FDP: Verschmelzung der Revierparks ohne Konzept bringt nichts

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Haltt: "Ohne Neuausrichtung wird neue Gesellschaft ein Fass ohne Boden bleiben."

Der Regionalverband Ruhrgebiet (RVR) plant derzeit seine Freizeit- und Revierparkgesellschaften zur neuen "Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr mbH" zu verschmelzen. Davon betroffen ist auch die "Freizeitzentrum Kemnade GmbH". In den Gremien des RVR und der Kommunen werden derzeit entsprechende Vorlagen beraten. "Die Idee, die Gesellschaften zu verschmelzen, ist so alt wie Methusalem", so Felix Haltt, stellv. Kreisvorsitzender der FDP Bochum und Mitglied in der RVR-Verbandsversammlung. "Seit Jahren wird diese Entscheidung vor sich hergeschoben. Jetzt scheint man endlich in die Pötte zu kommen. Die Neuorganisation ist längst überfällig, da alle Gesellschaften mit strukturellen Defiziten zu kämpfen haben."

Den Freien Demokraten im Ruhrparlament reicht die Verschmelzung jedoch nicht aus. Sie kritisieren die fehlende inhaltliche Neuausrichtung. Haltt weiter: "Mit der Verschmelzung kann man die Verwaltung straffen und Synergie-Effekte erzielen. Allerdings sind mit einer rein organisatorischen Verschmelzung die seit Jahren verlustbringenden Freizeitgesellschaften nicht zu retten. Ohne eine inhaltliche Neuausrichtung wird kein Besucher zusätzlich kommen und die Defizite steigen weiter an."

Die FDP-Fraktion beim RVR hat daher in den Gremien die Aufstellung eines "detaillierten Konzeptes zur zukunftsorientierten Neuausrichtung der Angebotspalette der verschmolzenen Freizeitgesellschaften an den jeweiligen Standorten sowie darauf abgestimmte Wirtschaftspläne für die Jahre 2017 ff., die neben den positiven Auswirkungen auf die Besucherzahlen insbesondere auch die dafür notwendigen Investitionen beinhalten sollen", beantragt. Abschließend soll darüber in der Verbandsversammlung am 11. Dezember 2015 beraten werden.

"Die einzelnen Standorte müssen sich voneinander unterscheiden und bedarfsgerechte Schwerpunkte etablieren. Es funktioniert nicht, wenn es alle paar Kilometer das gleiche Angebot gibt und gleichzeitig alle Revierparks überleben wollen. Dafür reichen die rückläufigen Besucherzahlen nicht aus. Sollte dieses Konzept nicht kommen, werden die Revierparks auch nach der Verschmelzung ein Fass ohne Boden bleiben", so Haltt abschließend.
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