Agentur für Arbeit fordert: Mehr Inklusion leben und Potenziale besser nutzen

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"Menschen mit Behinderung sind in der Regel nicht nur hochmotiviert, sie bringen genauso Kompetenzen und Qualifikationen mit, wie Menschen ohne Behinderung", so Luidger Wolterhoff, Leiter der Agentur für Arbeit. (Foto: Agentur für Arbeit)

Auf die Frage, ob der Bochumer Arbeitsmarkt behinderten Menschen Möglichkeiten bietet, antwortet Luidger Wolterhoff, Leiter der Agentur für Arbeit, eindeutig: "Seit Jahresbeginn konnte die Agentur für Arbeit über 70 Menschen mit einer Behinderung wieder in den Arbeitsmarkt integrieren, dennoch ist die Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten gestiegen."

Die Integrationen erstrecken sich über alle Wirtschaftsbereiche. Vom kaufmännischen Bereich, über die Gastronomie bis ins Handwerk berichtet Wolterhoff.

48.500 Menschen und damit 13 Prozent der Bevölkerung in Bochum sind Schwerbehindert. 1.605 davon waren im März in der Stadt arbeitslos. Die Entwicklung der Wirtschaft hat auch vor dieser Personengruppe nicht halt gemacht: Innerhalb eines Jahres hat sich damit der Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten um 6,9 Prozent (103 Personen) erhöht.

Für Menschen mit einem Handicap ist es im Vergleich zu nicht behinderten Menschen immer noch schwieriger, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dabei lohnt es sich für Arbeitgeber, auf diese Bewerbergruppe zu achten: "Knapp die Hälfte verfügt über eine abgeschlossene Berufsausbildung oder sogar über einen akademischen Abschluss", erklärt Wolterhoff. "Menschen mit Behinderung sind in der Regel nicht nur hochmotiviert, sie bringen genauso Kompetenzen und Qualifikationen mit, wie Menschen ohne Behinderung. Arbeitgeber sollten deshalb keine Hemmungen haben, diesen Personenkreis bei Stellenbesetzungen einzubeziehen."
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