Erstes vorweihnachtliches Gespräch mit der Polizeipräsidentin in Bochum...

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Gute Stimmung im Saal. PHK Volker Schütte,PHK Guido Meng,Polizeipräsidentin Kerstin Wittmeier und der Pressechef EKHK Axel Pütter. TPD-Foto:Volker Dau
 
Die Präsidentin vor ihrem Dienstsitz. TPD-Foto:Volker Dau
 
Der Pressechef EKHK Axel Pütter und ein Teil seiner Gäste. Im Vordergrund eine aufmerksame junge Kollegin der Ruhr-Nachrichten bei ihrer zweiten (!) Presseveranstaltung.Da kann man(n) nur Erfolg wünschen.TPD-Foto:Volker Dau
Bochum: Polizeipräsidium Bochum |

Erstes vorweihnachtliches Gespräch mit der Polizeipräsidentin …

Die Polizeipräsidentin Kerstin Wittmeier (50) hat vor gut sechs Wochen ihre Arbeit in ihrem neuen "Revier" in Bochum, Herne und Witten aufgenommen.

Neun interessierte Medienvertreter kamen der Einladung zum ersten vorweihnachtlichen Gespräch in das Bochumer Polizeipräsidium nach.


Kerstin Wittmeier wollte sich an diesem Tag den Journalisten, die
täglich über den Polizeialltag in Bochum, Herne und Witten berichten, vorstellen und ihre Ziele und Erwartungen an ihre neue Aufgabe darstellen.


Es lag ihr besonders am Herzen, die Zeit aber auch zu nutzen, um die Medienschaffenden aus „unserem Revier“ - ein wenig näher kennen zu lernen.

Die Journalisten von Print – und Online-Medien sowie Lokalradioreporter und eine Reporterin folgten der Einladung zu einem lockeren Gespräch in netter Atmosphäre!

Kerstin Wittmeier plauderte zunächst über den eigenen beruflichen Lebenslauf und auch über ihre Familie!

Daraus ein kleiner Auszug: Vor sechs Wochen nahm Sie hier in Bochum die Position der Polizeipräsidentin an. Vorher war Sie in Oberhausen ebenfalls Polizeipräsidentin (seit 5 Jahren).
Anders als im kleineren Oberhausen hat die Behörde in Bochum 1900 Mitarbeiter, darunter auch, anders wie in Oberhausen für gleich drei Städte zuständig und mit Bereitschaftspolizei und Hundestaffel.
Die Berufung nach Bochum kam für Sie überraschend, hat Sie aber gern angenommen.
Hier fügte sie ein, dass sie in Duisburg in einem Drei-Generationen-Haus mit ihrem Ehemann, den Schwiegereltern und den beiden jüngsten Kindern von 14 und 16 Jahren lebt. Der Ehemann arbeitet im Düsseldorfer Innenministerium.
Kerstin Wittmeier erwähnte noch das Studium der Sozialwissenschaften in Göttingen wo sie nach dem Studium noch ein Jahr blieb und am sozialwiss. Seminar arbeitete.
Sie hat bei ihrem weiteren Werdegang einige Polizeidienststellen im Verwaltungsbereich durchlaufen und dadurch Polizeiarbeit kennengelernt.
Sie hat Polizeiarbeit immer als effektiv und effizient erlebt. „Geht nicht gibt es nicht“, Polizei macht Alles möglich und arbeitet vergleichsweise schnell, so ihre Meinung.
Kerstin Wittmeier war sechs Jahre Verwaltungs-Leiterin bei der Wasserschutzpolizei , bei den zentralen Diensten: „LZPD“ und auch zwischenzeitlich Ausbildungsleiterin beim Regierungspräsidium in Arnsberg.
So verfügt sie über viel Behördenerfahrung, auch im Führungsbereich.
In Bochum würde Sie gern bleiben, da sie sich hier gut aufgenommen fühlt.
Ob es die vollen siebzehn Jahre bis zur Pensionierung, verbunden mit einem späteren Umzug nach Bochum werden, wollte sie nicht ausschließen. Vielleicht wünscht sie sich ja jetzt einem festen Platz?

Auf meine Frage zu den Anforderungen an eine Präsidentin und die Frage nach dem Parteibuch erwiderte sie sinngemäß: Es ist kein Parteibuch nötig (sie hätte auch keines) aber es wird Loyalität gegenüber dem Dienstherrn verlangt!

Zur polizeilichen Situation und Schwerpunkten fasse ich Gespräche zwischen der Präsidentin und den Fragestellern zusammen…

Frau Wittmeier äußerte z.B. :“Das Bedürfnis nach Sicherheit ist ein ganz elementares…“ – So wurde in ihrer Oberhausener Behörde ein neues Konzept zur Einbrecherbanden-Bekämpfung entwickelt und erfolgreich verwirklicht. Doch ist es wohl leider nicht 1:1 in einem größeren Gebiet umsetzbar?

Ich äußerte dazu das die persönliche Betroffenheit der Opfer bei Wohnungseinbrüchen zwar besonders Groß ist, ich aber fände das es auch mehr Informationen zu Einbrüchen in Gewerbebetriebe gäbe.

So sollten auch dort die Anwohner , besonders in Gebäuden mit Geschäften unten und Wohnraum in den drüber liegenden Etagen sensibilisiert werden auf Geräusche zu achten und die 110 zu wählen. – Mir wären mehrere Fälle bekannt wo Hausbewohner wohl Geräusche in den Läden gehört aber nicht Alarm geschlagen hätten?

