Theater im früheren Stasi-Gefängnis: „Krokodil im Nacken“ nach Roman von Klaus Kordon

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Berlin: Gedenkstätte Hohenschönhausen |

Theater im früheren Stasi-Gefängnis: „Krokodil im Nacken“ nach Roman von Klaus Kordon

Der Roman „Krokodil im Nacken“ des bekannten Jugendbuchautoren Klaus Kordon hat am Donnerstag (21.05., 19 Uhr) in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen als Theaterstück Premiere.

Die Inszenierung ist eine Kooperation der Drehbühne Berlin und der Gedenkstätte im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis. Das Stück basiert auf dem autobiographischen Roman von Klaus Kordon, der 2003 den Deutschen Jugendliteraturpreis erhalten hat. Der Schriftsteller war von September 1972 bis März 1973 wegen Fluchtversuchs im Stasi-Untersuchungsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen in Haft.


Die Umsetzung durch das Theater Drehbühne Berlin schafft tiefe Einblicke in die Methoden der Staatssicherheit und die unmenschlichen Haftbedingungen in Berlin-Hohenschönhausen.

Die Hauptfigur Manfred Lenz wird 1972 mit seiner Frau Hannah und den beiden Kindern bei der Republikflucht gefasst. Es folgen Einzelhaft, Schikanen und endlose Verhöre durch den Staatssicherheitsdienst. Während Lenz sein Leben vor seinem inneren Auge vorbeiziehen lässt, nehmen seine Gedanken und Erinnerungen Gestalt an.


Gegenstände in seiner kargen Zelle beginnen zu sprechen.

Zwischen den endlosen Vernehmungen entspinnt sich ein tragikomischer Dialog des Hauptdarstellers mit den Figuren aus seiner Vergangenheit – angefangen bei seiner Kindheit im Nachkriegs-Berlin der 40er Jahre über die Zeit des Mauerbaus bis hin zu den Frustrationen und Kuriositäten des Alltags in der DDR.
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