Zwischen Angst, Wut und Mitgefühl

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Die Ausstellung „Persische Architektur und Landschaft“ des iranischen Fotokünstlers Ahmad Salehi zeigt derzeit die Evangelische Stadtakademie im Haus der Kirche am Westring 26c.

Das neue Halbjahresprogramm der Evangelischen Stadtakademie


Das Thema Angst beherrscht in den kommenden Monaten das neue Halbjahresprogramm der Evangelischen Stadtakademie. „Wir gehen mit mehreren Vorträgen, Veranstaltungen, einem Tagesseminar und mit dem FilmForum auf dieses existentiell menschliche Grundgefühl ein, das durch Terroranschläge und politische Verwerfungen in der letzten Zeit massiv verstärkt worden ist“, sagte der Leiter der Evangelischen Stadtakademie, Pfarrer Arno Lohmann, bei der Vorstellung des Programms.


Zum Auftakt der sechsteiligen Reihe hat bereits am vergangenen Dienstag der Aachener Erziehungswissenschaftler Professor Dr. Norbert Frieters-Reermann einen Vortrag zum Thema „Migration und Flucht als Herausforderung für die Stadtgesellschaft“. Weitere Veranstaltungen beschäftigen sich u.a. mit der Rolle der Emotionen in der „Flüchtlingskrise“ („Zwischen Angst, Wut und Mitgefühl“) und den Ereignissen in der Kölner Silvesternacht. „Wir bieten keine Angstvermeidungsstrategien an, wohl aber einen kritischen und differenzierenden Blick, damit nicht diffuse Ängste zur Gestaltungskraft gesellschaftspolitischer und privater Wirklichkeiten werden - mit verheerenden Folgen für unser Zusammenleben“, beschreibt Lohmann die Reihe.

Den weitenden Blick bietet auch die Fotoausstellung „Persische Architektur und Landschaft“. Der in Deutschland lebende iranische Fotokünstler Ahmad Salehi präsentiert im Haus der Kirche am Westring 26c seine Aufnahmen aus dem Iran.
Weitere Themenschwerpunkte der rund 40 Vorträge und Seminare, Lesungen, Theateraufführungen, Ausstellungen, Workshops und Studienreisen sind im zweiten Halbjahr u.a. historische und aktuelle Konflikte im Horizont von Krieg und Frieden. So wird am 13. September die Reihe „100 Jahre Erster Weltkrieg“ mit einem Vortrag des renommierten Historikers Professor Jürgen Reulecke über die „Jugend vor Verdun“ fortgesetzt.

„Mit einem Vortrag über die Zukunft des Nordbahnhofs ist auch wieder ein Bochumer Thema im neuen Programm vertreten“, freut sich Akademieleiter Lohmann, der sich gemeinsam mit einem breiten Bündnis für den Erhalt des historischen Nordbahnhofs mit einem Gedenkort für die Opfer der Shoa einsetzt.

Zum Ende des Jahres blickt Professor Dieter Kreimeier auf die neuen technischen Möglichkeiten in der Arbeitswelt, die unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ zusammengefasst werden. Der Vortrag bildet den Auftakt einer neuen Reihe, die sich im kommenden Jahr mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen wird. Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen stehen auch im Mittelpunkt eines Vortrages, mit dem die westfälische Präses Annette Kurschus am 13. Dezember den Schlusspunkt des aktuellen Halbjahresprogramms setzt.

„Die Evangelische Stadtakademie Bochum bleibt auch mit diesem Programm ein für Alle offenes Forum zur Auseinandersetzung mit den aktuellen Themen unserer Zeit und in unserer Stadt“, betont Lohmann und hofft, dass das steigende Interesse an den Veranstaltungen der Stadtakademie anhält. Im zurückliegenden Halbjahr kamen rund 3.000 Besucher zu den Veranstaltungen und Vorträgen der ältesten evangelischen Stadtakademie in Deutschland.

Das gesamte Programm der Evangelischen Stadtakademie ist im Internet unter www.stadtakademie.dezu verfolgen. Das Programmheft liegt aus in den Bürgerbüros, in Buchhandlungen und Kirchengemeinden. Es kann auch per Mail angefordert werden unter: office(at)stadtakademie.de.
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