„Stromberg“ radelt am Kemnader See

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Schauspieler Christoph Maria Herbst (Stromberg) radelte zur Eröffnung ein Teilstück des „Guter-Rat-Wegs“ (Foto: Andreas Molatta)
Mit rund 30 geladenen Gästen sattelte der Schauspieler Christoph Maria Herbst am Dienstag auf, um eine neue Gesundheitsroute am Kemnader See zu eröffnen. Das finale Teilstück des Ruhrtal-Radwegs – Witten bis Duisburg – heißt nun „Guter-Rat-Weg“. Dieser wurde von der Krankenkasse Knappschaft mit Infotafeln und Fitness-Geräten ausgestattet. Auch „Stromberg“ stählte sich sogleich am Kemnader See.

Zehn Stationen und 80 Kilometer zählt der neue Radweg zwischen Witten und Duisburg. Wer hier radelt, kann immer wieder Halt machen und etwas über gesundheitsrelevante Themen erfahren. Hautschutz, Fit im Job, Stärkung der Rückenmuskulatur oder der Umgang mit dem Bärenklau sind einige der Themen auf den neuen Infotafeln. Auch eine kleine Trainingseinheit neben dem Radeln kann an den Fitness-Geräten einiger Stationen eingelegt werden. „Seit zehn Jahren gibt es den Ruhrtal-Radweg als Vier-Sterne-Strecke“, sagt Dr. Eva Maria Hubbert, Geschäftsführerin der Ruhr-Tourismus GmbH. Durch die thematische Erweiterung um die Themen Prävention und Gesundheit werde der aktuell – laut ADFC-Ranking – drittbeliebteste Radweg Deutschlands nochmals aufgewertet, so Hubbert.

Wie kommt Stromberg an den Kemnader See?
Christoph Maria Herbst schnappte sich, kaum am Kemnader See angekommen, sogleich das Trockenrudergerät. Er selbst ist absoluter Fahrradnarr (siehe Drei Fragen an …Christoph Maria Herbst). Was man von seiner Paraderolle „Bernd Stromberg“ hingegen nicht behaupten kann. Der fiktive Abteilungsleiter der Capitol-Versicherung ließ sich von Herbst nicht nur bei der Eröffnungsrede vertreten, sondern glänzte gänzlich auf der Radstrecke. Immerhin spielte er dem Schauspieler einen Brief zu, der auf strombergsche Weise die Abwesenheit entschuldigen sollte: „Der ganz normale Wahnsinn meiner Tätigkeit macht es mir leider unmöglich, heute zu dieser Fahrradwegteilstückeröffnung zu kommen. Andererseits hat wirklich irgendwer hier geglaubt, ich wäre persönlich für so ein Pillepalle in die Provinz gejuckelt?“

Da war er wieder der Chefzyniker unter allen zynischen Chefs, den alle Serienfans schmerzlich vermissen. Seit 2015 lebt Stromberg als Werbegesicht der Krankenkasse weiter. Auf diesem Weg wurde er auch zum Kemnader See gerufen. Eine Chance auf eine weitere Staffel gibt es jedoch nicht. Stromberg sei künstlerisch auserzählt, so Christoph Maria Herbst. Aber den Schauspieler selbst könnte man bald mal wieder am See radeln sehen.


Lesen Sie auch: Drei Fragen an ... Christoph Maria Herbst
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