Zur Zukunft von Bochum – Donezk Evangelische Stadtakademie lädt zum Vortrag mit Generalkonsul aus Donezk ein

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In der Klinik für leukämiekranke Kinder wurden mit Spenden aus Bochum unter anderem die Fenster erneuert. (Foto: Petra Vesper)
 
Rebecca Harms, Mitglied der Grünen im Europäischen Parlament, ist am kommenden Donnerstag zu Gast in Bochum, um über die Ukraine zu referieren.Rebecca Harms, Mitglied der Grünen im Europäischen Parlament, ist am kommenden Donnerstag zu Gast in Bochum, um über die Ukraine zu referieren. (Foto: Olczyk)

Informationen aus erster Hand verspricht die Evangelische Stadtakademie, wenn am Dienstag, 10. Februar, der Generalkonsul aus Donezk, Dr. Detlev Wolter, aus der umkämpften ostukrainischen Partnerstadt Bochums berichtet.

In Gegenwart von Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz spricht Wolter um 19.30 Uhr im Haus der Kirche am Westring 26c über das Thema „Bochum-Donezk. Die Zukunft der Städtepartnerschaft und der Partnerschaftsarbeit.“ Ergänzt wird der Vortrag durch Kurzberichte der Bochumer Partnerschaftsorganisationen.
Seit über 20 Jahren organisiert die Gesellschaft Bochum-Donezk e.V. Hilfen für leukämiekranke Kinder in Donezk und leistet Unterstützung für ehemalige Zwangsarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Donezker Sozialfond. Außerdem ist die Gesellschaft tätig im Projekt „Essen auf Rädern in Donezk“ sowie für an Diabetes erkrankte Kinder und engagiert sich im Schüler- und Studierendenaustausch.
1994 gründeten deutschstämmige Christen eine deutsche Evangelisch-lutherische Gemeinde in Donezk. Zum Aufbau der Gemeindearbeit schickten sie einen Hilferuf an den Evangelischen Kirchenkreis Bochum. Die Aufbauarbeit leistete der damals gerade pensionierte Pfarrer Manfred Schmidt. 2001 erhielt die Deutsche Gemeinde eigene Räume in einem ehemaligen Kindergarten. Dieses kirchliche Zentrum bekam den Namen „Bochumer Haus“. Um staatliche Gelder für die Einrichtung des „Bochumer Hauses“ und Fördergelder für den Aufbau und Betrieb einer Sozialstation in Donezk zu erhalten, wurde der „Freundeskreis Bochum-Donezk e. V.“ im Evangelischen Kirchenkreis Bochum ins Leben gerufen.
Der Sachausschuss Donezk im Stadtkatholikenrat Bochum-Wattenscheid begleitet seit Jahren die Arbeit der St. Josephsgemeinde in Donezk. Caritative und pastorale Hilfen, Unterstützung der Jugendarbeit der Gemeinde und Ausstattung der neuen Kirche mit Orgel und Bänken aus der Bochumer Marienkirche sind nur einige Schlaglichter. Anregungen zur Gebetsbrücke und Friedensgottesdiensten zu Donezk gingen von hier aus.
Der Referent Generalkonsul Dr. Wolter ist Jurist und promovierte über „Rüstungskontrolle und Völkerrecht“, war Botschaftsrat bei den Vereinten Nationen in New York, in verschiedenen Botschaften international tätig, bis Juli 2013 unter anderem Direktor für Konventionelle Rüstungskontrolle beim Auswärtigen Amt. Seit August 2013 ist er Generalkonsul in Donezk.
Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Spende zu Gunsten von Hilfsmaßnahmen für die Menschen in Donezk gebeten.
Eine Veranstaltung der Evangelischen Stadtakademie in Kooperation mit der Gesellschaft Bochum-Donezk e.V., dem Freundeskreis Bochum-Donezk e.V. und dem Sachausschuss Donezk im Stadtkatholikenrat Bochum und Wattenscheid.

Grüne laden ins Riff - mit Rebecca Harms


Auch die Grünen beschäftigen sich in der kommenden Woche mit dem Konflikt in der Ukraine und laden am Donnerstag, 12. Februar, zu einer Diskussionsveranstaltung ins Riff, Konrad Adenauer-Platz 3-5.
Wie ist die Situation in der Ostukraine, wie soll sich die EU und Deutschland verhalten, sollen die Sanktionen gegenüber Russland zurückgenommen, beibehalten und verstärkt werden?
Über diese Fragen diskutieren die Grünen-Fraktionschefin im Europaparlament, Rebecca Harms und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Frithjof Schmidt, miteinander und mit dem Publikum.
Rebecca Harms ist die Fraktionsvorsitzende der Fraktion Grüne/EFA. In dieser Fraktion im Europaparlament, stellen die deutschen Grünen die größte nationale Gruppe. Rebecca Harms hat ihre erste Reise in die Ukraine im Jahre 1988 gemacht. Damals schickte sie der Schriftstellerverband der Sowjetunion in das Sperrgebiet von Tschernobyl. Danach besuchte sie immer wieder.die Ukraine. Seit dem Beginn des Euromaidan im November 2013 war sie fast Monat für Monat dort und verfasst regelmäßig Reiseberichte.
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