Jens Lücking (Freie Bürger) verurteilt handgreiflichen Tumult bei der Jura-Vorlesung

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Jens Lücking, Fraktionsvorsitzender der Freien Bürger.
"Auch Antifaschisten bewegen sich nicht im rechtsfreien Raum", erregt sich Jens Lücking von den Freien Bürgern, und bezieht sich auf den Vorfall während einer Jura-Vorlesung im RUB-Hörsaal im "Bochumer Fenster".

Für den Fraktionsvorsitzenden habe die Art und Weise der öffentlichen Debatte über den Vorfall "eine Qualität erreicht, die ich nicht gutheißen kann". Und er meint damit, dass nun versucht werde, Reaktionen des Professors als Auslöser des Tumultes darzustellen und ihn als "Helfer des Rechtsradikalen abzustempeln".

Hintergrund: Eine linke Gruppe wollte darauf aufmerksam machen, dass unter den Erstsemestlern auch ein bekennender Neonazi war. Der Professor jedoch verbot die Aktion. Die Situation eskalierte, der Dozent wurde von der Gruppe körperlich angegriffen, ebenso Studenten. Nun ist ein heftiger Disput über Schuldfrage und Verursacher entbrannt.

"Wer rechte Gesinnung und Gewalt verurteilt, der kann nicht genau die gleichen Mittel einsetzen, wie die, gegen die sich die Aktion richtet", kritisiert Lücking scharf die Gewalttätigkeit der Gruppierung. Politische Auseinandersetzungen haben in einer Demokratie nichts mit Randale sondern mit kontroverser Diskussion zu tun, sagt er klar und verurteilt die Folgen der Wechselreden, die "offenbar in eine hässliche Nachspielphase münden".

Störungen von Vorlesungen seien seit den Endsechziger Jahren auch in Bochum nicht ungewöhnlich, weiß der Jurist Lücking, "aber in der Heftigkeit habe es das noch nie gegeben."
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9 Kommentare
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Christoph Nitsch aus Bochum | 06.12.2013 | 15:21  
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Bernhard Ternes aus Marl | 06.12.2013 | 18:06  
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Volker Dau aus Bochum | 07.12.2013 | 18:25  
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Christoph Nitsch aus Bochum | 07.12.2013 | 18:26  
15.389
Volker Dau aus Bochum | 07.12.2013 | 18:53  
3.912
Bernhard Ternes aus Marl | 07.12.2013 | 22:46  
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