Herleshäuser Bahnhof öffnet am 10. und 11.Oktober seine Türen zum 60. Jahrestag der Ankunft des ersten Spätheimkehrerzuges -- Zeitzeugen dringend gesucht!

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Zugankunft 1955 in Herleshausen. -- Infos zum Museum und seiner Veranstaltung 10./11.Oktober 2015 im Text. (Foto: Veranstalter)
  Herleshausen: Bahnhof | Frau k.bayer vom grenzbahnhof-fuer-zeitgeschichte.de übersandte mir eine Pressemeldung die ich hier etwas bearbeitet einstellen möchte:


Herleshäuser Bahnhof öffnet seine Türen zum 60. Jahrestag der Ankunft des ersten Spätheimkehrerzuges

Am Wochenende vor dem 60. Jahrestag der Ankunft des ersten Spätheimkehrerzuges in Herleshausen wird der im Sommer gegründete gemeinnützige Verein GrenzBahnhof für Zeitgeschichte Herleshausen e.V. erstmals seit mehr als 60 Jahren die Türen des historischen Bahnhofsgebäudes öffnen und sein Konzept vorstellen.

Im Erdgeschoss des Bahnhofsgebäudes soll eine Dauerausstellung entstehen, die an das besondere Schicksal der Spätheimkehrer und ihrer Familien sowie die politischen Hintergründe erinnert,

unter denen die Initiative des damaligen Bundeskanzlers Adenauer zur Freilassung der sogenannten „Zehntausend“ aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft führte.

Fast 8000 Kriegsgefangene haben am Bahnhof Herleshausen nach Jahren der Entbehrung wieder heimatlichen Boden betreten.

Zehntausende von Angehörigen kamen in dieser Zeit nach Herleshausen, um nach Vermissten zu suchen und auf deren Rückkehr zu warten.

Einen lebendigen Eindruck von dieser Zeit, in der Herleshausen „zum Mittelpunkt Deutschlands“ wurde, wie die damalige Presse schrieb, geben u.a. die Aufzeichnungen der damaligen Rotkreuzleiterin Ingeborg Riebe, die für die logistische Meisterleistung der Versorgung der Ankommenden und ihrer Angehörigen später das Bundesverdienstkreuz erhielt.

Diese und andere Film- und Fotodokumentationen wird der Verein im Rahmen seiner ersten Ausstellung am Samstag, den 10., und Sonntag, den 11. Oktober zwischen 11 und 18 Uhr im ehemaligen Wartesaal des Herleshäuser Bahnhofsgebäudes präsentieren.


Am Samstag werden Vereinsmitglieder ihr Konzept zur weiteren Gestaltung des Bahnhofsgebäudes, des Bahnhofsumfeldes sowie weiterer Projekte erläutern.

Vorgesehen sind u.a. Ausstellungen zu den Themen Grenze und Grenzübergang sowie zur besonderen Stellung des Bahnhofs als „Ostbahnhof im Westen“.


Am Sonntag wird um 11:15 Uhr der Kirchspielgottesdienst im ehemaligen Wartesaal stattfinden.

Die Predigt wird Prädikant Wolf-Arthur Kalden aus Wanfried halten, dessen eigener Vater als Spätheimkehrer in Herleshausen angekommen ist. Von ihm liegen persönliche Aufzeichnungen vor.

Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem Mittagsimbiss.

Um 14 Uhr werden die beiden Spätheimkehrer Werner Minkenberg aus Bebra sowie Adolf Kemper aus Gersfeld/Rhön über ihre Erinnerungen berichten und für Fragen zur Verfügung stehen.

Frau Sibyl Knickenberg aus Münster, die als damals Elfjährige ihrem Vater, Dr. Ludwig Krabbe, am Bahnhof Herleshausen erstmals begegnete, wird aus der Perspektive einer Angehörigen ihre Eindrücke wiedergeben, die sie ihr Leben lang begleiten.

Erinnerungsstücke, Fotos Aufzeichnungen, Erinnerungs-Protokolle gesucht!

Die Veranstalter bitten diejenigen, die sich an die Ankunft der

Spätheimkehrerzüge erinnern können und persönliche Erinnerungsstücke,

Fotos oder Aufzeichnungen zuhause aufbewahren, freundlich, diese

mitzubringen.

Es wird eine freie Wand zur Verfügung stehen, an denen Dokumente, auch zu den Themen Grenzübergang und Bahnhofsgeschichte, für den Tag der Ausstellung angebracht werden können.


Veranstalterkontakt über:

GrenzBahnhof für Zeitgeschichte Herleshausen e.V.

Bahnhofstr. 34

37293 Herleshausen

E-mail: k.bayer@grenzbahnhof-fuer-zeitgeschichte.de

Alle Fotos wenn nicht anders in der BU vermerkt: TPD-Foto:Volker Dau
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Thorsten Ottofrickenstein aus Menden (Sauerland) | 02.10.2015 | 21:35  
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