Familienclan Trump

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Die heutige Montagskundgebung war klein, dennoch entwickelte sich eine interessante Diskussion um den neuen US-Präsidenten Ronald Trump.

"Am 20.1.17 wird Trump für sein Amt als Präsident der USA vereidigt", leitete einer der Moderatoren die Debatte ein, "auf Empfehlung der Bundesweiten Montagsdemonstration sollen am 23.1.17 alle örtlichen Montagsdemonstrationen zusammen mit Bündnispartnern einen bundesweiten Protest gegen die Amtseinführung von Trump durchführen. Die Bochumer Montagsdemo hatte den 20.1. als Aktionstag beschlossen, aber ich sehe es als sinnvoll an, den Protest gegen Trump am 23.1.17 zu organisieren." Alle Montagsdemonstranten stimmten zu.

Der Moderator fuhr fort: "Täglich hört man in den Medien negative Meldungen über Trump, die berechtigt sind. Trump, der von Politik keine Ahnung hat, will das Ausland erpressen, in dem er Strafzölle fordert, wenn z.B. deutsche Automobilkonzerne in Mexiko produzieren und die Autos in die USA exportieren wollen. In den USA selbst will Trump die in Ansätzen bestehende gesetzliche Krankenversicherung kippen. Außerdem knüpft er Kontakte mit Putin und - in absehbarer Zeit - mit Erdogan".

Eine Rednerin meldete sich: "Ich stamme aus den USA/Florida. Zur Trump-Wahl kann ich nur sagen, dass diese Person mit großer Mehrheit nicht gewählt wurde. Sehr viele Wahlberechtigte sind nicht zur Wahl gegangen, nur 23 Prozent aller Wähler in den USA wählten Trump. Durch den hohen Anteil der Nichtwähler bekam dann Trump die Mehrheit vor Hilary Clinton. Das Wahlrecht in den USA ist komplizierter als in Deutschland, dabei spielt z.B. die Anzahl von Wahlmännern für den Senat eine Rolle. Die Proteste gegen die Wahl von Trump nehmen auch in den USA zu. Viele junge Leute lehnen Trump entschieden ab".

Ein Redner ergänzte: "In einigen Bundesstaaten wurde für einen Mindestlohn von 15,00 Dollar erfolgreich gestreikt. Davon hört man jedoch in deutschen Medien nichts".

Eine weitere Rednerin meinte: "Trump hat zwei Familienangehörige zu seinen Ministern ernannt. Damit gibt es eine unsoziale Politik eines Familienclans. Die Wahlergebnisse durch Trump wurden wahrscheinlich durch das Internet manipuliert. So viel Vorteile das Internet auch hat: Weltweit können Meinungsbilder der Völker durch Falschmeldungen auf Internetseiten im Sinne der Mächtigen beeinflusst werden. Viele Terrororganisationen sind durch das Internet vernetzt, wogegen die Bundesregierung nichts unternimmt bzw. unternehmen kann. Die Vorschriften über die Nutzung des Internets durch bestimmte Organisationen sind international völlig unterschiedlich. Die Bundesregierung hätte Kompetenz und auch die finanziellen Mittel, die verbrecherische Plattform im Internet zu bekämpfen. Aber das Geld versickert ohne Einfluss des Staates in dunkle Anlagen. Hier müsste ein internationales Gesetz gegen die Verbreitung von verbrecherischen Informationen im Internet her".

In einer weiteren Wortmeldung einer Rednerin hieß es: "Wir müssen die Vernetzung mit Organisationen suchen, die um die Rechte der Unterdrückten in den jeweiligen Ländern kämpfen. Nur auf internationaler Basis wird ein Aufstand gegen die marktbeherrschenden Konzerne erfolgreich sein".

Wegen der ungewöhnlichen Kälte endete die Kundgebung vorzeitig. Die bündnisweite Kundgebung gegen Trump findet am nächsten Montag, 23.1.17, nach einstimmigen Beschluss der Montagsdemonstranten um 18.00 Uhr auf der Kortumstr. in Höhe der Drehscheibe statt.

Ulrich Achenbach
Moderator
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