Frauen mobilisierten zu den Aktionen am 7.3.15 zum Internationalen Frauentag

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Aus Witterungsgründen wurde die Montagskundgebung in der vergangenen Woche nicht durchgeführt, fand aber gestern wie gewohnt statt. Die Debatte hatte den Schwerpunkt "Internationaler Frauentag". Nach einer kurzen Einleitung durch einen der Moderatoren informierte eine Rednerin über die weitere Unterdrückung der Frauen weltweit und die Aktionen in der Bochumer Innenstadt am kommenden Samstag. "Die Menschenrechte der Frauen werden in vielen Staaten der Welt nach wie vor verletzt, es gibt aber immer mehr Gegenwehr. Hier erwähne ich Kobane in Syrien, wo sich fortschrittliche Frauen mutig den IS-Faschisten entgegenstellten und zusammen mit kurdischen und befreundeten Kämpfern diese Stadt vom IS-Terrorismus befreien konnten. Am Samstag, 7.3., gibt es im Anschluss an die Aktionen der Gleichstellungsstelle (12.00 - 15.00 Uhr) eine gemeinsame Demonstration verschiedener Organisationen wie dem Bund der Migrantinnen, der Internationalen Frauengruppe, dem Internationalen Kulturzentrum DIDF u.a. für die Rechte der Frauen. Alle - auch Männer - sind aufgerufen, an dieser Demo teilzunehmen".

"Auch in Deutschland werden Frauen benachteiligt, sei es durch niedrigere Bezahlung für die selbe Tätigkeit, den Zwang zu unbezahlten Überstunden insbesondere im Dienstleistungsgewerbe, als auch durch häusliche Gewalt oder Sexismus", ergänzte der andere Moderator.

Ein Opel-Vertrauensmann vom ehemaligen Opel Werk I , der jetzt im Opel-Werk III tätig ist, berichtete: "Opel geht weiterhin gegen kämpferische Betriebsratsmitglieder vor Einem weiblichen Ersatzmitglied .Betriebsratsliste OFFENSIV wurde am Freitag, 13. Februar, von der Personalabteilung der Zutritt zum Werksgelände verweigert. Das ist eine offene und illegale Behinderung von Betriebsratsarbeit, die wir nicht hinnehmen und gegen die wir uns gerichtliche Schritte vorbehalten. Das ist ein Beispiel für einen Angriff auf die Rechte von kämpferische Frauen in Bochum. Im Übrigen geht die Unternehmensleitung weiterhin gegen männliche kämpferische Betriebsrats- und Belegschaftsmitglieder vor. Die betroffene Kollegin klagt gegen ihre Kündigung und auf einen Arbeitsplatz im Werk 3.Darüber hinaus versucht die Geschäftsleitung, Niedriglohngruppen für weibliche Beschäftigte einzuführen".

In einem Redebeitrag hieß es: "In einem durch Tourismus bekannten nordafrikanischen Land werden selbst fundamentale Rechte der Frauen verletzt. Witwen haben keinerlei Anspruch auf Witwenrente und müssen buchstäblich um ihr Überleben betteln. Obdachlos und oft auch krank leben sie auf der Straße und suchen auf Müllhalden nach Essbaren. Auf der anderen Seite boomt der Tourismus in diesem Land".

Eine Rednerin erwähnte in einem Diskurs im Zusammenhang mit dem Tourismus die Situation von vielen Haustieren in der Bundesrepublik. "Viele Hunde werden zur Urlaubszeit einfach ausgesetzt oder bestialisch getötet. Dagegen muss endlich vorgegangen werden. Ich kümmere mich zur Zeit um einen Hund meines Nachbars, der schwererkrankt im Krankenhaus ist. Sollte er versterben, werde ich diesen Hund auch weiterhin versorgen und nur in gute Hände abgeben".

Ein Redner prangerte die Massentierhaltung an: "Unzählige Tiere werden in den Megaställen durch nicht artgerechte Haltung gequält, außerdem verursacht diese industrielle Tierhaltung schwere Umweltschäden z.B. durch Ausbringen von Millionen Litern Gülle auf die Felder wird das Grundwasser verseucht. Das ist ein Fall für die neu gegründete Umweltgewerkschaft".

Am 21.03.15 trifft sich die Vorbereitungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemonstration in Kassel. Je nach Größe der einzelnen Montagsdemonstrationen nehmen entsprechend viele Delegierte dieser Montagsdemos an der Tagung teil. Die Bochumer Montagsdemo wählte einstimmig zwei Delegierte.

Thema für die kommende Montagskundgebung ist eine Diskussion um die sich im März jährende Atomkatastrophe von Fukushima/Japan.

Ulrich Achenbach
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2 Kommentare
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Marion Kamerau aus Bochum | 04.03.2015 | 08:24  
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Ulrich Achenbach aus Bochum | 04.03.2015 | 11:43  
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