiner Mutter trinken.


„Rapti ist eine tolle Mutter, die sehr entspannt und fürsorglich mit ihrem Nashornbaby umgeht“, erläutert Hellabrunns Direktor Rasem Baban.

„Wir geben dem Jungtier jetzt alle Zeit, die es benötigt, um sich an seine neue Umwelt zu gewöhnen. Deshalb sind Mutter und Kind in den nächsten Tagen für die Besucher noch nicht zu sehen“, so Baban weiter. Bei den ersten zwei Trächtigkeiten der Nashornkuh gab es Komplikationen: Im September 2012 kam bereits ein kleiner Nashornbulle zur Welt, der aber am dritten Lebenstag an einer Infektion, die er sich vermutlich bereits im Mutterleib zugezogen hatte, verstarb. Die Ursache konnte auch mittels ausführlicher pathologischer Untersuchungen nicht geklärt werden. Vor zehn Jahren hatte die Panzernashorn-Mutter als Erstgebärende eine Totgeburt. Bei Erstgeburten sind die Überlebenschancen jedoch allgemein, in Zoos wie auch in der freien Wildbahn, eher gering.

„Wir freuen uns sehr, dass Hellabrunn mit der Zucht des kleinen Panzernashorns einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung leisten kann“

, unterstreicht Aufsichtsratsvorsitzende und Bürgermeisterin Christine Strobl die Bedeutung der Geburt für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP).


Der Wildbestand an Panzernashörnern wird auf nur noch etwa 2.750 Tiere, in kleinen voneinander getrennten Rückzugsgebieten, geschätzt.

Neben dem Lebensraumverlust wird den Nashörnern vor allem die Jagd auf ihr Horn zum Verhängnis. Ihr Nasenhorn ist in der traditionellen asiatischen Medizin hochgeschätzt, hat aber nachweislich keinen medizinischen Nutzen, da es größtenteils aus Keratin besteht, genau wie menschliche Fingernägel. Umso wichtiger ist die Erhaltungszucht in Zoologischen Gärten. In Deutschland kann man nur in insgesamt fünf Zoos Panzernashörner beobachten. Gerade Rapti, die aus Nepal stammt, ist für den Genpool der in Menschenobhut lebenden Panzernashörner besonders wichtig.


Anmerkung an die Redaktion:



Bitte informieren Sie Ihre Leser, Hörer, Zuschauer, dass Mutter und Baby bis auf weiteres für die Besucher noch nicht zu sehen sind.




Infos zu den beiden Hellabrunner Panzernashörnern

Die Panzernashörner Niko und Rapti kennen sich bereits seit 1990. Damals reiste die im August 1989 geborene Rapti aus ihrer Heimat Nepal nach München, kurz darauf kam Niko (geboren am 27.11.1988) aus der Wilhelma in Stuttgart in den Münchner Tierpark.

Allgemeine Infos zum Indischen Panzernashorn


Das Panzernashorn ist mit einer Schulterhöhe von bis zu 185 Zentimetern und einem Gewicht von mehr als 2.000 Kilogramm das größte unter den drei asiatischen Nashornarten. Im Gegensatz zu seinen beiden afrikanischen Verwandten und dem Sumatra-Nashorn trägt es – wie das Java-Nashorn – nur ein Nasenhorn, das eine Länge von 20 Zentimetern erreichen kann. Panzernashörner reiben ihr Horn gerne am Untergrund oder an Steinen, was dazu führt, dass die Hörner meist relativ kurz und abgenutzt sind.

Heute ist der Lebensraum des Indischen Panzernashorns auf wenige Gebiete in Bhutan, im südlichen Nepal, dem Terai Arc-Bogen und auf sieben Rückzugsgebiete in den beiden indischen Bundesstaaten Westbengalen und Assam beschränkt.
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