Muslime und Christen: Gemeinsame Verantwortung für Flüchtlinge

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Bochumer Kirchen senden Grußwort an Muslime zum Fastenmonat Ramadan


In einem gemeinsamen Grußwort haben die evangelische und die katholische Kirche in Bochum den muslimischen Gläubigen einen segensreichen Ramadan gewünscht.

„Möge diese Zeit ein hoffnungsvolles Licht in unsere Welt werfen, die unter Krieg und Ungerechtigkeit leidet“, heißt es in dem Schreiben an die drei Bochumer Moschee-Gemeinden.

In ihrem Grußwort rufen die Kirchen Muslime und Christen in Deutschland auf, sich gemeinsam gegen Extremismus zu stellen und die Demokratie und das friedliche Zusammenleben zu stärken. „Gerade in einer Gesellschaft, in der viele Menschen der Religion gegenüber kritisch sind, ist es unsere Aufgabe, die menschenfreundlichen Werte unserer Religionen immer wieder neu ans Licht zu bringen“, heißt es in ihrer Grußbotschaft. „Diese Schätze der islamischen und christlichen Traditionen sollten in der religiösen Erziehung und im spirituellen Leben unserer Gemeinden, aber auch im Alltag sowie in der akademischen Lehre und Forschung deutlich werden.“

Die Kirchen weisen in ihrem Schreiben besonders auf die gemeinsame Verantwortung für die Flüchtlinge aus den Kriegs- und Krisenregionen hin. „Ihre Verletzungen können kaum heilen, wenn Rechtsextreme und Islamisten den gesellschaftlichen Zusammenhalt untergraben und sich die Konflikte aus den Heimatländern bis in die Flüchtlingsheime fortsetzen.“ Flüchtlinge hätten eine Chance, wieder Vertrauen zu gewinnen, „wenn wir als Muslime und Christen unsere Verbundenheit über die Religionsgrenzen hinweg in dieser Gesellschaft spürbar werden lassen“, schreiben die Kirchen in ihrem Grußwort zum Ramadan.

Unterzeichner des „Ramadan Mubarak“ („Gesegneter Ramadan“) überschriebenen Grußwortes sind für die Evangelische Kirche in Bochum Pfarrer Volker Rottman als derzeit stellvertretender Superintendent und Stadtdechant Michael Kemper für die katholische Kirche. „Lassen Sie uns die gute Nachbarschaft, die zwischen uns besteht, weiterpflegen und entfalten und gemeinsam Zeichen setzen gegen Gewalt, Intoleranz und Unfrieden“, heißt es in einem persönlichen Anschreiben der beiden Geistlichen.
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