Schreibwerkstatt für Jugendliche in der Bochumer Stadtbücherei gestartet

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Während der ersten Übung sollten die kleinen Schreiberlinge zu dem Thema „Angst“ einen spannenden Text verfassen.
 
Der Dortmunder Autor Sascha Pranschke lässt seinen Teilnehmern viel Freiraum, um eigene Ideen in einen spannenden Text zu verwandeln.

„Besonders wichtig ist mir, dass die Teilnehmer der Schreibwerkstatt ihre Ideen frei ausleben können. Dabei stehe ich natürlich mit Rat und Tat zur Seite, gleichzeitig versuche ich den Austausch der Jugendlichen zu fördern, um so einen konstruktiven Lernprozess in Gang zu setzen“, sagt der Dortmunder Autor und Leiter der Bochumer Schreibwerkstatt Sascha Pranschke zum Start des Projektes.

In der vergangenen Woche fiel der Startschuss zur kostenlosen Schreibwerkstatt im Rahmen der Initiative „Schreibland NRW“ in der Zentralbücherei, Gustav-Heinemann-Platz 2 - 6. Zwölf Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 14 Jahren nehmen an dem Workshop teil, der bis Mitte März einmal in der Woche für anderthalb Stunden Raum für kreative Köpfe bietet.
„Angebote außerhalb der Schule, die sich speziell dem kreativen Schreiben widmen, waren bisher recht rar gesät. In unserer Schreibwerkstatt erhält der kreative Nachwuchs durch einen erfahrenen Autoren einen Ansprechpartner, der mit Rat und Tat unterstützt und entsprechende Fertigkeiten vermittelt. Die Bibliothek ist ein idealer Ort, um in einem öffentlichen Raum trotzdem geschützt einen solchen Workshop umzusetzen. Jetzt sind wir alle gespannt, was in den nächsten Wochen entstehen wird“, so Kathrin Schimpke, Leiterin der Kinderbücherei.
Nach dem gegenseitigen Kennenlernen starteten elf Mädchen und ein Junge direkt mit der ersten Übung: Anhand eines Textauszuges, der das Thema „Angst“ in den Mittelpunkt rückte, eröffnete Sascha Pranschke zunächst mit der Fragestellung wie Spannung erzeugt wird, das Gespräch. Die Teilnehmer erarbeiteteten sich so miteinander Stilmittel, die sie in einer anschließenden Schreibübung direkt umsetzen konnten.
„Mir ist sehr wichtig, dass ich die Jugendlichen auf kein Genre festlege. Grundsätzlich arbeite ich mit Textauszügen, Bildern oder Buchtiteln, bei denen die Teilnehmer immer einen Interpretationsraum haben“, erklärt Pranschke sein Konzept.
„Im Laufe unserer gemeinsamen Termine können so mehrere kleine Texte oder aber eine zusammenhängende Geschichte entstehen. Bei unserer Abschlussveranstaltung dürfen dann die kleinen Autoren entscheiden, ob und was sie der Öffentlichkeit präsentieren wollen“, so der Autor.
Nach der konzentrierten Schreibarbeit wurden dann die ersten eigenen Geschichten vorgelesen. Die 13-jährige Bianca ist eine der Teilnehmerinnen und war direkt mit Feuereifer bei der Sache: „Mein Text handelt von dem Mädchen Kristina, das in der Nacht aufwacht und plötzlich von leuchtenden Augen angestarrt wird.“
Auch Jil (10) freut sich über die Möglichkeit, regelmäßig eigene Geschichten
zu schreiben: „Ich habe eine meiner selbstgeschriebenen Geschichten meiner Deutschlehrerin gezeigt und sie hat mir direkt vorgeschlagen, an der Schreibwerkstatt teilzunehmen.“
Die Präsentation und der gemeinsame Abschluss der Schreibwerkstatt finden am Mittwoch, 16. März ,um 16 Uhr in der Zentralbücherei statt.

HINTERGRUND
„Schreibland NRW“ ist eine Initiative des Verbandes der Bibliotheken, des Landes NRW und des Literaturbüros NRW. Sie wird vom Landesministerium für Familie, Kinder Jugend, Kultur und Sport gefördert.
Die Zentralbücherei Bochum ist eine von 15 Bibliotheken, die an der zweiten Runde von „Schreibland NRW“ beteiligt sind.
Die Abschlusspräsentation am Mittwoch, 16. März, ist öffentlich. Die Teilnehmer freuen sich über ein interessiertes Publikum.
Weitere Informationen rund um „Schreibland NRW“ und aktuelle Kursangebote gibt es hier
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