Freie Bürger bedauern Opel-Aus in Bochum - Sascha Merz: "Jetzt sind Visionen gefragt"

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"Mit der gestrigen Meldung, dass nach 2016 im Bochumer Opelwerk keine Autos mehr produziert werden sollen, hat es nun Priorität, den betroffenen Beschäftigten gleichwertige Alternativen aufzuzeigen", sagt Sascha Merz (43), stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Bürger Bochum. "Mitte dieses Jahres hatten wir bereits vorsorglich einen Plan B im Falle einer möglichen Schließung des Werkes gefordert, nun ist es traurige Gewissheit, dass dieser dringend benötigt wird."

Nach Ansicht der Freien Bürger sollte die Stadt jedoch nicht in blinden Aktionismus verfallen. "Wir haben jetzt vier Jahre Zeit, um im partnerschaftlichen Umgang mit allen Akteuren mutige Visionen zu entwickeln und zu diskutieren. Die konstruktiven Gespräche sollten dann in alle Richtungen geführt werden, um den Opel-Mitarbeitern über 2016 hinaus Chancen und Perspektiven zu bieten", erläutert Merz.

"Seit Jahrzehnten hat die Entwicklung und Vermarktung von innovativer Technik einen festen Stand in unserer Stadt. Deshalb sind und bleiben wir auch zukünftig ein wichtiger Standort für die Automobilherstellung. Gerade im Hinblick auf den hohen Qualitätsstandard der Fertigung sollte überprüft werden, ob sich nicht auch andere Automobilhersteller in Bochum ansiedeln können", regt Jens Lücking (48), Vorsitzender der Fraktion Freie Bürger Bochum, an.

Die Art und Weise, wie der Opel-Vorstand die Diskussionen in den letzten Monaten führte, findet bei den Freien Bürgern kein Verständnis. Ebenso wenig auch die knappe Übermittlung der Entscheidung zur Schließung. Lücking: "Das ist kein guter Stil, das ist vor allem belastend für die Beschäftigten und ihre Familien."
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Dr. Volker Steude aus Bochum | 11.12.2012 | 15:28  
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