Zerstörung der Natur ist Hauptursache für die Klimaerwärmung

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Wegen des Starkregens kamen nur wenig Teilnehmer zur Montagsdemo und die Kundgebung war entsprechend kurz.

Einer der Moderatoren kündigte das Schwerpunkthema "Weltklimagipfel" an: "Am vergangenen Sonntag begannen die Verhandlungen zu einem weltweiten Klimaschutzabkommen in Paris. Obwohl einige Länder Vorschläge für eine Reduzierung der Erderwärmung unter 3 Grad hatten, wurde kein Konsens für ein weltweites nachhaltiges Klimaschutzabkommen erreicht. Wir rechnen auch in den kommenden Verhandlungstagen nicht damit, denn die Hauptursache für den Klimawandel sind großflächige Abholzungen von Primärwäldern (Dschungel) zugunsten von Monokulturen (Palmölplantagen usw.) und das Festhalten an fossilen Energien sowie der Eingriff in das Ökosystem wie Fracking usw. Darüber soll heute diskutiert werden, welche Meinung habt ihr?"

Ein Redner erklärte: "In Paris sitzen überwiegend Vertreter der internationalen Konzerne zusammen, die für die Umweltzerstörung verantwortlich sind wie z.B. die Romero-Gruppe in Peru (Palmölplantagen) bzw. Lobbyisten der einzelnen Regierungen für diese Konzerne. Es geht zwar um die Begrenzung von klimaschädlichen Abgasen wie Co2, jedoch dürfen diese Umweltschutzmaßnahmen nicht die Gewinne dieser Unternehmen schmälern. Erneuerbare Energien spielen hauptsächlich nur dann eine Rolle, wenn sich auch hiermit viel Geld verdienen lässt".

"Gegen den Weltklimagipfel hat es bereits mehrere große Demonstrationen gegeben. Den zahlenmäßig größten Protest in Australien gab es heute in Sydney, wo mehr als 45.000 Menschen für ein stärkeres Engagement in dem Bereich demonstrierten, aber auch in Berlin gingen über 15.000 Menschen auf die Straße", hieß es in einer weiteren Wortmeldung, "in Frankreich wird jedoch der Ausnahmezustand wegen der Terrorgefahr vorgeschoben, um alle Demonstrationen landesweit zu verbieten. Trotzdem wird sich die geplante Protestaktion in Paris am 12.12.15 nicht aufhalten lassen. Die französische Regierung hat bewusst den Ausnahmezustand auf drei Monate erweitert, um das Versammlungsrecht in der Öffentlichkeit auszuhebeln".

"In Paris haben viele Menschen bereits auf eine andere Art und Weise protestiert: 'Wenn wir nicht auf die Straße gehen dürfen, tun das unsere Schuhe für uns'. Zig Paare Schuhe standen auf dem Place de la République in Paris", berichtete ein weiterer Redner.

"Eine Umweltvergiftung gigantischen Ausmaßes hat es in Brasilien gegeben", lautete ein weiterer Redebeitrag, "Es ist die größte Bergbaukatastrophe in der Geschichte Brasiliens, vielleicht sogar die größte ökologische Katastrophe des Landes: Vor knapp zwei Wochen brachen die Mauern zweier Abraumbecken der Erzmine Samarco in Mariana (Bundesstaat Minas Gerais). Das Dorf Bento Rodrigues wurde überflutet, tausende von Hektar fruchtbaren Bodens unter 60 Millionen Kubikmetern Schwermetallschlamm begraben und viele Menschen kamen ums Leben. Mit dem Rio Doce fließt nun die Gift-Flut Richtung Atlantik, über 500 Kilometer Flusslauf werden verseucht. Eine ganze Region ist von der Wasserversorgung abgeschnitten, Hunderttausende werden mit Tanklastwagen versorgt – betroffen sind aber noch viel mehr Menschen. Zwar ist der Verursacher von der Regierung zu Schadensersatz in Milliarden Euros verklagt worden, es ist jedoch nicht sicher, ob dieser Umweltverbrecher Samarco diese Strafe überhaupt zahlen muss und die Mine sofort stillgelegt wird".

Alle Montagsdemonstranten unterstützten die weltweiten Proteste gegen den heuchlerischen "Klimagipfel". Einige Montagsdemonstranten werden sogar am 12.12.15 nach Paris fahren, um zusammen mit den Franzosen gegen die Umweltzerstörung zu protestieren.

Die Kundgebung endete danach wegen des sehr nassen Wetters ohne die Abschlusshymne. Am nächsten Montag setzt sich die Diskussion um die Umweltzerstörung im Zusammenhang mit dem internationalen Umwelttag fort.

Ulrich Achenbach
Moderator
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