Der Umwelt etwas Luft verschaffen beim Stadtradeln

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Bochums Nahmobilitätsbeauftragter Matthias Olschowy hofft, dass das Stadtradeln möglichst viele Bochumer aufs Fahrrad bringt.
Bochum eilt nicht gerade der Ruf einer Fahrradstadt voraus – ganz im Gegenteil. Dennoch beteiligt sich die Stadt an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“. Knapp drei Wochen lang heißt es: Auto in der Garage lassen. Fahrrad aus dem Keller holen. Fleißig Kilometer abreißen und Abgase einsparen.

Schon zum dritten Mal ist Bochum beim Stadtradeln dabei. Den Wettbewerb organisiert die Umweltinitiative Klima-Bündnis. Vom 21. Mai bis zum 10. Juni soll die Aktion dazu motivieren, Gewohnheiten zu überdenken: Den Weg zur Arbeit, anstatt wie immer mit dem Auto, mal für knapp drei Wochen mit dem Fahrrad zurückzulegen. Vielleicht entstehen so ganz neue Gewohnheiten? Oder man erlebt die Stadt mit neuen Augen? Allenfalls verschafft man der Umwelt etwas Luft, indem man sich klimaneutral durch Bochum bewegt. Davon werden auch die drei Ratsmitglieder Sebastian Pewny (Grüne), Volker Steude (Stadtgestalter) und Stefanie Kotalla (parteilos) berichten. Sie sind sogenannte Stadtradelstars und werden die drei Wochen hochoffiziell mit dem Rad fahren. Dafür geben sie sogar den Führerschein und Autoschlüssel ab.

„Ziel der Aktion ist es, möglichst viele Leute aufs Rad zu bringen und damit vielleicht bei manchem eine Initialzündung zu bewirken“, schildert Matthias Olschowy, Nahmobilitätsbeauftragter der Stadt Bochum. Das erhoffe man sich auf dem Weg zu einer fahrradfreundlicheren Stadt. Jeder, der in Bochum wohnt, studiert, arbeitet, einem Verein angehört oder eine Hochschule besucht, kann sich auf www.stadtradeln.de registrieren. Entweder bildet er dann selbst ein Team oder schließt sich einer bestehenden Mannschaft an. Nach jeder Fahrt tragen die Radler ihre Kilometer auf der Webseite ein. Hier werden auch die Berichte der radelnden Ratsmitglieder zu lesen sein.

Bochum tritt im Wettbewerb allerdings nicht als einzelne Stadt an, sondern hat sich der Metropole Ruhr angeschlossen. „Es soll nicht mehr der Wettbewerb zwischen den Städten im Vordergrund stehen. Wir möchten gemeinsam möglichst viel für das Klima erreichen“, erklärt Olschowy. Aber bei insgesamt bisher 422 registrierten Kommunen dürfte der Wettbewerb trotzdem nicht auf der Strecke bleiben, denn den fleißigsten Teilnehmern winken am Ende auch einige Preise. Die Stadtverwaltung geht übrigens mit zwei Mannschaften an den Start. Das Tiefbauamt tritt als „Root 66“ an und bekommt Konkurrenz aus dem Amt für Geoinformationen, Liegenschaften und Kataster.

2015 legten in Bochum 334 Stadtradler insgesamt 104.750 Kilometer zurück. Mit dem Auto hätten sie auf dieser Strecke gut 15 Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen.
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