Robert-Bosch-Stiftung fördert Projekt der RUB und hsg

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Prof. Dr. Christian Grüneberg (hsg-Dekan und Leiter des Studienbereichs Physiotherapie), Kathrin Klimke-Jung (ärztliche Koordinatorin der SkillsLabs und Leiterin des Zentrums für Medizinische Lehre an der RUB), Prof. Dr. Karl Reif (Experte im Bereich Onkologie aus dem hsg-Studienbereich Pflege), Prof. Dr. Ursula Walkenhorst (hsg-Vize-Präsidentin der Hochschule für Gesundheit) und Prof. Dr. Thorsten Schäfer (Studiendekan der Medizinischen Fakultät der RUB - v.l.n.r). (Foto: hsg)

„Mit der Förderung durch die Robert-Bosch-Stiftung wird die engagierte Zusammenarbeit der Hochschule für Gesundheit (hsg) mit der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum gestärkt.“ Mit diesen Worten drückte Prof. Dr. Ursula Walkenhorst, Vize-Präsidentin der Hochschule für Gesundheit (hsg), ihre Freude über die Bewilligung der Stiftung aus, die die hsg erreichte. Das Projekt mit dem Titel „Interprofessionelles Handeln im Gesundheitswesen (IPIHIG) – Gemeinsam für die Gesundheitsversorgung von morgen“ wird bis zum Herbst 2015 von der Robert-Bosch-Stiftung mit rund 100.000 Euro finanziell unterstützt. Die konstituierende Sitzung zum Projektstart fand unlängst in der hsg statt.


Ziel des Projektes der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der fünf Studienbereiche der hsg (Ergotherapie, Hebammenkunde, Logopädie, Physiotherapie und Pflege) ist es, zwei interprofessionelle Lerneinheiten zwischen dem Studiengang Humanmedizin der RUB und den fünf Studiengängen der hsg zu entwickeln, einzuführen und zu evaluieren. „Die künftigen und die bisherigen Bemühungen der RUB und der hsg folgen alle dem übergeordneten Ziel, die Patientenversorgung und -sicherheit durch eine systematische Verbesserung der Kommunikation und Kooperation zwischen den Berufsgruppen zu optimieren“, erklärte Prof. Dr. Thorsten Schäfer, Studiendekan der Medizinischen Fakultät der RUB.

Die beiden neuen Lerneinheiten zum Thema „Interprofessionelle Kommunikation und Interaktion im Gesundheitswesen“ sollen sich zunächst über zwei Semester erstrecken und sich mittelfristig zu einem festen Bestandteil der Studiengänge entwickeln. Studierende werden anhand berufstypischer interprofessioneller Situationen das gemeinsame Arbeiten lernen. Walkenhorst: „RUB- und hsg-Studierende sollen zu professionellem Handeln in interdisziplinären Teams befähigt werden; sie lernen, interprofessionelle Kompetenzen zu entwickeln. Wir hoffen, dass sich hierdurch die Haltung der Studierenden zueinander verändert und sie lernen, gemeinsam Entscheidungen zu finden und sich besser auszutauschen.“

Die RUB und die hsg haben ihre Studierenden bereits in einigen Projekten üben lassen, wie die Zusammenarbeit der Berufsgruppen umgesetzt werden kann. Im November 2011 wurde das erste Projekt gestartet, in dem Humanmedizin-Studierende und Studierende der Ergotherapie, Hebammenkunde, Logopädie, Pflege und Physiotherapie gemeinsam einen realen Patientenfall bearbeiteten. Das Projekt wurde mittlerweile mit drei Jahrgängen durchgeführt. Seit dem Sommersemester 2013 wird die an der RUB bestehende studentische Anamnesegruppe Medizin durch Pflegestudierende der hsg ergänzt.

Außerdem fand im Sommersemester 2013 das Projekt ‚Learning together to work together‘ statt, in dem Studierende der Medizin und Physiotherapie einen Rückenschmerz-Patienten gemeinsam untersuchten. Sie erlebten so professionsspezifische Diagnostik- und Behandlungsansätze, die sie in dem Rahmen diskutierten. „Die Erkenntnisse aus den verschiedenen Projekten wollen wir in das neue Projekt einfließen lassen. Es ist uns sehr wichtig, dass die neuen Lerneinheiten fester Bestandteil des jeweiligen Lehrplans werden, damit das Studium den modernen Anforderungen einer zukunftsorientierten Gesundheitsversorgung entspricht und die Studierenden der RUB und der hsg das interprofessionelle Handeln der Berufsgruppen erlernen und in ihrem Beruf später einsetzen können“, sagte Walkenhorst.
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