Geheimnisse der Menschheit – von Spiritualität, Aberglaube und Mystik

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Ob schwarze Katze, vierblättriges Kleeblatt oder das Hufeisen über der Tür – der Mensch ist empfänglich für die verschiedensten Formen von Aberglauben. Aber wieso neigen wir dazu, in bestimmten Situationen auf das Übernatürliche zu vertrauen, woher kommt der Hang zum Übersinnlichen und wie zeigen sich Mystik und Magie sonst noch in der modernen Welt und im Alltag?

Warum glaubt der Mensch an Mystisches und Magisches?


Aberglaube begleitet den Menschen in nahezu allen Bereichen seines Lebens, in jeder Kultur und in jedem Zeitalter. Wie genau sich der Aberglaube dabei definiert, ist jedoch sehr individuell und durch den Standpunkt des Betrachters bestimmt. Generell verbirgt sich dahinter der Wunsch, Unbekanntes oder Bedrohliches besser zu verstehen, einer Situation ihren Schrecken zu nehmen und sie bestenfalls in etwas Positives umzuwandeln. Zu finden sind abergläubische Vorstellungen fast überall – zum Beispiel in Form von Unglück bringende Symbolen über Spruchformeln und dem Lesen von Horoskopen bis hin zu ganz persönlichen Glücksbringern.

Was ist Aberglaube?


Erstmals wird der Begriff Aberglaube in Zusammenhang mit dem Christentum im späten Mittelalter genannt. Damals beschrieb er Abweichungen vom christlichen Glauben und wurde daher auch als Widerglaube bezeichnet. Gemeint waren damit zum Beispiel Heiden, die ihre alten Bräuche immer noch weiter ausübten und sich dabei auf Zauber, Amulette oder Naturgeister verließen. Sie stellten eine Bedrohung der christlichen Kirche dar, denn sie konnten die Bevölkerung negativ beeinflussen und vom „echten“ Glauben abbringen. Da die Reformation zu diesem Zeitpunkt im vollen Gange war, versuchte die christliche Kirche alles, um derartige Glaubensabspaltungen zu verhindern. Eines der bekanntesten Resultate: Die Hexenverfolgung, bei der Männer und Frauen, die alte Riten und Bräuche ausführten, nicht selten mit dem Tod bestraft wurden. Im weltlichen Bereich wird Aberglaube oft auch als eine Art Regelwissen bezeichnen, das sich nicht beweisen lässt. Gleichzeitig wird mechanischen Dingen so aber auch eine soziale Struktur gegeben. Aus einem Wetterphänomen wird also beispielsweise die Arbeit eines Naturgeistes. Aber auch die falsche Verknüpfung von Ursache und Wirkung kann dafür sorgen, dass ein Aberglaube entsteht.

Bekannte und häufige Bereiche des Aberglaubens


Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass einige Bereiche besser für die Entwicklung eines Aberglaubens prädestiniert sind als andere. Häufig vertreten ist Aberglaube beispielsweise in folgenden Bereichen:

Theater


Für viele Menschen stellt das Theater einen irgendwie „mystischen und spirituellen“ zumindest aber geheimnisvollen Ort dar, allein schon deshalb, weil alle Aufführungen live sind und nicht immer alles geplant werden kann. Manches bleibt also einfach dem Zufall überlassen und gerade das dürfte der Grund dafür sein, dass viele Menschen, die in diesem Bereich tätig sind, zum Aberglauben neigen. So entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Rituale, die nur im Theaterbereich gebräuchlich sind und auch heute noch streng befolgt werden.

