Die neue Kortumstraße - Erste Zwischenbilanz der Bauarbeiten in Bochum

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Tiefe Gräben bestimmen derzeit das Bild auf der unteren Kortumstraße. (Foto: Lauke Baston)
Bochum: Kortumstraße |

Seit Juni wird der neue Bauabschnitt der Kortumstraße im Bereich der Fußgängerzone zwischen Bongard- und Brückstraße umgestaltet.

Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Auf einer Länge von rund 200 Metern erneuert das Tiefbauamt den Kanal und gestaltet die Fußgängerzone als ebene Gasse neu. Sie wird überwiegend anthrazitfarben – abgerundet durch ein schwarzes Natursteinband – und rund fünf Meter breit. An den Seiten verbleiben zusätzlich jeweils drei Meter Platz vor den Geschäften und der Gastronomie. Als Beleuchtung ist dieselbe durchgängige, einseitige Anordnung von Lichtstelen geplant wie in den vorherigen Bauabschnitten. Die Stadtwerke erneuern parallel die Leitungen für Fernwärme, Gas, Wasser, Strom und Telekommunikation.
Beim aktuellen Bauabschnitt bestehen im Vergleich zu den bereits fertiggestellten Abschnitten der Einkaufsstraße besondere Herausforderungen aufgrund des U-Bahn-Zugangs, der Kurvenlage sowie des schmalen Straßenquerschnitts. Alle Gebäude müssen ständig für die Feuerwehr erreichbar sein, daher kann nicht gleichzeitig an zwei großen Gräben gearbeitet werden, was zu einer längeren Bauzeit führt.

Kanalbauarbeiten beginnen vorraussichtlich Ende September

Die eingerichtete Vollsperrung der Kreuzung Brück-/Kortumstraße wird nach Ende der Leitungsarbeiten dazu genutzt, einen erforderlichen Kanalschacht zu bauen. Von hier aus werden dann voraussichtlich Ende September die Kanalbauarbeiten in die Kortumstraße hinein beginnen.
Mitte November bis Anfang Januar werden die Arbeiten vollständig unterbrochen und die Baustelle geräumt. „Das haben wir bewusst so gewählt, damit das Weihnachtsgeschäft gut laufen kann“, erläutert Thomas Fründ vom Baustellenmarketing des Tiefbauamtes. Dazu schließt das Tiefbauamt die Baustelle mit einer provisorischen Asphaltschicht. Fußgänger können dann problemlos von einer auf die andere Straßenseite wechseln.

Unterbrechung zum Weihnachtsgeschäft

Für 2017 sind nach dem Abschluss der Kanalbauarbeiten im Mai noch weitere Leitungsarbeiten der Stadtwerke sowie die Herstellung der neuen Pflasteroberfläche vorgesehen. Spätestens im November 2017 soll die Gesamtmaßnahme abgeschlossen sein.
Die Baukosten belaufen sich für die Stadt Bochum auf rund 1,6 Millionen Euro, für die Stadtwerke Bochum auf rund 700.000 Euro. Im Kanalbau werden sechs Entwässerungsschächte erneuert und über 100 Betonrohre neu verlegt. Dabei werden, aus bis zu 4,40 Metern Tiefe, 900 Kubikmeter Boden ausgehoben.
Außerdem werden Hausanschlüsse aller Medien erneuert sowie 13 Lichtstelen aufgestellt und montiert.
Vor dem Einbau der neuen Fernwärmeleitung muss zunächst der betroffene Netzabschnitt außer Betrieb genommen werden. Danach werden die Leitungen nördlich und südlich wieder in Betrieb genommen. Nach der Demontage der alten Leitungen wird dann die neue Fernwärmeleitung eingebaut. Da das heiße Wasser mit einer Temperatur von bis zu 120 Grad und einem Druck von maximal 25 bar durch die Leitungen transportiert wird, müssen die Schweißnähte als Verbindungen der Rohre nach der Herstellung einzeln geprüft werden. Hierzu werden diese durchstrahlt. Wenn die Schweißarbeiten abgeschlossen sind, isoliert eine Spezialfirma die Verbindungen.
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