Einbruchsprävention - "Wir sind die "SeSiBe" - wir kümmern uns!"

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Wolfgang Steiner (Foto: Polizei Bochum)
 
(Foto: Polizei Bochum)

Vor einigen Monaten wurden die Bochumer, Herner und Wittener Seniorensicherheitsberater (SeSiBe) intensiv ausgebildet - bei der Polizei, der Feuerwehr, den Verbraucherzentralen, dem ÖPNV, der Stadt sowie bei verschiedenen Hilfsdiensten. Die Seniorinnen und Senioren sind ein Bindeglied zwischen der Polizei, der Stadt Bochum, dem Bürger und vermitteln Hilfe sowie Angebote. Dabei arbeiten sie mit Anbindung an die ausbildenden Stellen selbständig, ehrenamtlich und sorgen dafür, dass sich die ebenfalls älteren Generationen in Bochum, Herne und Witten sicherer fühlen können.

Ein tolles Stück Arbeit und Hilfe! Doch wer engagiert sich als "SeSiBe" in Bochum, Herne und Witten? An dieser Stelle stellt die Polizei drei Mitbürger vor, die auch nach einem anstrengenden Arbeitsleben, nicht etwa nur ihren Ruhestand genießen - sondern sich um ihre Mitmenschen kümmern und helfen, wo mit Rat und Tat angepackt und geholfen werden kann. Dabei legen die Berater einen Schwerpunkt auf die Einbruchsprävention.

44 Jahre im Polizeidienst

Das sieht auch Wolfgang Steiner (62) der auf 44 Jahre im Polizeidienst zurückblickt, ähnlich: "Während meiner Tätigkeit als Polizist habe ich so ziemlich alle Facetten des Lebens kennengelernt ... und mehr als nur Grundkenntnisse für Sicherheit erworben." Nach der Versetzung in den Ruhestand, erfuhr der 62-Jährige, dass das Polizeipräsidium Bochum für den Bereich Bochum-Nord Seniorensicherheitsberater suchte. "Von daher war der Schritt zu dieser nunmehr ehrenamtlichen Tätigkeit nicht groß. Ich denke, dass ich einen großen Teil meiner Erfahrungen weitergeben und somit zur Sicherheit und Geborgenheit im eigenen Heim oder Wohnung beitragen kann. Hemmschwellen und möglicherweise belastende Vorfälle aus der Vergangenheit, lassen gerade ältere Menschen im Alltag unsicher wirken und ins Visier von Kriminellen geraten. Diesem gilt es entgegenzuwirken - hierzu möchte ich durch Aufklärung beitragen."

Die Sensibilisierung des Einzelnen zählt für Wolfgang Steiner: "Der beste Einbruchschutz ist der aufmerksame Nachbar!" Zudem führen ein sicherheitsbewusstes Verhalten und solide mechanische Sicherungstechnik von Fenstern und Türen häufig dazu, dass Täter ihre Einbrüche frühzeitig abbrechen. Aber in jedem Fall: "Aufmerksam sein, Wohnung sichern, die Polizei benachrichtigen!"

Hilfestellung auf der technischen Seite

Die benötigte Hilfestellung auf der technischen Seite, leistet Jürgen Grabowski (72), seines Zeichens Seniorensicherheitsberater in Herne und Wanne-Eickel. Hierfür unterrichtet er ältere Menschen in der Anwendung von Computern und Internet. "Um Hilfe zur Selbsthilfe für ältere Menschen zu ermöglichen, bin ich Berater geworden. Ich möchte die technischen Möglichkeiten der einschlägigen Sicherheitsdienste aufzeigen!" Dazu hat der Herner gleich zwei Büros mit "Know-How" geschaffen, einmal in der Seniorenbegegnungsstätte "Flora-Marzina" in Wanne und zum anderen bei der gemeinnützigen Wohnstättengenossenschaft Herne/Wanne-Eickel.

Hohes Sicherheitsbedürfnis

Eine Frau, der die älteren Mitbürger/innen in Witten vertrauen, ist Astrid Meyer (60). Die ehemalige OP-Krankenschwester wurde durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit beim Arbeiter-Samariter-Bund auf das hohe Sicherheitsbedürfnis von älteren Mitbürgern aufmerksam. Oft wurde sie gefragt: "Wie kann ich mich vor einem Einbruch schützen?". Im Januar 2012 wurde Astrid Meyer dann durch einen Zeitungsartikel auf die Sicherheitsberater der Polizei aufmerksam.

"Das war die Gelegenheit, mich in Sachen "Sicherheit" schulen zu lassen." Mit Erfolg - denn nun ist Frau Meyer in Witten als Beraterin unterwegs. "Die allgemeinen Informationen zum Beispiel durch die Medien, kommen oft bei den älteren Menschen nicht an. In einem persönlichen Gespräch kann ich nun die Informationen und Tipps vermitteln und aufklären. Bei regelmäßigen Treffen mit der Polizei werden wir über die neuesten Tricks aufgeklärt und können diese Informationen direkt an unsere Mitbürger/innen weitergeben." Astrid Meyer rät zum Beispiel, Türen auf Klingeln nicht einfach gedankenlos zu öffnen, sondern zunächst den Türspion oder die Türspaltsperre zu nutzen. Für einen zusätzlichen Schutz vor einem Wohnungseinbruch, erklärt die Wittenerin: "Verschließen Sie Fenster-, Balkon- und Terrassentüren - auch bei kurzer Abwesenheit. Schließen Sie die Wohnungstür zweimal ab, wenn Sie die Wohnung verlassen und ziehen Sie die Tür nicht einfach nur zu!"

Bei soviel Engagement bleibt abschließend nur zu sagen: "Einbruchschutz geht uns alle an! Scheuen Sie sich nicht, ihre Berater in Bochum, Herne und Witten zu besuchen oder anzusprechen."
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