Drei Stellen mit Unterstützung des Jobcenters Bochum am Rosenberg geschaffen

Anzeige
Kümmern sich um den Rosenberg (v.l.): Michael Kurzhals (Jobcenter Bochum), Jeffrey Ekoko, Werner Fuhrmann (Gewerkstatt), Rainer Weber und Thomas Blinne. (Foto: Jobcenter Bochum)
Bochum: Rosenberg |

Der Morgen beginnt mit einer kurzen Besprechung. Um Punkt 10 Uhr kommen Rainer Weber, Thomas Blinne und Jeffrey Ekoko im Projektbüro der Gewerkstatt zusammen zur Planung des weiteren Tages. Meistens ist nach 20 Minuten alles geklärt und es kann nach draußen gehen, in den Rosenberg.

Seit Anfang Juli sind die drei Quartiershausmeister jetzt in ihrem Viertel unterwegs. Fünf bis sechs Stunden täglich schauen die drei nach dem Rechten und suchen das Gespräch mit den Menschen vom Rosenberg. Denn für die, deren Fragen, Wünsche und Sorgen sind sie da.

Positive Reaktionen und Aussichten

„Die Leute hier haben uns richtig gut aufgenommen“, freut sich Thomas Blinne. „Schon seit dem ersten Tag kommen sie spontan auf uns zu und suchen das Gespräch.“ Liegengelassener Müll auf den Spielplätzen, zugewachsene Gärten im Kreuzungsbereich, die den Blick in die Seitenstraße versperren, oder Scherben rund um die Glascontainer - die drei Quartiershausmeister halten die Augen offen und legen auch schon mal selbst Hand an. Meist jedoch notieren sie die Probleme und besprechen sie abends dann mit der Projektleitung der Gewerkstatt. „Wenn wir der Ansicht sind, da muss was passieren, melden wir es an Ordnungsamt, Polizei oder Grünflächenamt“, sagt Werner Fuhrmann, Geschäftsführer der Gewerkstatt und zugleich Vorsitzender der ARGE Rosenberg.

Eigenes Quartiersmanagement für den Stadtteil

Die drei Quartiershausmeister sind für ihn ein wichtiges zusätzliches Angebot an die Bewohner. Auf keinen Fall, so Fuhrmann, sollen die drei andere Anlaufstellen ersetzen oder deren Aufgaben übernehmen. Im Gegenteil: Die Einrichtung der Hausmeisterstellen ist nur der erste Schritt auf dem Weg zu einem eigenen Quartiersmanagement für den Rosenberg, das die Entwicklung des Stadtteils voranbringen soll.

Langzeitarbeitslose lokal integrieren

Möglich wurde die zunächst auf 18 Monate befristete Einstellung durch die Unterstützung des Jobcenters Bochum, das die Stellen im Rahmen des Bundesprogramms „Soziale Teilhabe“ vollständig finanziert. „Mit dem Programm haben wir die Möglichkeit, langzeitarbeitslose Bochumer ohne Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt auch mal über einen längeren Zeitraum sozialversicherungspflichtig in Arbeit zu bringen“, erläutert Michael Kurzhals, Teamleiter im Jobcenter.

Finanzierung für bis zu drei Jahre abgedeckt

Insgesamt 4,3 Millionen Euro erhielt das Jobcenter Bochum Ende 2015 im Rahmen des Programms und kann damit bis zu 100 Arbeitsplätze finanzieren. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Stellen gemeinnützig, im öffentlichen Interesse und wettbewerbsneutral sind. Auf die Quartiershausmeisterstellen trifft das perfekt zu. Und wenn das Projekt und die drei Männer sich gut entwickeln, muss nach 18 Monaten nicht Schluss sein. „Das Programm läuft bis 2018 und wir können im Einzelfall eine Stelle auch volle drei Jahre finanzieren.“
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.