FOUR FREEDOMS AWARD 2016: VERLEIHUNG AN ANGELA MERKEL

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Middelburg (Niederlande): Zeeland |

International scheint Angela Merkel weit mehr Beachtung zu finden, als es derzeit in Deutschland der Fall ist. Man könnte fast dem Sprichwort folgen: "Der Prophet gilt nichts im eigenen Land"

Die internationale Auszeichnung „Four Freedoms Award 2016“ wird am 21. April 2016 in Middelburg (Provinz Zeeland) vom niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte und dem Enkel des ehemaligen US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt, Elliott Roosevelt Jr., an Bundeskanzlerin Angela Merkel überreicht.

Der Preis geht auf den früheren US-Präsidenten Roosevelt zurück, der in seiner berühmten Rede vom 6. Januar 1941 die folgenden vier Freiheiten als essentiell für die Demokratie bezeichnete: Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Freiheit von Not und Freiheit von Furcht.

Als Begründung für die Wahl von Angela Merkel führte die Jury an, dass die Bundeskanzlerin in der Vergangenheit eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der europäischen Finanzkrise gespielt habe. Als europäische Führungsfigur habe sie die Verhandlungen für eine diplomatische Lösung des Ukraine-Konfliktes geleitet und zu einer Deeskalation im Interesse von Frieden und Sicherheit beigetragen.

Sie habe im Zusammenhang mit dem Aufkommen der Anti-Islam-Bewegung „Pegida“ große moralische Führung bewiesen und sich klar gegen Rassismus positioniert. „In der aktuellen Flüchtlingskrise plädiert Merkel für die humanitäre Pflicht von Europa, diejenigen aufzunehmen, die auf der Flucht vor Krieg und dem Konflikt im Nahen Osten, Afrika und Asien sind“, heißt es weiter in der Begründung der Jury. Darüber hinaus setze sie sich für die Bekämpfung der Konfliktursachen in Syrien und allgemein für Frieden ein.

John F. Kennedy und Nelson Mandela unter den Preisträgern
Die „Four Freedoms Awards“ werden seit 1950 an Personen und Organisationen vergeben, die sich auf inspirierende Weise für freie Meinungsäußerung, Religionsfreiheit sowie gegen Not und Leid einsetzen.

Die Awards wurden seit 1982 abwechselnd in New York und Middelburg überreicht. Der Grund für die abwechselnde Vergabe war, dass die Vorfahren der Roosevelts ursprünglich aus Zeeland kamen.
Vom Städtchen Tholen aus brach die Familie Roosevelt im 17. Jahrhundert Richtung New York auf. Preisträger des Awards waren unter anderem:

Harry S. Truman, Prinzessin Juliana, John F. Kennedy, Nelson Mandela, J. William Fulbright, Arthur Miller, Jimmy Carter, Malala Yousafzai und der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan.
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