Fußbodenheizung an der Decke: Turnhalle an der Glücksburger Straße wird als erste von elf energetisch saniert

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Als erste von insgesamt elf Turnhallen wird die Halle an der Glücksburger Straße zurzeit energetisch saniert und erhält eine Deckenstrahlheizung.
 
Andreas Grosse-Holz (l.) von den Zentralen Diensten und Klaus Retsch vom Sport- und Bäderamt begutachten die Bauarbeiten.

Nur eine von vielen, aber auch die Erste ihrer Art ist die Turnhalle an der Glücksburger Straße 25. Die Halle wird zurzeit saniert, da sie zu den 22 gehört, bei denen im vergangenen Sommer Schäden an den Decken festgestellt wurden. Allerdings ist die Halle die erste von insgesamt elf, die nicht nur eine neue Decke erhält, sondern die energetisch saniert wird.

Aktuell laufen in der Turnhalle an der Glücksburger Straße die Vorarbeiten, damit sie mit einer Deckenstrahlheizung ausgestattet werden kann. „Das ist wie eine Fußbodenheizung unter der Decke“, erläutert Andreas Grosse-Holz von den Zentralen Diensten. An der Decke angebrachte Lamellen strahlen die Wärme auf Wände, Boden und die Menschen ab. „Das bringt ein sehr hohes Behaglichkeitsgefühl mit sich, weil sich keine störenden Luftbewegungen ergeben“, so Grosse-Holz.
Diese Strömungen sind der Nachteil einer Luftheizung, bei der warme Luft über die Lüftungsanlage im Raum verteilt wird und die üblicherweise in den Bochumer Turnhallen installiert sind. Im Vergleich mit der Luftheizung bietet die Deckenstrahlheizung außerdem einen weiteren Vorteil. „Sie ist auch energetisch super“, sagt Grosse-Holz. Gegenüber der konventionellen Technik rechnet man bei der Stadt bei der Halle an der Glücksburger Straße künftig mit einer Energieeinsparung von 27 Prozent sowie einer Kostenersparnis von jährlich 7.500 Euro.

Finanziert durch Fördermittel

Rund 300.000 Euro kostet die Sanierung der Turnhalle, die neben der Deckenstrahlheizung auch eine LED-Beleuchtung und eine Lüftungsanlage mit einer Wärmerückgewinnungseinheit umfasst. Finanziert wird die Maßnahme aus Mitteln, die die Stadt nach dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFöG) erhalten hat, wobei die Stadt einen zehnprozentigen Eigenanteil leisten muss.
Insgesamt investiert die Stadt 4,7 Millionen Euro der 37,9 Millionen Euro an KinvFöG-Mitteln in die energetische Sanierung von zehn Turnhallen. Neben der an der Glücksburger Straße sind dies die Hallen am Alice-Salomon-Kolleg, an der Hildegardisschule (Nebenstelle Max-Greve-Straße), der Vels-Heide-Schule, der Frauenlobschule, der Graf-Engelbert-Schule, dem Walter-Gropius-Berufskolleg (Nebenstelle Karl-Friedrich-Straße), der Köllerholzschule sowie zwei Hallen an der Technischen Beruflichen Schule 1. Ihre Sanierung soll bis zum Sommer 2017 abgeschlossen sein.
Hinzu kommt die Turnhalle an der Querenburger Straße, die nicht in diesem Maßnahmenpaket enthalten ist, da hier eine umfangreichere Grundsanierung erfolgen soll.

Mängel an Decken beseitigt

Von den übrigen elf Turnhallen, deren Decken ebenfalls Mängel aufwiesen, sind seit Mai mittlerweile neun saniert worden. „Die letzten beiden werden nach den Herbstferien fertig“, kündigt Grosse-Holz an. Hier wird jeweils die Decke wiederhergestellt – „natürlich statisch ertüchtigt“ – und eine LED-Beleuchtung installiert. Die Kosten betragen pro Sanierung im Schnitt 120.000 Euro, die die Stadt aus Eigenmitteln stemmt.
Alle 22 Hallen wurden im Sommer 2015 geschlossen, nachdem an der Gräfin-Imma-Straße Deckenteile herabgefallen waren. Es folgte der Abbau der Decken, bevor viele der Hallen als Flüchtlingsunterkunft dienten – auch die an der Glücksburger Straße.
Sie wurde im Mai wieder freigezogen. Die Sanierungsarbeiten begannen im Juli und sollen bis Anfang Oktober abgeschlossen sein. „Dann können die Schulen und Vereine hier wieder Sport treiben“, sagt Klaus Retsch vom Sport- und Bäderamt. Die Halle wird von der Brenscheder Schule und ihrem Teilstandort Borgholzschule sowie dem TV Brenschede, der Bochumer Kindersportschule, Concordia Wiemelhausen, dem Skiklub Bochum sowie dem Bildungswerk in Verbindung mit dem Evangelischen Kindergarten Baumhofstraße genutzt.
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