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Professor Anne Friedrich, Präsidentin der hsg, will die Akademisierung der Gesundheitsberufe voranbringen
 
Der heute eröffnete Neubau auf dem Gesundheitscampus NRW, Bochum
Bochum: Universität |

Offizielle Eröffnung des Neubaus der Hochschule für Gesundheit


Heute fand die Schlüsselübergabe für zwei neue Gebäude auf dem Gesundheitscampus NRW, Bochum statt. Department eins der Hochschule für Gesundheit widmet sich den angewandten Gesundheitswissenschaften, Department zwei der Versorgung.
Der Neubau mit 750 Räumen, vier Hörsälen, sechs Konferenzräumen, einer Bibliothek mit 40.000 Medien, Mensa für 800 Mittagessen täglich und 15 Seminarräumen kostete ca. 75 Millionen Euro. Die Räume sind in Anlehnung an die Skills labs (Übungseinrichtungen für Medizinstudierende) entstanden und praxisnah sowie intersektoral ausgestattet.

Prominente Gäste


Zahlreiche geladene Gäste, unter ihnen NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Staatssekretär Karl-Josef Laumann besuchten die perfekt ausgestatteten Räume und überzeugten sich von den innovativen Lehr- und Lernmethoden, die zum Teil vor Ort präsentiert wurden.

Prof. Friedrichs, die Präsidentin der hsg (Hochschule für Gesundheit) will die Akademisierung der Gesundheitsberufe voranbringen. Der Auftrag der Hochschule sei es, die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen und Veränderungen durch demographischen Wandel, älter werdende Migranten oder auch die aktuelle Flüchtlingszuwanderung zu berücksichtigen.

So unterstrich Prof. Jansen: Mit der Neugründung zweier Studiengänge "Gesundheit und Diversity" und "Gesundheit und Sozialraum (berufsbegleitend)" wird diese Problematik aufgegriffen. Die Prävention und Gesundheitsförderung im Kontext von Armut, sozialer Ungerechtigkeit oder verschiedenen Ressourcen soll wissenschaftlich beleuchtet und verbessert werden. Bisher sind 80 Studenten für diese Studiengänge eingeschrieben.
Der neue Masterstudiengangs „Evidence-based Health Care“ läuft seit Juli 2015, fünf weitere Studiengänge stehen zur Auswahl: Ergotherapie, Hebammenkunden, Logopädie, Pflege und Physiotherapie.

Herausforderungen und Künftiges


Wichtig ist die Zusammenarbeit mit Partnern: beispielsweise dem Stadtteillabor Querenburg, der Bahnhofsmission und Flüchtlingseinrichtungen.
Ferner gibt es 50 Kooperationen mit Pflegeeinrichtungen, Physiotherapeuten und weiteren Partnern für die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Im geplanten Innovationszentrum Gesundheitswirtschaft – ebenfalls auf dem Campusgelände – werden Kampmann Hörsysteme, contec, ein Telerehabilitationsverbund und der MedEcon Ruhr ansässig. Das Bochumer Unternehmen Visus, Anbieter von komplexen Bildmanagementlösungen in der Medizin, plant einen weiteren Bau.

Die Absolventen der Hochschule finden zu 85 Prozent direkt Arbeit, allerdings könnte die Bezahlung noch besser an die Qualifizierung angepasst werden.
Partnerschaften mit der Privatuniversität Witten Herdecke und weiteren Unis in Deutschland, Österreich, Schweiz und sogar Großbrittanien bestehen und werden weiter ausgebaut.

... und wer aus den großzügigen, oft bodentiefen Fenstern der neuen Räume vor allem in den oberen Stockwerken schaut, wird mit einem unvergleichlichen Blick ins - momentan herbstlich gefärbte - Ruhrtal belohnt. So macht Studieren Spaß!

Mirjam Bauer
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