Der psychische Schaden wäre zwar grösser wenn in der Intimsphäre, z.B. Wäscheschränken und Schlafzimmer gewühlt worden wäre, der existenzielle aber wohl beim kleinen Gewerbetreibenden oft grösser! Ich erwähnte Fälle zu kennen, wo nach drei Einbrüchen bei einem Opfer dieser „aus der Versicherung flog“ und unversichert das weitere Risiko des Betriebes untragbar wurde was zur Betriebs-Schließung und Existenzvernichtung führte! Deshalb regte ich an auch diesem Bereich mehr Beachtung zu schenken bei der Planung der 2016er Schwerpunktbekämpfung.

Auf die Frage der Reporter nach anderen Themen für 2016 entgegnete die Polizeipräsidentin sinngemäß:


„Flüchtlinge“ wäre wohl eins was eventuell als Behördenziel aufgenommen wird, im Januar zur Entscheidung.

Es gehe um die Sicherheit sowohl für die Flüchtlinge wie auch die Sicherheit der Bürger. Es gäbe ja wohl auch Ängste in der Bevölkerung, die beachtet werden müssten.

Auf die Frage des WAZ-Reporters Kiesewetter, Spezialist für Justiz und Polizei :

Wie belastet die Terrorgefahr die Polizei…“?

Da kam es zu einem Gespräch über die Bewaffnung und den Schutz der Polizisten : Schutzwesten, schwere Schutzwesten und Maschinenpistolen einerseits und Kalaschnikow andererseits.

Letztendlich wäre ein Schutz gegen Sturmgewehre wohl auch kaum wirksam möglich?

Die Beamten fühlten sich aber bisher wohl nicht unzureichend geschützt ansonsten müsste über die Ausrüstungsergänzung an „höherer Stelle“ beschlossen werden?

Der Bürger ist sensibilisiert was den Terrorismus angeht, so „rutschte wohl einigen Bürgern in Witten beim Explodieren von „Polenböllern“ „das Herz in die Hose“?

Zur Frage von Herrn Kiesewetter ob auch in Bochum die Gefahr besteht die Herrschaft in Stadtteilen einzubüßen entgegnete Kerstin Wittmeier sinngemäß das es wohl nicht solche Zustände wie z.B. in dem Duisburger Ortsteil Hochfeld gäbe?

Das läge wohl daran, das dort rumänische Roma schwer zu integrieren wären. Dann kamen Beispiele über Dinge die es in deren Heimat nicht gäbe wie Müllabfuhr, Mülltrennung usw.

Zu meiner Anregung Frau Wittmeier möge sich doch von Tania Kambouri einmal einige Problemviertel zeigen lassen erwähnte sie in Oberhausen schon mit auf Streife gewesen zu sein

, in Zivil und (geliehener) Uniform. (Anmerkung: In NRW ist ja die Polizeipräsidentin keine Polizistin und daher auch normalerweise deshalb keine Uniformträgerin!) – Die Erlebnisse waren unterschiedlich. In Zivil hielt man sie wohl einmal für eine Frau vom Jugendamt die die Kinder wegnehmen wollte…? In Uniform sollte sie auch einschreiten und helfen…
Vielleicht ist sie ja demnächst auch mal in Bochum „auf Streife“, mit oder ohne Uniform… Ein Hauptkommissar der Pressestelle erwähnte die jüngste Kommissarin der Pressestelle die wohl die Konfektionsgröße der Präsidentin hätte und helfen könne…

Frau Tania Kambouri und ihr Buch kam noch mal zur Sprache und Kerstin Wittmeier erwähnte das Buch schon in Oberhausen gelesen zu haben. Mittlerweile habe sie auch Frau Kambouri kennengelernt die mittlerweile bundesweit bei der Polizei bekannt sei und wohl viel Zustimmung fände?

Zu den von Frau Kambouri erwähnten Beleidigungen von Polizisten z.B. durch junge Männer mit Migrationshintergrund, entgegnete Frau Wittmeier :“Jede Beleidigung von Beamten würde auch von ihr zur Anzeige gebracht und mitgetragen“.
Herr Kiesewetter , von der WAZ sagte noch ,wohl nicht ganz ernst gemeint: „Die Polizei hat einen guten Ruf im Vergleich zu seiner Branche!“
Da gab es wohl nur von mir ein „Beifallsklopfen auf dem Tisch“… ?
Hatte aber nicht alle Kollegen im Blick…

Zur Frage eines Journalisten: „Was erwarten Sie von uns“?
Einen fairen Umgang…
Wenn etwas einer Klarstellung oder Aufklärung bedarf immer melden…
Eine „Illustriertenfrage“ an die Gastgeberin zur Freizeitgestaltung : Lesen (auch Krimis) , Familie und Gartenpflege.

Insgesamt ein sehr lockeres und gelungenes Treffen zum Kennenlernen und Austausch . Soll jedes Jahr wiederholt werden um das abgelaufene Jahr nachzubesprechen und Anregungen für das nächste Jahr auszutauschen.

Ich finde ein „ungewöhnlicher Auftritt“ der neuen Präsidentin die wohl auch Anregungen sehr aufgeschlossen entgegennimmt? Wenn ich an Herrn Wenner und Frau Ewert denke empfand ich diese doch weniger „offen“ im Gespräch.

Alle Fotos:TPD-Foto: Volker Dau
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