Bunter Kreis Bochum setzt sich für Frühchen ein

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Der kleine Emil hatte zu Beginn seines Lebens Probleme mit seiner Kopfhaltung. Dank der intensiven Betreuung durch die Universitäts-Kinderklinik (komm. Direktor: Prof. med. Thomas Lücke) und die Mitarbeiter des Bunten Kreises wurde dies frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt. (Foto: Molatta)
 
„Bei der Interaktion zwischen Eltern und Neugeborenem sollen Ängste abgebaut werden.“ Dr. med. Almut Weitkämper, Neonatologin am Katholischen Klinikum (Foto: Molatta)

„Emil kam am 2. August 2014 per Notkaiserschnitt im St. Elisabeth-Hospital zur Welt. So früh hatten wir nicht mit ihm gerechnet, denn erst die 29. Schwangerschaftswoche neigte sich dem Ende zu“, erinnern sich die Eltern Annika und Michael Spitzer an die Geburt ihres Sohnes zurück.

Auch wenn der Start ins Leben für Frühchen oft steinig ist, gibt es mittlerweile Versorgungsmöglichkeiten, die Eltern und Kind den Weg in die Normalität ebnen.
Die Neonatologie unter Leitung von Dr. med. Norbert Teig an der Universitäts-Kinderklinik Bochum, die 1997 vom St. Josef-Hospital in das St. Elisabeth-Hospital verlegt wurde, ist auf die Früh- und Neugeborenenbetreuung spezialisiert. „Um Transporte zu vermeiden und die bestmögliche Versorgung zu garantieren, ist die Neonatologie genauso wie die Geburtshilfe und Gynäkologie des St. Elisabeth-Hospitals in einem Haus zu finden. Als Perinatalzentrum LEVEL 1 sind wir so ausgestattet, dass wir Frühgeborene ab der 24. Lebenswoche optimal versorgen können“, erklärt Neonatologin Dr. med. Almut Weitkämper.
Besonderen Wert legen die Ärzte und Schwestern der Intensivstation für Frühgeborene auf ein enges Zusammenspiel mit den Eltern: „Bei uns sind Eltern ausdrücklich erwünscht. Beim ,Känguruhen´ kann die kleine Familie zusammenwachsen. Außerdem legen wir Wert darauf, dass bei der Interaktion zwischen Eltern und Kind Ängste abgebaut werden“, so Weitkämper.
Werden die Kinder nach Hause entlassen, gibt es oftmals dennoch Unsicherheiten im Umgang mit dem neuen Familienmitglied. Um Eltern mit den Problemen im Alltag nicht allein zu lassen, wurde der „Bunte Kreis“ ins Leben gerufen. Als sozialmedizinische Nachsorge-Einrichtung unterstützt er Familien mit frühgeborenen, chronisch oder schwerkranken Kindern nach einem stationären Aufenthalt und leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Seit 2010 besuchen die Nachsorgemitarbeiterinnen der Kinderklinik die Familien zu Hause und betreuen 60 bis 70 Kinder und deren Eltern im Jahr. Eine von ihnen ist Nicole Martin: „In der Regel werden 20 Stunden für die Betreuung und Versorgung vor Ort von der Krankenkasse genehmigt. Die Zeiten können die Familien ganz individuell mit uns abstimmen. Am Anfang setzen wir die Termine engmaschiger, um beispielsweise den Umgang mit Sauerstoffversorgung oder Magensonde des Frühgeborenen zu begleiten.“
Oft reichen die verordneten Stunden durch die Krankenkasse nicht aus, um den individuellen Bedarf der Familien abzudecken. So wird ein eventueller Mehrbedarf der Familien durch Spenden finanziert.
Das interdisziplinäre Team des Bunten Kreises setzt sich aktuell aus vier Kinderkrankenschwestern, einer Sozialarbeiterin und Kinderärztin Almut Weitkämper zusammen.
Neben den praktischen Hilfestellungen im Alltag der jungen Familien geben die Mitarbeiter des Bunten Kreises auch einen Überblick über verschiedene Angebote innerhalb Bochums –wie beispielsweise die zusätzliche Unterstützung durch die Frühförderstelle. „Für uns war es toll, dass uns jemand zur Seite stand, der uns hilfreiche Tipps gegeben hat und uns in der ersten Zeit unterstützend zur Seite stand“, freut sich Michael Spitzer über das Angebot des Bunten Kreises.
Der kleine Emil hat sich in den letzten Monaten gut entwickelt und die Eltern blicken schon mit Vorfreude auf den ersten Geburtstag ihres Nachwuchses.
Ein fester Bestandteil bleiben die regelmäßigen Nachsorgetermine in der Kinderklinik. Diese nimmt Familie Spitzer gerne wahr, da sie die persönliche Betreuung des Katholischen Klinikums sehr schätzt.

Der Bunte Kreis

Der Bunte Kreis Bochum unterstützt und hilft betroffenen Familien bei allen Fragen und Problemen, die im Alltag auftauchen. Dazu zählen der umgang mit dem Kind und seine Pflege, Begleitung zu Ärzten und Therapeuten, Information über Leistungen der öffentlichen Hand, Unterstützung bei Antragstellung für öffentliche Leistungen, Kontaktaufnahme zu Selbsthilfegruppen sowie die Koordination und Vermittlung anderer Dienste, z.B. Frühförderstelle, Physiotherapie, Pflegedienst.

Der Bunte Kreis verfügt über ein interdisziplinäres Team, bestehend aus Kinderärzten, Kinderkrankenschwestern und Sozialarbeiterinnen.

Spendenkonto: Commerzbank Bochum, IBAN: DE 03 4304 0036 0388 5050 08, Empfänger: St. Josef- u. St. Elisabeth-Hospital gGmbH, Verwendungszweck: Spende Bunter Kreis.

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