Sozialismus beginnt im Kleinsten

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Eine bessere Gesellschaft als zu Zeit ist nicht nur Aufgabe der Widerstandskämpfer auf politischer Ebene. Die Denkweise für ein Leben ohne Ausbeutung und Umweltzerstörung beginnt im Kleinsten, nämlich in der Familie und dem Umgang mit Nachbarn und anderen Menschen.

Ein positives Beispiel ist mir aus Bochum-Weitmar bekannt. Ein Rentner (ehemals Bauer) verkauft dort seit mehreren Tagen Tannenbäume und landwirtschaftliche Produkte wie Eier, Kartoffeln, Grünkohl usw., das Geschäft läuft jedoch schlecht. Es ist überhaupt ein Skandal, dass ein fast 77jähriger Mann sich noch zusätzliche Einnahmen verschaffen muss, weil seine Rente trotz harter Arbeit nicht zum Leben ausreicht.

Als dieser Mann frierend auf einem Klappstuhl saß, bemerkte das eine Anwohnerin in der Nähe. Spontan kochte sie eine Suppe für diesen Menschen und brachte sie ihm. Dieser Mann freute sich sehr darüber und schenkte dieser sozialen Frau dafür sogar Eier, Obst und Gemüse!

Das nenne ich Sozialismus im Kleinen! Selbstverständlich gibt es viele sozial eingestellte Menschen wie diese Frau, aber die Denkweise für ein Umverteilen von oben nach unten ist kaum vorhanden. Viele meinen, man könnte am jetzigen System der Ausbeutung von Mensch und Natur nichts ändern. Wenn jeder einzelne nicht seine Karriere über alles stellt und an seine Mitmenschen denkt, entsteht eine große Bewegung von unten nach einer besseren Welt, die auch die Monopole und das Finanzkapital nicht ignorieren kann.
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