Zehn Jahre Ruhrtalbahn

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Zehn Jahre im Ruhrtal unterwegs. Fotos: Marc Keiterling
 
Haltepunkt Burgruine Hardenstein im Wittener Muttental. Hier kann man auch mit der Fähre ans andere Ufer übersetzen, um zum Kemnader See zu gelangen.

Schon im frühen 19. Jahrhundert war das Ruhrtal ein beliebtes, touristisches Ziel. Später erleichterte die Eisenbahn die Anfahrt und erschloss die Flussniederung zwischen Bochum und Hagen. Vor allem für die Industrie, bestehend aus Zechen und Stahlwerken. Aber auch für den Personenverkehr.


Der endete auf dieser Strecke bereits Anfang der 1970er Jahre, der Güterverkehr wurde 1982 in einem Teilbereich ebenfalls eingestellt. Dass wieder Touristen hier auf der Schiene unterwegs sein können, ist dem Regionalverband Ruhr zu verdanken. Er ist Eigentümer des gut 17 Kilometer langen Streckenabschnitts zwischen Hattingen und Wengern Ost. Für die Vorhaltung der Verbindung auf der ganzen Länge wurde 2004 die TouristikEisenbahnRuhrgebiet GmbH gegründet.
Den Fahrdienst erledigt hier seit 2005 die zu diesem Zweck gegründete Ruhrtalbahn. Die roten Schienenbusse befahren die Strecke, ebenso wie der Dampfzug des Eisenbahnmuseums Dahlhausen. Das Bochumer Museum ist Teilhaber der Ruhrtalbahn. Am Ostermontag, 28. März 2005, fuhr die Bahn zum ersten Mal vom Hagener Hauptbahnhof nach Bochum-Dahlhausen. Seither wurden rund 350 000 Fahrgäste befördert. Auch auf der zweiten Strecke, die Herdecke mit Ennepetal verbindet. Die Route entlang der Ruhr wurde 2011 durch das Fernseh-Fachmagazin „Eisenbahnromantik“ vom Südwestdeutschen Rundfunk geadelt und zählt der Sendung zufolge zu den „20 romantischsten Eisenbahnstrecken der Welt“.
„Die Ruhrtalbahn ist wirklich auf Erfolgsfahrt. Die sehr gute Kooperation mit den beteiligten Kommunen, die Ertüchtigung der Strecke durch das Land NRW und den Regionalverband Ruhr, sowie die Zusammenarbeit zwischen vielen ehrenamtlichen und wenigen hauptamtlichen Verantwortlichen bei der Ruhrtalbahn und im Eisenbahnmuseum sind die Basis, auf der die sehr guten Fahrgastzahlen aufbauen“, ist Geschäftsführer Stefan Tigges hörbar stolz aus Anlass des Zehnjährigen.


Es tut sich was in Dahlhausen


Neues tut sich am Standort Dahlhausen. Das Bundesbauministerium bewilligte Ende 2014 für herausragende Städtebau-Projekte eine Förderung in Höhe von 50 Millionen Euro. 21 Maßnahmen wurden dabei bedacht. Das Eisenbahnmuseum im ehemaligen Bahnbetriebswerk war einer von rund 270 Projektanträge mit einem beantragten Gesamtfördervolumen von mehr als 900 Millionen Euro. Es erhielt eine Bewilligung, drei Millionen Euro können nun im Bochumer Südwesten investiert werden. Neben den Investitionen auf dem Museumsgelände – hier entsteht unter anderem ein Empfangsgebäude und adäquater Parkraum – wird auch an der Reaktivierung eines einstigen Gleises der Deutschen Bundesbahn zwischen Bahnhof Dahlhausen und dem früheren Bahnbetriebswerk gearbeitet. Hier soll künftig der Pendelverkehr rollen. So entfallen die Streckennutzungsgebühren an die Deutsche Bahn in diesem Bereich.
Zum Zehnjährigen der Ruhrtalbahn verkehrt am kommenden Samstag, 28. März, der Schienenbus zweimal außerordentlich zwischen dem Eisenbahnmuseum und Hagen Hauptbahnhof. Am Ostersonntag, 5. April, ist der Dampfzug dreimal im Ruhrtal unterwegs. Alle weiteren Infos gibt es unter Tel.: 0208/309983010, sowie im Netz unter www.ruhrtalbahn.de.
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Peter Schröter aus Wattenscheid | 27.03.2015 | 04:27  
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