Glücksspiel und Zahlen


Auch im Glücksspiel ist der Aberglaube besonders weit verbreitet, denn hier stellt der Zufall eine wichtige Konstante dar. Spieler wissen zwar um die Macht des Zufalls, dennoch glauben viele von ihnen, dass sie diesen unter bestimmten Voraussetzungen für sich zum Positiven verändern können. Rituale am Spieltisch, das Tragen eines Glücksbringers oder das Spielen an einem ausgewählten Tisch sind in Casinos häufig anzutreffen. Aber auch einzelne Karten oder Würfelwürfe haben besondere Funktionen: Fällt etwa ein Pik Ass auf den Boden, so sollten Spieler das Spiel schnellstens beenden, wird eine Kreuz Vier ausgespielt, so soll dies angeblich ein böses Omen darstellen. Ebenso sind einzelne Zahlen Glücks- oder Pechboten:

Sport


Auch im Sport ist Aberglaube vertreten. Vor allem steht dabei der Aufbau eines Gefühls von Sicherheit im Fokus, denn gerade im Sport müssen individuelle Tagesformen erreicht werden und nicht zuletzt kann auch stets ein wenig Glück über Sieg und Niederlage entscheiden. Dabei sind die Rituale aber durchaus sehr individuell, sodass sich in der Vergangenheit viele Sportler einen regelrechten Kultfaktor erschaffen konnten. Einige Beispiele sind die folgenden Sportler:

Schifffahrt



In der Schifffahrt ist der Aberglaube sehr weit verbreitet, zumal das offene Meer als unbekannt und mysteriös gilt und Seefahrer seinen Naturgewalten oftmals schutzlos ausgeliefert sind. Zudem waren die früheren Seemänner meist auf kleinem Raum zusammengepfercht, wodurch die hygienischen Zustände an Bord eine Katastrophe waren – Krankheiten und auch der Tod waren daher ständige Begleiter. Diese Atmosphäre war ein fruchtbarer Boden für Aberglauben, angefangen bei Seeungeheuern über Geisterschiffe bis hin zu wütenden Meeresgöttern, die das Unwetter kontrollierten. Heute lassen sich zwar viele dieser Geschichten wissenschaftlich erklären und die Schifffahrt ist generell sehr sicher und komfortabel, dennoch sind viele der Aberglauben nicht vergessen.

Der psychologische Aspekt hinter dem Aberglauben


Aberglauben beruht vor allem auf einem psychologischen Effekt, den der Mensch nutzt, um sich sicherer zu fühlen und sich so gegen Unbekanntes oder Gefahren zu schützen. Weiß er nicht, was auf ihn zukommt, so fühlt er sich hilflos und möchte daher stets dafür sorgen, dass er künftige Ereignisse besser einschätzen kann. Zwar tolerieren viele Menschen diese Unwissenheit im Alltag durchaus, bei denjenigen, die nur eine geringe Toleranzgrenze haben, ist die Neigung zum Aberglauben jedoch automatisch stärker.

Darüber hinaus werden auch Wahrscheinlichkeiten vom Menschen häufig falsch eingeschätzt. So kommt es immer wieder zu scheinbaren Zusammenhängen, die mit persönlichen Verknüpfungen zusammenhängen, in Wirklichkeit jedoch völlig zufällig sind. Ein Beispiel dafür wäre etwa die Glückssocke, die immer zu wichtigen Ereignissen getragen wird, weil sie früher bereits geholfen hat. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch die selektive Erinnerung. Sie sorgt dafür, dass der Aberglaube aufrechterhalten wird, indem alles, was die eigene Meinung bestätigt oder noch glaubwürdiger erscheinen lässt, auch automatisch besser im Gedächtnis bleibt. Hat der Aberglauben hingegen einmal nicht gewirkt, so wird dies kaum berücksichtigt oder vielleicht gar nicht erst registriert.

Selbst die Homöopathie gilt bei Fachleuten als Aberglaube

Homöopathie gilt als sanfte und natürliche Heilmethode, die eine Alternative zur klassischen Schulmedizin darstellt. Während sie durchaus viele überzeugte Vertreter hat, so gibt es jedoch auch etliche Kritiker. Sie bezeichnen die Homöopathie als die erstaunliche Fähigkeit des Menschen, Zusammenhänge zu sehen, wo keine sind. Stattdessen vermuten Naturwissenschaftler, dass die Wirkung, von der viele Patienten, aber auch Ärzte, überzeugt sind, auf einem Placebo-Effekt beruht. Und dieser kann durchaus interessante Effekte haben – das zeigte beispielsweise ein Versuch im Jahr 2005, bei dem Scheinmedikamente die Ausschüttung körpereigener Schmerzmittel angeregt haben.


