„Oldie-Straßenbahn“ fuhr für Stadtspiegel-Leser

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Gruppenbild mit Oldtimer: Am August-Bebel-Platz startete die Fahrt zum Stadtspiegel-Geburtstag.
 
Einsteigen zur Abfahrt.

35 Jahre Stadtspiegel Bochum. 30 Jahre Stadtspiegel Wattenscheid. Wir feiern 2015 stolze Geburtstage hier vor Ort, gemeinsam mit unseren Lesern. Eine besondere Veranstaltung war nun eine mobile Angelegenheit.

1980 prägte die Straßenbahn das Bild auf Bochums Straßen auf eine sichtbar andere Weise als in der Gegenwart. Zwar waren zu diesem Zeitpunkt bereits die Mitte der 1970er Jahre entwickelten Fahrzeuge des sogenannten Typ M6 in ihrer rot-weißen Farbgebung auf der Schiene. Doch beherrschend wirkten noch lange die seit den 1950er Jahren eingesetzten Gelenkwagen des Herstellers Düwag. 91 Fahrzeuge dieses Typs wurden bis 1969 von der BOGESTRA beschafft, mit einem 1968 gebauten Exemplar ging es jetzt für 40 Stadtspiegel-Leser aufs Gleis.

Mit gebührender Behutsamkeit


Die Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft (VhAG) BOGESTRA e.V. hat es ermöglicht, der Triebwagen 40 steht bei strahlendem Sonnenschein zur Abfahrt bereit. Günter Koslowski führt die Bahn, Christoph Kollmann und Andreas Westerwich kümmern sich um ihre Fahrgäste. Während Westerwich die Reisegruppe mit vielen interessanten Informationen zur Fahrtroute versorgt, fährt Kosloswski den Oldie mit gebührender Behutsamkeit durch das Bochumer Netz.

Abseits der normalen Linienwege


„Da wurde früher erheblich robuster gefahren“, bemerkt Peter Schmidt in Erinnerung an rustikalere Bremsmanöver. Abseits der normalen Linienwege bewegt sich Nummer 40 an diesem Tag. So biegt die Bahn mit den Stadtspiegel-Lesern aus Richtung Wattenscheid kommend im Tunnel in Richtung Gerthe ab. Eine Strecke, die so in keinem Fahrplan zu finden ist. Später geht es aus dem Bochumer Norden in den Süden der Stadt, aus dem Untergrund hinauf auf Weitmars Höhen.

1980 schwer beschädigt


Der Triebwagen 40 machte im Gründungsjahr des Bochumer Stadtspiegels einiges mit. Am 8. Januar 1980 kam es an der Haltestelle Ruhr-Universität zu einem schweren Auffahrunfall mit einem Fahrzeug der Vestischen Straßenbahn.
Während der „Vestische“ als Folge der Karambolage ausgemustert und verschrottet wurde, setzte die BOGESTRA Triebwagen 40 wieder instand.

Der „68-er“ sieht wieder aus wie einst


Einiges wurde in den Betriebsjahren verändert, unter anderem die Lackierung.
Heute trägt der „68-er“ wieder die Ursprungsfarbe „Beige“. Er kommt mit seiner Bestuhlung und den Plätzen für die bereits vor Jahrzehnten „in Rente“ geschickten Schaffner wie vor 47 Jahren daher.
Im Rahmen dieser speziellen Zeitreise geht es noch in den Betriebshof Engelsburg. Die Fahrt durch das Betriebsgelände, inklusive einer Wagenhallen-Durchfahrt, ist nur an besonderen Tagen für besondere Gäste möglich. So wie an diesem Tag, auf der Stadtspiegel-Tour.

Die VhAG BOGESTRA


Die VhAG BOGESTRA ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit ihrer Gründung vor knapp 20 Jahren engagieren sich die Ehrenamtler dafür, Nahverkehrsgeschichte des mittleren Ruhrgebiets erlebbar zu machen. Die Museumswagen der VhAG sind dafür immer wieder auf der Schiene. So bleibt die Nahverkehrstechnik der Nachkriegszeit auch für nachfolgende Generationen erhalten. Weitere Informationen zum Miterleben und zum Mitmachen gibt es
unter: www.vhag-bogestra.de.
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