Freie Bürger: "Menschen mit Handicaps sind qualifiziert fürs Arbeitsleben"

Anzeige
"Es ist schon erstaunlich, was Menschen mit Behinderungen leisten können". Hans-Friedel Donschen (70), Ratsmitglied der Freien Bürger und Mitglied der Bezirksvertretung Bochum-Nord, war sichtlich beeindruckt von den Arbeitsabläufen, den Arbeitsfeldern und letztlich von der Vielfalt des Produkt- und Dienstleistungsangebotes, das die Constantin-Werkstätten bereithalten.

Ob Stahlblech-Kabeltrommeln, Design-Müllboxen oder Kreativartikel – die Profis an der Hiltroper Straße verstehen ihr Geschäft. Moderne Fertigungsanlagen machen's möglich, und dass letztlich die Qualität stimmt, dafür sorgen Zertifizierungs- und Gütestempel, wie zum Beispiel das GS-Siegel.

Der Rundgang durch die verschiedenen Abteilungen wie Großwäscherei, Metallverarbeitung, Montage/Verpackung stand im Zusammenhang mit der Netzwerk-Veranstaltung "Arbeit & Inklusion Mittleres Ruhrgebiet", zu der Luidger Wolterhoff, Chef der Bochumer Arbeitsagentur, geladen hatte. Zahlreiche Vertreter u.a. der Kreishandwerkschaften Ruhr und Herne, des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen und der Integrationsfachdienste nahmen an der anschließenden Gesprächsrunde teil. Wolterhof: "Unser Ziel ist es, Arbeitgeber dafür zu gewinnen, die Potenziale von Menschen mit Behinderungen stärker zu nutzen und ihnen gleichzeitig eine Chance auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu eröffnen."

Teilhabe und Integration sind auch für Donschen wichtige Bausteine für ein profitables und umgängliches Miteinander zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen. "Die Zeiten, in denen man Menschen mit Handicaps versteckte und sie mit eher stumpfen beschäftigungstherapeutischen Tätigkeiten betraute, sind schließlich schon lange vorbei", so der Politiker.

Die Werkstatt Constantin mit ihren drei Bochumer Zweigstellen zeige ganz klar, auf welch hohem Niveau Motivation und Produktivität stattfindet.
Unternehmen täten daher gut daran, sich einfach mal vor Ort zu informieren. Hans-Friedel Donschen: "Das hat jetzt nichts mit Mitleid zu tun, sondern es sollte grundsätzlich eine soziale Verpflichtung sein."

Weitere Informationen: www.werkstattconstantin-bewatt.de
0
1 Kommentar
9.015
Christoph Nitsch aus Bochum | 07.06.2013 | 01:05  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.