Der Zander ist los: Wir starten in die Zandersaison

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Den Zander im November überlisten. Mit den passenden Ködern klappt es gut.
Raubfische sind wieder aktiv auf Beutezug. Der November ist auch in diesem Jahr ein kalter und bedeckter Monat. Top Bedingungen für den sonst lichtscheuen Zander, der jetzt noch aktiver auf Beutezug geht, um sich einen Winterdepot anzufressen. Für mich und einen Angelkollegen heißt das: Perfekte Zeiten, um die Rute auszuwerfen. Wie unsere Ausrüstung aussieht, mit welchen Ködern wir den Räuber überlisten wollen und wie vielversprechend der Erfolg war, erzähle ich euch im folgenden Artikel.




Ein vorsichtiger und lichtscheuer Raubfisch

Er lauert in der Tiefe und in der Nacht. Es ist bekannt, dass der Zander ein sehr lichtscheuer Fisch ist. In den Sommermonaten ist er oft in den Tiefen anzutreffen und kommt nur bei Nacht an die Wasseroberfläche. Ganz anders ist es im Herbst und Winter. Da schwimmt der Hechtbarsch, wenn es bedeckt ist, auch am Tag in die Nähe der Wasseroberfläche. Gute Chancen für uns, um den Zander an den Haken zu locken. Dafür sollte man wissen, was der Zander frisst, wie die aktuelle Situation bezüglich seines Stoffwechsels ist und dementsprechend sich sein Fressverhalten ändert. Dazu ein paar Fakten:

  • Der Zander ernährt sich von Kleinfischen und Fischbrut.
  • Er ist ein Einzelgänger.
  • Ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Fisch.
  • Gehört zu der Familie Echte Barsche und nicht, wie vermutet, zu den Hechten
Unter Berücksichtigung dieser Fakten wissen wir nun, welchen Köder wir verwenden, wann und wo wir die Rute auswerfen.

Attraktive Beute für den Zander

Wie bereit beschrieben ist der Zander ein gefräßiger Räuber, der sich von Jungfischen und Fischbrut ernährt. Passend dazu sollten die Köder ausgewählt werden. Wir haben uns zum einen für Fischfilets entschieden, zum anderen testen wir auch spezielle Kunstköder für Zander. Um den kräftigen Drill eines ausgewachsenen Zanders zu bewältigen ist eine stabile Angelrute notwendig. Wir haben uns für eine stabile 2,70m Spinnrute mit einem Wurfgewicht von 20-80g entschieden. Passend dazu haben wir eine mittlere Spinnrolle, wo wir die 0,10-0,20mm geflochtene Schnur aufspulen. Als Vorfach nehmen wir das Stahlvorfach, um auch große Exemplare am Haken zu behalten. Der Haken ist ein 4-6er Drilling. Neben dem Equipment für den Zanderfang haben wir uns auch passend zum Wetter eingekleidet, sowie das nötige Angelzubehör eingepackt. Auch unseren Angelschein haben wir immer dabei.

Jetzt heißt es:
Ran an den Zander. Dazu müssen wir den Köder an die richtige Stelle bringen. Ideal sind bedeckte Tage, wo der Zander auch mal in die Nähe des Ufers oder generell in die Nähe der Wasseroberfläche schwimmt. Wenn dann noch Deckungsmöglichkeiten vorhanden sind, sind die Chancen auf einen Biss groß. Das Wasser ist relativ klar, wobei es auch trübe Stellen gibt. Deswegen haben wir uns zum einen für bunte Köder entschieden, zum anderen für Kunstköder in natürlicher Färbung. Beide wurden getestet - die bunten kamen besser an. Die Fischfilets wurden ebenfalls getestet. Hier spricht der natürliche Duft für sich, der den Zander an den Haken lockt.

Unsere Top 5 Tipps zum Zanderangeln

  1. Mehrere Stellen abfischen: Herbst bedeutet, dass Raubfische, wie der Zander, noch aktiver auf Beutezug gehen. Sie müssen sich ein Winterdepot anfressen, aber die Fischschwärme werden immer weniger. Der Zander wird aggressiver und schwimmt verschiedene Stellen ab.
  2.  Mit Düften anlocken: Neben der Farbe und der Größe des Kunstköders, ist auch der Duft ein wesentlicher Punkt, einen Zander an den Haken zu locken. Sogenannte Flavours bekommt man zum kleinen Preis im Fachhandel.
  3.  Verschiedene Methoden testen: Auch eine gute Angelmethode, um aktive Räuber an den Haken zu locken, ist das Schleppangeln. Euer Vorteil: Ihr fischt in kürzester Zeit eine große Fläche ab. Die Chancen auf einen aggressiven und hungrigen Zander sind groß.
  4. Nicht endmutigen lassen: Es gibt Stunden, an den man denkt, dass selbst der beste Köder keinen Erfolg bringt. Da heißt es: Angelplatz wechseln, Köder wechseln, Köderführung optimieren.
  5.  Bedeckte Tage ausnutzen: Der November hat viele Stunden, an denen die Sonne von Wolken bedeckt ist. Besonders in den Morgenstunden und auch mal zum Abend hin. Wenn dann die Rute mit dem passenden Köder ausgeworfen wird, sind die Chancen groß, dass ein Zander anbeißt.

Kurz und knapp: Auch der beste Angler geht mal ohne Zander nachhause. Aber auch einem Anglerjüngling ist es schon gelungen innerhalb weniger Minuten einen Zander an den Haken zu bekommen.

  • Wir hatten relativ gute Fänge: Viel Barsch, zwei Zander (mittelgroß) und einen kleinen Hecht.

Fazit

Das Angeln im Herbst, insbesondere im November, bietet viele gute Möglichkeiten, einen Zander zu landen. Denn dieser bereitet sich auf den Winter vor, frisst sich einen Vorrat an, findet aber immer weniger Beute. Wer jetzt einen Köder auswirft, hat gute Chancen. Dabei sollte der Köder auffallend sein und im besten Fall noch duften. Dadurch wird die Aufmerksamkeit von Raubfischen gelockt, sodass auch mal ein Barsch oder sogar ein kleiner Hecht an den Haken geht. Wichtig ist, verschiedene Angelplätze zu testen und sich nicht endmutigen zu lassen.
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