Homöopathen glauben allerdings, dass die Mittel aus anderen Gründen funktionieren. Etwa deshalb, weil Wasser ein Gedächtnis hat und die Wirkstoffe, die in der Homöopathie verdünnt und so weit gestreckt werden, dass sich im Endprodukt meist kein Molekül mehr von ihnen befindet, daher dennoch wirken sollen. Annahmen, die sich wissenschaftlich nicht stützen lassen und auch nicht mit den Naturgesetzen in Einklang zu bringen sind, wie Mediziner Edward Ernst im Gespräch mit Spiegel Online zu bedenken gibt.

Religion, Magie und Mystik liegen nah beieinander

Viele Aberglauben basieren auf Religionen und religiösen Überzeugungen, andere beinhalten einfach nur einen Funken unerklärlicher Magie und Mystik. Vieles davon lässt sich auch abseits des Aberglaubens wiederfinden, denn auch heute noch hat die Welt einige Orte zu bieten, die mit ihrer Vergangenheit oder einer ganz besonderen Atmosphäre zu faszinieren wissen.

Kultstätten und heilige Orte


Seit es den Menschen gibt, baut dieser Kultstätten und zeigt so seinen Glauben an das Mystische, Übersinnliche und Göttliche. Auch heute sind viele dieser sakralen Orte noch immer erhalten und strahlen für die meisten Menschen eine seltsame Art der Faszination aus. Ganz gleich ob Tempel, Statue oder Grabmal: Auch heute noch bergen die Ruinen etliche Geheimnisse und Rätsel, die sich nicht gänzlich durch die Wissenschaft entschlüsseln lassen.

Entstehungsgeschichte der ersten Kultstätten


Kultstätten begannen sich vor allem dann zu entwickeln, als die Menschen langsam sesshaft wurden. Ihrem Bedürfnis nach Sicherheit und Gemeinschaftlichkeit verliehen sie mit heiligen Hainen Ausdruck, die ihren Göttern geweiht waren und in denen von Zeit zu Zeit religiöse Handlungen durchgeführt wurden. Sie basierten auf den vielen Dingen, die die Menschen sich früher nicht oder nur kaum erklären konnten und daher Anlass dazu gaben, sich eine Geschichte zur Erklärung auszudenken. Daraus entstanden wiederum Sagen und Legenden und schließlich ganze Kulte und Götter, mit denen die folgenden Generationen aufwuchsen. Tatsächlich ist aus heutiger Sicht jedoch schwer nachzuvollziehen, ob es sich bei gefundenen Überresten tatsächlich um eine Kultstätte handelt oder stattdessen nur ein alter Begräbnisplatz vorliegt. Dementsprechend gestaltet sich die Suche nach den Wurzeln einzelner Kulte und alter Religionen schwierig.

Nutzung früher und heute


Kultstätten und Tempelanlagen waren vor allem Priestern und Eingeweihten vorbehalten, so ist es mitunter auch heute noch. Oft verfügten die Kultstätten über ein Allerheiligstes, in das nur die Hohepriester eintreten durften, um in direkten Kontakt mit der göttlichen Gegenwart zu treten. Brachen Kriege aus und wurden die Tempelanlagen zerstört, so wurden sie profaniert und galten nicht mehr als sakrale Stätten. Dies trifft auf alle historischen Tempel so – sobald der normale, einfache Mensch sie betrat, waren sie geschändet und fortan kein Ort mehr, an dem eine Verbindung mit dem Heiligen möglich war. Weder heute noch damals ist es den „einfachen Menschen“ gestattet, echte Heiligtümer zu betreten. Heute können viele antike Kultstätten noch immer besucht und besichtigt werden, sofern die nötige Vorsicht und Achtung gewahrt wird. In vielen Ländern sind sie beliebte touristische Attraktionen, deren Geschichte bei Führungen genauer erklärt wird und sie daher zu einem wichtigen historischen und kulturellen Gut macht. Abseits dessen gibt es aber auch heute noch viele heilige Orte, die nach wie vor in Benutzung sind – sei es der Petersdom in Rom, der Katholiken, die Kaaba in Mekka, die Stadt Jerusalem und der Tempelberg oder einer der vielen Shinto-Schreine in Japan.

