Kants Wort und das Wort als solches...

Anzeige
Mit der Bewusstseins Entwicklung des Menschen entwickelte sich auch menschliche Sprache.
Sprache ist aber, laut Watzlawick, keine eindeutig festgelegte Angelegenheit und führt häufig zu Missverständnissen, gerade weil Menschen anders als Tiere ihren Verstand benutzen können und somit auch in der Lage sind, sich zu verstellen und zu lügen.
Die wiederholenden Wortrituale der Kirchen und Religionen, ähnlich wie im Faschismus oder auch in unserer "neuen Religion" des Profit, Wachstum, Werbung und Konsum suggerieren eine gewisse Form von Sicherheit und Geborgenheit - man kennt es und kennt sich darin aus - Doch mündig selbständig zu denken ist täglich neue Herausforderung!
Zu fragen und hinterfragen ermöglicht eine kreative Lebendigkeit des Lebens, gegen Stumpfheit und Faulheit.
Das Wort an sich ist bedingt - bedingt sich durch Fähigkeit und Möglichkeit, Gegebenheit und Verhältnis, Sender und Empfänger, es ist wie auch die Zeit lediglich ein menschliches Konstrukt, das völlig unterschiedlich gesprochen und wahrgenommen wird.
Von daher lässt das Wort der Bibel beim Johannesevangelium: "Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott..." womit Jesus gemeint war, auf kirchen - geschichtliches Machtstreben schließen, ein "Wort" uneingeschränkt dogmatisch zu glauben. In Religionen hat der Glaube Priorität, nicht ein Wissen. Wenn man etwas aber nicht weiß, muss man es annehmen und glauben und sich somit einreden man wüsste es. Die Religion, der Glauben schmälerte sich proportional zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Wie gesagt, ein Wort ist variabel, trifft oft nicht, und den Glauben auf ein Wort aufzubauen, zeigt die Manipulation kirchlich und politischer Machthaber und oft ein glaubendes Nicht-Denken.
Kant hatte sich sicherlich bemüht, generelle Wahrheiten zu finden, aber letztendlich GIBT es keine abgeschlossene definitive Wahrheit, da Leben immer ein Prozess ist und wir uns damit abfinden müssen.
Denkende Menschen in der Unsicherheit und Relativität aller Verhältnisse, der flexiblen Entwicklung von Wissenschaft, Technik und neuen Forschungen und auch der Sorge um Mensch und Welt sind gefordert, so wie Kant sagte, Verantwortung zu übernehmen und so zu handeln, dass ihr Handeln zum allgemeingültigen Gesetz werden könnte - Gesetz nicht im Sinne von manipulativer Entmündigung, sondern - mit klarem Verstand.
Wobei aber Transzendenz keine Frage von Dogmen und Gesetzen ist, da das "Wort" nur ein menschliches Konstrukt .....
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
3 Kommentare
1.775
Ingrid Dressel aus Bochum | 17.02.2016 | 09:00  
165
Paul Roland Vettermann aus Oberhausen | 21.02.2016 | 14:45  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.