Der frühere DDR-Oppositionelle Roland Jahn ist erneut zum Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen gewählt worden.

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An die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft 1945-1989( in "SBZ/DDR" ) erinnert dieser Gedenkstein im ehemaligen "STASI-Knast" , der heutigen Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.TPD-Foto:Volker Dau
Berlin: gedenkstätte | André Kockisch möchte auf die folgende Pressemitteilung der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen aufmerksam machen....

Hubertus Knabe begrüßt Jahns Wiederwahl -- Stasi-Unterlagen-Beauftragter besucht Gedenkstätte



Der Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, hat die Wiederwahl von Roland Jahn zum Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen begrüßt.


„Ich freue mich, dass dieses wichtige Amt nun wieder ordentlich besetzt ist. Roland Jahn genießt bei den Opfern des SED-Regimes hohes Ansehen. Ich gratuliere ihm zu seiner Wiederwahl und wünsche ihm viel Erfolg bei seiner wichtigen Arbeit.“ Knabe hatte die Wahl Jahns auf der Ehrentribüne des Bundestages verfolgt.

Knabe begrüßte auch den Beschluss des Bundestages, die Stasi-Unterlagen-Behörde nicht aufzulösen.

„Ich bin sehr dankbar, dass sich der Bundestag mit großer Mehrheit gegen eine überhastete Abwicklung der wichtigsten Aufarbeitungseinrichtung in Deutschland ausgesprochen hat. Mit ihrer Erklärung haben die Abgeordneten deutlich gemacht, dass Änderungen an der Stasi-Unterlagen-Behörde mit großer Sorgfalt geplant werden und im Interesse der Opfer liegen müssen. Der alte und neue Bundesbeauftragte kann nun in Ruhe prüfen, wo es Veränderungsbedarf gibt und wo nicht.“


Der frühere DDR-Oppositionelle Roland Jahn war erstmalig 2011 zum Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen gewählt worden.

Nach der Beilegung eines Streits zwischen den Regierungsfraktionen wählte ihn der Bundestag am Donnerstag (9.6.) für weitere fünf Jahre in das Amt. Eine Expertenkommission hatte zuvor empfohlen, die Behörde aufzulösen und die Stasi-Akten dem Bundesarchiv zu übergeben. Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen sollte in eine neue „Stiftung Diktatur und Widerstand“ in der ehemaligen Stasi-Zentrale überführt werden. Das war bereits beim Land Berlin auf Ablehnung gestoßen.
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