Von den Steinriesen der Osterinseln...


Die steinernen Figuren der Osterinseln werden als Moai bezeichnet. Dabei handelt es sich um rund 900 Statuen mit menschlichen Zügen, die jeweils über 10 Meter hoch und 13 Tonnen schwer sind. Auch heute sind sich Forscher nicht darüber einig, wann sie hergestellt wurden, vermutlich schlugen ihre Erbauer sie jedoch aus Tuffsteinbrocken im Landesinneren heraus und transportierten sie danach über teilweise bis zu 18 Kilometer weit an die Küste. Dort stehen sie auch heute noch allein oder in Gruppen aufgereiht. Was ihr tatsächlicher Zweck ist oder wie die schweren Kolosse transportiert worden, stellt Wissenschaftler vor ein Rätsel. Gedieht haben sollen sie aber dem Ahnenkult.

...über Stonehenge...


Eine ähnliche Faszination übt auch der Steinkreis Stonehenge in Südengland aus. Archäologen können bis heute nicht genau sagen, wozu der Ort erschaffen wurde, einige gehen aber von einer Kultstätte von Druiden oder einer Sternwarte aus. Klar ist lediglich, dass die Steine nach der Sonne und der Tagundnachtgleiche ausgerichtet wurden. Vermutlich arbeiteten die Erbauer von Stonehenge zwischen 1000 und 2000 Jahre an der Fertigstellung des Kreises während der Jungsteinzeit. Wegen seiner mystischen Präsenz wird Stonehenge in Amesbury auch heute noch regelmäßig aufgesucht. Jährlich zur Sommersonnenwende feiern dort zehntausende Menschen den längsten Tag des Jahres.

...bis zu den Cheops-Pyramiden


Die Cheops-Pyramide gehört zu den antiken sieben Weltwundern und ist zudem das einzige, das heute noch erhalten geblieben ist. Sie ragt 147 Meter in die Höhe und wurde vor 4.500 Jahren von mehr als 30.000 Arbeitern erbaut. In ihr befindet sich die Grabkammer des Königs Cheops. Während der Zweck der Pyramide zwar klar ist, so gibt vor allem der Bau der Pyramide Rätsel auf, zumal keinerlei Aufzeichnungen vorhanden sind. Verbaut wurden allerdings mehr als zwei Millionen Steinblöcke, die jeweils 2,5 Tonnen gewogen haben. Übrigens hat vermutlich auch die spitze Form der Pyramide einen ganz besonderen Grund: Die Seele des verstorbenen Königs sollte durch die Spitze der Pyramide direkt zum Sonnengott Ra aufsteigen.

Unerklärliches – Dinge, die es nicht geben dürfte


Schon in lange vergangenen Zeiten haben Menschen Fragen auf Antworten gesucht, die selbst heute noch ungelöst sind. Manchmal konnten aber auch erst moderne Forschungsmethoden Licht ins Dunkel bringen und damit so manches Unerklärliche wissenschaftlich erklären. Übernatürliches gibt es (oder auch nicht) aber auch heute noch, eine repräsentative Umfrage besagt sogar, dass fast drei Viertel der deutschen Bevölkerung bereits mindestens einmal im Leben etwas Außergewöhnliches erlebt haben, dass sich im weitesten Sinne der Parapsychologie zuordnen lässt. Dabei handelt es sich um außerkörperliche Erfahrungen, merkwürdige körperliche Erscheinungen und vieles mehr, das mit logischer Wissenschaft offenbar nicht zu erklären ist.

