Blitzstart für die Stadtteil-Erneuerung Laer durch ein "Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept" noch in diesem Jahr

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Entlang der Wittener Straße soll ein Forschungs- und Technologiequartier entstehen. erste Planungen dazu sehen eine enge Verknüpfung mit dem Stadtteilzentrum Laer vor. (Foto: Stadt Bochum)

Die Summe ist gewaltig: Bis zu 20 Mio. Euro könnten in die Stadtteil-Erneuerung von Laer mitsamt dem angrenzenden Opel-Gelände fließen.

Möglich macht dies ein „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK), durch das Fördermittel des Landes zur Stadterneuerung beantragt werden können.
Voraussetzung ist aber: Es muss schnell gehen! Bis Anfang Juli 2017 muss das Konzept beim NRW-Bauministerium vorliegen. Bei ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause beschäftigte sich in der letzten Woche auch die Bezirksvertretung Ost mit dem Thema.

Insgesamt soll das ISEK für die Stadtteilerneuerung und Maßnahmen der "Bochum Perspektive 2022", die sich mit der Neuvermarktung des Opel-Geländes beschäftigt, ein Gesamtvolumen von etwa 20. Mio Euro zur Verfügung haben – 80 Prozent davon, also rund 16 Mio. Euro, in Form von Fördergeldern des Landes.
Bereits 2013 hatte das „Integrierte Gesamtkonzept Bochum-Ost“ den Stadtteil Laer, ebenso wie die ehemalige Fläche des Opel-Werk I – inzwischen als "Mark 51°7" bezeichnet – als Areal ausgemacht, mit dem sich die Stadtplanung vorrangig zu beschäftigen habe. Nach der Schließung des Opel-Werks I, durch die eine Fläche von rund 70 Hektar Größe frei wurde, ergab sich die Notwendigkeit einer kompletten städtebaulichen Neuordnung des gesamten Stadtteils. Erster Schritt: der städtebauliche Realisierungswettbewerb Wittener Straße, der ein etwa 38 Hektar großes Areal entlang der Wittener Straße mit Teilflächen Laers und des ehemaligen Opel-Geländes umfasste. Ziele waren unter anderem, den Stadtteil und die Opel-Flächen stärker zu verzahnen und das Nahversorgungszentrum Laers rund um den Lahari-Platz zu stärken. Die Umsetzung all dieser Maßnahmen ist nur mit Fördergeldern möglich. Deshalb hat die Stadt im Frühjahr bei der Bezirksregierung für das Gesamtkonzept den Antrag auf ein ISEK gestellt.

Erster Schritt ist die Entwicklung eines "Technologiecampus" entlang der Wittener Straße. Die Ruhr-Uni will hier ein Wissenschafts- und Gründerquartier etablieren – dieses Projekt muss – ebenfalls auf Basis von Fördergeldern – innerhalb einer Fünfjahresfrist realisiert werden. Bis Anfang Dezember muss die Verwaltung daher einen Förderantrag für die Baureifmachung und Erschließung der Fläche für die geplanten Forschungsbauten bei der Bezirksregierung vorlegen. In der Bauverwaltung soll daher kurzfristig eine Stelle als Projektleitung geschaffen werden.

Für die Erarbeitung des Planes ist – vor allem aufgrund der Kürze der Zeit – die Beauftragung eines externen Büros notwendig. Die dafür notwendigen Mittel können über die Städtebauförderung refinanziert werden. Der Haupt- und Finanzausschuss soll in seiner nächsten Sitzung das Projekt auf den Weg bringen.
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