Ein Jahr Fraktion Freie Bürger im Rat

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Freie Bürger: Ein Kerzchen zum 1. Geburtstag...
Der 27. Februar 2012 war ein guter Tag.

Am Morgen dieses denkwürdigen Montags beendeten Aydin und Delura verletzungsbedingt und somit vorzeitig ihre Saison beim VfL Bochum. Das war traurig.

Am Nachmittag überraschte Minister Schäuble den Bürger, weil er während der Bundestagssitzung zum 2. Rettungspaket für Griechenland höchst konzentriert Soduko spielte – und das vor den Kameraaugen des Fernsehens. Das war witzig.

Am Abend entschlüsselten die Tüftler an der Ruhr-Uni ein optogenetisches Werkzeug, das Nervenzellen mit Hilfe von Licht kontrollieren kann. Das war erstaunlich.

Ein paar Stunden später legten die Bochumer Ratsmitglieder Jens Lücking, Sascha Merz, Hans-Friedel Donschen und Dr. Axel Riemann den Grundstein für eine neue politische Kraft in Bochum und gründeten die Freien Bürger. Das war mutig.

"Unser Ziel ist es, dem Bochumer Bürger eine größtmögliche Mitbestimmung am Geschehen in der Stadt einzuräumen und ihn in die Entscheidungsfindungen mit einzubeziehen", sagt Jens Lücking und bekräftigt: "Wir sind keiner politischen Partei verpflichtet, können entsprechend frei handeln. Für uns zählen gute Ideen, problem- und aufgabenorientierte Lösungen sowie visionäre Denkmodelle." Und der Fraktionsvorsitzende fügt hinzu: "Menschen haben Ideen – nicht Parteien."

Was bisher geschah:
- Nach mehrmaligen Anträgen der Freien Bürger bewirbt sich die Stadt Bochum nun endlich um die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte.
- Auf Druck der Freien Bürger wird der Bebauungsplan zur Lennershof-Siedlung so lange auf Eis gelegt, bis die Verwaltung zum Verkehr, zum Gewerbe und zum Baumbestand plausible Antworten geben kann. Somit bleibt den Anwohnern mehr Zeit, ihren Protest gemeinsam mit den Freien Bürger auszuweiten.
- Die Freien Bürger möchten die Vermarktung von Kreisverkehren, die der Stadt zusätzliche Einnahmen bringen und gleichzeitig die Attraktivität der Stadt erhöhen würde, vorantreiben. Da sich die SPD im Ausschuss nicht einigen konnte, wurde das Vorhaben zunächst gestoppt.
- Die Freien Bürger fordern die Verwaltung gemeinsam mit der UWG auf zu prüfen, ob im Bereich Wattenscheid und näherer Umgebung Gewerbeflächen verfügbar sind, die den Anforderungen für ein Ikea-Möbelhaus entsprechen.

"Bei uns darf man mitmachen", sagt Sascha Merz und bringt die kreative, politische Arbeit auf den Punkt: "Wir gucken hin und denken nach." Schließlich ist für den stv. Fraktionsvorsitzenden klar: "Als Bochumer Bürger hat man es selbst in der Hand, an der Entwicklung und Zukunft unserer Stadt mitzuarbeiten."
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