Florian Schui: Austerität, Rezension

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Keine leichte Kost: Austeritätspolitik. (Foto: Blessing)

Vorab , eine Erklärung zu dem Begriff: Austerität , bedeutet „Disziplin“, „Entbehrung“ oder „Sparsamkeit“. Dieser Begriff wird heute vor allem in ökonomischen Zusammenhängen gebraucht und bezeichnet dann eine staatliche Haushaltspolitik , die einen ausgeglichenen Staatshaushalt über den Konjunkturzyklus ohne Neuverschuldung anstrebt . Starker Tobak.

Ich hatte mich um das Buch beworben , damit ich überhaupt weiß , was besagt der Begriff "Austerität" .

Die Austeritätspolitik ist ökonomisch gescheitert: Obwohl doch die Staatsschulden sind kaum gesunken und das Wachstum ist trozdem weiterhin schwach. So beginnt Florian Schui mit diesen eigenen Betrachtungen der Austerität und letztlich , so endet er auch mit seinen Betrachtungen in seinem Buch .

Die Einführung in die historische Entwicklung verschiedener ökonomischer Theorien ist in seinem Buch durchaus anschaulich und auch für Anfänger eigentlich verständlich beschrieben. Trotzdem habe ich mich manchmal ganz schön schwer getan .

Austerität: ein komplexes Thema


Ob man dazu unbedingt bis zu Aristoteles und Thomas von Aquin gehen muß ,
um von unseren Minister Schäubles Ansichten zu verstehen, ist meiner Meinung doch sehr fraglich.

Es bleibt ebenso unerwähnt dieses hemmungslose Wachstum der Staatsverschuldungen der europäischen Länder ( und der USA, die aber eine Sonderstellung einnehmen dank der Dollar/Öl Bindung), das z.T . genau durch die von Florian Schui propagierten Maßnahmen wie diese großzügigen Sozialleistungen , der Ausbau der Beamten / Struktur / Griechenland kann dazu durchaus als Beispiel dienen , was z.B. verursacht wurde und immer noch wird.
Griechenland ist so ein heikles Kapitel .

Das auch Florian Schuis konstruktiver Vorschlag letztlich einer Umverteilung von Gewinnen und Vermögen (des reichen Teils der Bevölkerung) nicht neu ist, spricht dabei nicht gegen die Richtigkeit dieser Erkenntnis.

Ein interessantes Werk mit Schwächen im Blick auf Fakten , in dem Florian Schui die Wertschätzung und das Prinzip der Sparsamkeit in seiner historischen Entwicklung Schritt für Schritt vor Augen führt und dessen Wirksamkeit ebenso begründet stark in Zweifel zieht.

Fazit : Viel schlauer bin ich persönlich nach dem Buch nicht. Politik und Kirche sind ja Themen , da wird es immer viele Ungereimtheiten geben. Ein sehr trockenes Thema. Aber wer es mag .
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