Soziales Offline-Netzwerk

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Christine Drüke (links) und Ilka Genser (rechts) vom Seniorenbüro Bochum-Mitte betreuen die neue ZWAR-Gruppe Innenstadt, Rosi Erdmann engagiert sich bereits in Höntrop.
Bochum: Heinrich-Böll-Gesamtschule |

In der Innenstadt, wo Bochum vielleicht am anonymsten ist, gründet sich eine ZWAR-Gruppe für Menschen ab 55

Die Innenstadt ist vielseitig – und ihre Bewohner sind es auch. Doch da, wo Bochum am urbansten ist, ist es vielleicht auch am anonymsten. Mit der Gründung einer ZWAR-Gruppe bringt das Seniorenbüro Mitte deshalb Menschen zusammen.

ZWAR steht für „Zwischen Arbeit und Ruhestand“ und gibt nur einen losen Rahmen vor. Es ist ein Netzwerk für Menschen zwischen 55 und 70 Jahren um gemeinsam ihr Leben und ihre Freizeit im eigenen Stadtteil zu gestallten. Ab diesem Jahr wird es diese Möglichkeit auch für Bewohner der Bochumer Innenstadt geben. Die Gründungsveranstaltung ist am Donnerstag, 26 Januar, ab 18.30 Uhr in der Aula der Heinrich-Böll-Gesamtschule, Agnesstraße 33. Die Stadt schreibt 2400 Bewohner der Innenstadt zwischen 55 und 70 deshalb zusätzlich an – kommen dürfen aber auch Jüngere, Ältere oder interessierte Bewohner anderer Stadtteile Bochums.

ZWAR Bochum-Innenstadt steht unter der Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeisterin Gabriele Spork, das Seniorenbüro Mitte begleitet das Projekt in der Aufbauphase. „Wir wollen verhindern, dass Menschen nach dem Ende der Berufstätigkeit oder der Familienphase in ein Loch fallen“, sagt Ilka Genser vom Seniorenbüro.

ZWAR bietet die Möglichkeit, sich selbst zu organisieren und sich nach Interessen zu Gruppen zusammenschließen. Wenn sich dabei Gleichgesinnte zum Radfahren, Kartenspielen oder Kochen finden, ist das genauso erwünscht wie ein gemeinsames ehrenamtliches Engagement im Stadtteil oder eine Anbindung an bereits bestehende Projekte.

Es gibt bereits ZWAR-Gruppen in Höntrop, Gerthe und Wattenscheid. Rosi Erdmann aus Höntrop ist seit der Gründung vor zwei Jahren begeistert dabei. „Ich könnte kein langweiliges Leben ertragen und möchte etwas Sinnvolles machen“, sagt sie. Deshalb engagiert sich die 69-Jährige und ist selbst besonders in den wandernden und spazierenden Gruppen aktiv. Sie betont, wie gut es tut, mit Menschen in der gleichen Lebensphase Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen. „Es entstehen immer wieder neue Ideen.“

Auch in Bochum-Mitte wird es neben den Interessensgruppen eine Basisgruppe geben, die ZWAR als Ganzes im Blick hat, weitere Angebote vorschlägt und organisiert. Sie trifft sich ab dem 9. Februar, 18.30 Uhr, alle zwei Wochen in der Cafeteria des Katharina-von-Bora-Hauses, Klinikstraße 26.
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