Freie Bürger Bochum: Vom "Wir", von der Politik und von einer feindlichen Übernahme...

Anzeige
Das gemeinsame "WIR" kann im Allgemeinen häufig befruchtend sein und für solidarische Tatkraft sorgen. Was natürlich gut ist und nicht angezweifelt werden muss. Anders verhält es sich, wenn sich Allianzen im politisch-öffentlichen Raum darstellen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben sollten.

Der Bundestagswahlkampf ist derzeit unübersehbar im Gange, die Wahlplakate der Parteien sind dicht an dicht übers Stadtgebiet verteilt – und da fällt dem aufmerksamen Beobachter auf, dass das "WIR" auf den Plakaten der Sozialdemokraten doch sehr stark dem "WIR" der Bochumer Sparkasse ähnelt, mit der die öffentlich-rechtliche Einrichtung für ihre "Wir sind Bochum"-Kampagne zu ihrem 175. Geburtstag warb.

"Da drängen sich doch Fragen auf", sinniert Vorstandsmitglied Hans-Friedel Donschen: "Hat sich der eine vom anderen eher unwissentlich inspirieren lassen? Haben Partei und Geldinstitut die gleiche Werbeagentur engagiert? Oder sind Sparkasse und SPD klammheimlich eine stürmische Liaison eingegangen und zwar auf Grundlage einer so genannten 'feindlichen' Übernahmestrategie, wie es bei börsennotierten Unternehmen üblich ist?"

"Die Freien Bürger hoffen doch, dass die SPD und die Sparkasse sich im Vorfeld abgesprochen haben", so Donschen, der auch Mitglied im Verwaltungsrat der Sparkasse Bochum ist. "Wir wollen ja nicht, dass es zwischen SPD und Sparkasse zu Streitigkeiten wegen Urheberrechtsverletzungen kommt", sagt er und fügt zwinkernd hinzu: "Es ist schließlich wichtig, dass in Bochum wenigstens noch das Geldinstitut unabhängig und parteipolitisch einflussfrei bleibt."
0
2 Kommentare
15.235
Volker Dau aus Bochum | 21.08.2013 | 23:48  
114
Horst Schmidt aus Bochum | 28.08.2013 | 15:15  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.