Stand Up Paddling hautnah in Bochum

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Auf dem Trockenen erklärt Alexander Kirsch die Grundregeln. (Foto: Molatta)
 

„Bei diesen kühlen Temperaturen wollt ihr doch bestimmt nicht mit aufs Wasser oder?“, begrüßt uns Alexander Kirsch am frühen Abend an der Ruhr in Dahlhausen. „Klar wollen wir!“, lautet unsere prompte Antwort. Denn mein Kollege Harald Gerhäußer und ich, Lauke Baston, haben uns fest vorgenommen, einmal hautnah zu testen, was es mit dem Stand Up Paddling (SUP) auf sich hat.

Nachdem diese Frage geklärt ist, geht es auch direkt los: Alexander Kirsch, der die neue Sportart im Sommer letzten Jahres mit zum Linden-Dahlhauser Kanu-Club (LDKC) gebracht hat, zeigt uns zunächst die Grundausstattung: „Es gibt verschiedene Boards, die sich zum Rennsport oder aber für Touren anbieten. Ihr solltet auf eurem Board etwas mehr als schulterbreit in den Stand kommen und möglichst mittig stehen, um euer Gleichgewicht halten zu können.“ Wie der Name schon sagt, gibt es selbstverständlich auch ein Paddel: „Um euch fortzubewegen, stecht ihr das Paddel möglichst weit vorne neben eurem Brett ein und zieht es dann mit dem Oberkörper an euch vorbei.“
So viel zur kurzen Einweisung, die uns auf das nun Folgende vorbereiten soll: Mit Board und Paddel unter dem Arm geht es vom LDKC-Vereinsheim zum Steg. Bereits während dieser kurzen Strecke merke ich, dass mein Raceboard, das aus nur einer Schicht Carbon besteht, trotzdem ein ganz schönes Gewicht hat.
„Am besten steigt ihr im Knien auf das Board“, fordert uns Alexander Kirsch auf. Mein Kollege, der mit einem Tourenboard in den Selbstversuch geht, macht den Anfang. Um nicht Gefahr zu laufen, bei einem eventuellen Sturz auf dem Steg aufzuschlagen, stößt er sich unter Anleitung von Alexander Kirsch kniend kräftig vom dort ab, um sich dann langsam aufzurichten. Mit dem Paddel quer vor sich auf dem Board geht er zunächst in die Hocke und dann vorsichtig in den Stand.
Dann bin ich an der Reihe: Auf dem offenen Wasser angekommen, merke ich, dass es doch eine recht wackelige Angelegenheit ist. Doch nachdem ich ich für einige Sekunden in der Hocke verharrt habe, komme auch ich in den Stand. „Arme ausstrecken und den Oberkörper mit nach vorne nehmen“, kommen die nächsten Anweisungen von Alexander Kirsch, der in raschem Tempo über die Ruhr gleitet. Mit jeder Paddelbewegung – die beim SUP abwechselnd beidseitig ausgeführt wird – fühle ich mich etwas sicherer. Doch als ich versuche das Paddel noch weiter vorne einzustechen, verliere ich das Gleichgewicht und liege im nächsten Moment im Wasser.
Im Gegensatz zu meinem Kollegen trage ich lediglich ein Neoprenhemd und eine Sporthose, sodass ich die volle Kälte des Gewässers abkriege. Nachdem ich mit Hilfe unseres Profis wieder auf dem Board stehe, begebe ich mich schnellstmöglich an Land, um mich unter der Dusche aufzuwärmen. Mein Kollege Harald paddelt eifrig weiter. Doch bei dem Versuch einer schnellen Wendung landet auch er wenig später in der Ruhr.
Als wir uns nach der Hautnaherfahrung vor dem Vereinsheim wieder treffen, hat Alexander Kirsch, der selbst schon mehrfach an Deutschen Meisterschaften im SUP teilgenommen hat, aber trotz der Wasserlandungen ein kleines Lob für uns übrig.
Zum Abschluss lädt uns der Wassersportler noch zu den zweiten NRW-Meisterschaften der Stand-Up-Paddler ein, die in diesem Jahr erstmals beim LDKC in Dahlhausen ausgetragen werden.

Stand Up Paddling in Bochum
Der LDKC, Ruhrmühle 3, hat das Stand Up Paddling im Sommer 2014 durch Alexander Kirsch mit in den Wassersportverein aufgenommen.

Wer Interesse hat, die Sportart selbst einmal auszuprobieren, kann über hier direkt Kontakt zu Alexander Kirsch aufnehmen.

Am kommenden Wochenende, 30. und 31. Mai, findet die zweite NRW-Meisterschaft im SUP an der Ruhr statt.

Ablauf: Freitag, 29. Mai: Anreise und offenes Training, ab 18 Uhr gibt es ein gemeinsames Grillen mit anschließender Filmvorführung. Samstag, 30. Mai: 9 bis 10.45 Uhr Anmeldung, Bezahlung Startnummernausgabe; 11 Uhr riders meeting; 14 Uhr Fun Race Kids, Jugendliche und Surf Class; 15.30 Uhr NRW.SUP Long Distance Race; 17 Uhr Siegerehrungen, 18 Uhr gemeinsames Barbecue mit anschließender Party am Bootshaus.
Sonntag, 31. Mai: 9 bis 9.45 Uhr Anmeldung, Bezahlung Startnummernausgabe; 10 Uhr riders meeting; 10.30 Uhr Sprint Rennen; 15 Uhr Finale der Sprint Rennen; 15.30 Uhr Siegerehrung.

Kostenloses Camping ist auf dem Clubgelände direkt am Wasser möglich. Zusätzlich wird ein Frühstück im Clubhaus angeboten.
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