Spaltung und Aufhetzung der Völker durch die Herrschenden führt zu Kriegen

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Die heutige Montagsdemo war erneut gut besucht. Das Thema "Droht ein neuer Weltkrieg durch die prekäre Lage in Syrien" löste eine interessante, vielseitige Debatte aus.

Nach der Begrüßung durch einen der Moderatoren und dem Singen der Eingangshymne begann die spannende Diskussion. "Trump hat wahrgemacht, was er angekündigt hat", hieß es in einer Wortmeldung, "er hat Raketen auf syrische Stellungen als Vergeltung gegen den vermutlichen Giftgasangriff in Duma geschossen. Dazu hatte er weder ein internationales Mandat noch ist überhaupt bewiesen, ob ein solcher Giftgaseinsatz stattgefunden hat. Sollte das der Fall sein, ist immer noch unklar, wer dafür verantwortlich war".

Der andere Moderator berichtete darauf von den Kriegslügen, mit denen ein bewaffneter Konflikt angezettelt wurde:

Wie historisch bekannt ist, löste ein angeblicher Überfall von Polen auf den deutschen Radiosender Gleiwitz den Zweiten Weltkrieg aus. Am 31. August 1939 gegen 20 Uhr laufen dort SS-Männer durch die Dunkelheit. Doch die Truppe besteht nicht aus Polen, sondern aus deutschen SS-Männern. Der Überfall ist eine Inszenierung: Es soll so aussehen, als sei das Großdeutsche Reich von Polen attackiert worden.Deutschland und die Welt sollen auf einen Krieg gegen Polen vorbereitet werden.


Anfang August 1964 kam es im Golf von Tonking zu einem folgenschweren Zwischenfall.  Nordvietnamesische Patrouillenboote beschossen den US-Zerstörer "Maddox". Längst sind sich Historiker einig, dass der Angriff auf die Maddox ein Bluff war – der Militärgeheimdienst NSA hatte Informationen gezinkt.Zwei Tage später flogen die Amerikaner erste Luftangriffe gegen Nordvietnam. Ein zweiter Zwischenfall – der, wie wir heute wissen, überhaupt nicht stattgefunden hat – führte in Washington zur berühmt-berüchtigten Tonking-Resolution, eine Ermächtigung zum Krieg, die, wie Johnson meinte, "wie Großmutters Nachthemd alles abdeckt": Der Kongress ermächtigte Johnson, "alle notwendigen Schritte zu unternehmen".


In einer weiteren Wortmeldung hieß es: "Die Völker sind grundsätzlich gegen einen Krieg.   Verkauft man einen Krieg als humanitäre Hilfe für ein unterdrücktes Volk, als Friedensmission, oder als Kampf gegen den Terror, so lässt sich der Großteil des Volkes umstimmen. Auch wenn der Krieg in Wahrheit ganz anderen Zwecken dient. Dadurch hetzt man ein Volk gegen ein anders auf. Spaltung ist auch hier ein Mittel zur Macht wie bei Beschäftigten gegen Erwerbslose, Hartz IV - Empfänger gegen Flüchtlinge. Diese Kriegstreiberei  bzw. Spaltung werden wir nicht hinnehmen. Nur eine Friedensbewegung, die ständig wächst, kann diesen Terror, angezettelt durch das internationale Finanzkapital (Waffenkonzerne usw.) noch aufhalten. Darum sind wir heute hier auf der Straße".

Eine Rednerin berichtete von einem Streik in der Schuhindustrie in Serbien, an dem zahlreiche Frauen teilnahmen. Sie forderte die Montagsdemo auf, eine Resolution für die Streikenden zu verabschieden, was einstimmig angenommen wurde.

Zum Abschluss der Kundgebung meldete sich ein Marokkaner, der schon einige Zeit in Deutschland lebt: "Man kann uns zwar töten, foltern und entrechten, aber unsere Stimme wird  für die Freiheit niemals verstummen".

Mit der Abschlusshymne endete die Kundgebung.

Ulrich Achenbach
Moderator
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