Angstbesetzt - Christentum und Kapitalismus!

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Christliche Norm? Da passe ich nicht rein! Die Norm, so habe ich erfahren, besteht aus vordergründigem Lächeln, vermeintlichem Wohlwollen und dem backstage mit Intrigen einer verkommenen Moralvorstellung, höchst unchristlich!
Christen verurteilen, aber hinter vorgehaltener Hand, was auf dem irrationalen Gedankengut ihrer Erwählung zum Gutmenschen basiert.
Soziologisch gesprochen bilden sie eine Ingroup, ähnlich wie Fußballanhänger, und bestätigen sich hierin untereinander, von Sonntag zu Sonntag, von Event zu Event. Konventionelle Werte, Glaubenssätze werden gegen die angstmachende Fremdheit Andersartiger gestellt. Sie sehen nicht wirklich hin, weil sie nicht hinsehen wollen, denn ansonsten liefen sie Gefahr, ihre Dogmen und Denkungsart hinterfragen zu müssen.
In Deutschland befürchten viele Menschen Verluste ihrer materiellen und ideologischen Habe, was in gewisser Hinsicht durch den allgegenwärtigen zunehmenden Druck und Stress in diesem System entsteht. Doch darf man nicht verkennen, dass Deutschland immer noch eines der reichsten Länder der Erde ist und die Lebensbedingungen, gemessen an der Weltbevölkerung, hier durchaus passabel sind. Trotzdem entwickeln die westlichen Erdenbürger zunehmend ein egozentriertes und habgieriges Denkschema, was sicherlich dem Wachstumsgedanken des Kapitalismus geschuldet ist, da nur auf diese Weise sein Fortbestand gesichert werden kann - auf die gleiche Weise haben diffuse Lebensängste zugenommen,
Wer jedoch seinen Vorteil mit ideologischen Argumenten zu verteidigen sucht, wem die Weltentwicklung nur ein müdes Lächeln entlockt, wer nicht über seinen Tellerrand hinausschauen kann und will, der wird seine eigene kleine Welt krampfhaft gegen Andersdenkende abschotten.
Hinter den Dogmen des Christentums, das immer auch von Macht Strukturen durchsetzt war, dem Gruppenkonformismus, liegt vermehrt ein Sicherheits- und Ordnungsbedürfnis der in dieser Welt so verunsicherten Menschen.
Doch da es im Leben weder Ordnung noch Sicherheit gibt, da unser Leben so flüchtig ist wie ein Regenbogen, gibt es im Grunde nur eine wirkliche Angst - die Angst vor dem Tod, die Angst des Leidens und Sterbens. Sie ist fundamental und weder mit dem Dogmatismus noch mit der Sicherung der Lebensverhältnisse aus der Welt zu schaffen. Sie ist für jeden gleich, ob als syrischer Flüchtling oder Dresdener Bürger oder gläubiger Christ. Sie verbindet über alle Grenzen, egal, wo auf der Welt und macht uns deutlich, dass wir Menschen sind, kleine vergängliche Kreaturen mitten im Weltraum mit einer winzigen Lebensspanne.
Das sollten wir uns deutlich machen.
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10 Kommentare
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Ingrid Dressel aus Bochum | 12.03.2015 | 00:56  
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Marion Kamerau aus Bochum | 12.03.2015 | 08:25  
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Ansgar de la Haye aus Bochum | 12.03.2015 | 12:33  
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Ingrid Dressel aus Bochum | 12.03.2015 | 21:09  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 12.03.2015 | 22:48  
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Ingrid Dressel aus Bochum | 13.03.2015 | 11:46  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 13.03.2015 | 14:51  
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Ingrid Dressel aus Bochum | 13.03.2015 | 15:22  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 13.03.2015 | 18:08  
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Ingrid Dressel aus Bochum | 13.03.2015 | 23:15  
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