Geistersichtungen und paranormale Aktivitäten


Geht es um Paranormales, so handelt es sich in den meisten Fällen um Geistererscheinungen. Sie werden in Kirchen, Klöstern und alten Anwesen gesichtet, sind aber auch auf Friedhöfen oder Kriegsschauplätzen anzutreffen – eben überall dort, wo sich Orte mit einer unheimlichen oder bedeutsamen Vergangenheit befinden. Eine solche Erscheinung steht oft in Zusammenhang mit einer verstorbenen Person, die auf tragische Art starb. Sie finden nach ihrem Ableben jedoch keine Ruhe, wollen auf sich aufmerksam machen und erlangen nur dann Frieden, wenn sie ordnungsgemäß bestattet werden. In anderen Fällen sind es hingegen die Verbliebenen, die ein Familienmitglied oder ihren Partner noch immer um sich spüren. Aber auch lebende Personen können betroffen sein – bekannt ist etwa das Beispiel des Soldaten im Auslandseinsatz, der verwundet wird, woraufhin seine Frau daheim im selben Moment ein seltsames Gefühl hat oder ihn sogar als Erscheinung zu Hause sieht. Viele ähnliche Berichte gibt es auch von Tieren, die ein Unglück erspüren, das ihren Besitzer betrifft.

Viele eben jener Spukerscheinungen entpuppen sich im Nachhinein aber auch als Fälschung. Denn nicht selten sorgen die Betroffenen selbst für den Spuk, um für Aufsehen zu sorgen oder in anderer Weise zu profitieren. Klirrendes Geschirr muss also nicht immer zwangsläufig von einem Poltergeist stammen und auch anhängliche Gespenst lassen sich mit den richtigen Mitteln durchaus realistisch inszenieren.

Faszination Jenseits – das Leben nach dem Tod


Für Aufsehen sorgen außerdem immer wieder sogenannte Nahtoderfahrungen. Dabei sehen Betroffene das bekannte „Licht am Ende des Tunnels“, treffen verstorbene Angehörige wieder oder wachen in einer paradiesartigen Umgebung auf – nur um danach plötzlich wieder unter den Lebenden zu weilen, zum Beispiel nach einer erfolgreichen Herzdruckmassage. Der Naturwissenschaftler Roth erklärt ein solches Erlebnis mit einem vorübergehenden Zustand, in dem der Körper nicht wirklich tot ist. Für die Erscheinungen sorgen ausgeschüttete Endorphine und eine Unterversorgung der Retina, also der Netzhaut des Auges.


Interview mit dem Gehirnforscher Gerhard Roth

Jedoch gibt es auch Fälle, die nicht so leicht nachweisbar sind oder Fragen offen lassen. Skeptischer ist beispielsweise der Naturwissenschaftler Sascha Plackov, der ebenfalls vom Deutschlandradio Kultur interviewt wurde:

Ufos und Außerirdische


Geht es um die spektakulärsten Rätsel der Menschheit, so ist der Gedanke an Aliens und Ufos meist nicht weit entfernt. Sie halten die Menschheit immer wieder mit mysteriösen Vorfällen auf Trab, seien es Kornkreise, abgestürzte Ufos, Sichtungen fremdartiger Himmelskörper oder Alien-Entführungen. Warum der Mensch so interessiert an Außerirdischen ist, lässt sich einfach nachvollziehen: Es würde bedeuten, dass das vermeintlich stille Weltall noch sehr viel mehr zu bieten hat, weckt den Entdeckerdrang und bietet nicht zuletzt unvorstellbare Möglichkeiten, sofern irgendwann eine Kommunikation stattfindet. Der Erhalt moderner Technologien und ein freundschaftliches Verhältnis wären die eine Möglichkeit, andererseits stellen Aliens aber auch eine Gefahr dar – schließlich könnten sie genauso gut mit Krieg drohen oder den Planeten für sich beanspruchen, so wie es bereits in vielen Filmen zu sehen ist. Derzeit kann die Menschheit jedoch nur darauf warten, irgendwann ein Signal aufzufangen oder muss mit plötzlichem Besuch vor der interstellaren Haustür rechnen. Wermutstropfen: Aktuell ist die Wahrscheinlichkeit von Leben auf allen relativ nahen Planeten leider sehr gering. Das könnte sich mit dem Voranschreiten der technischen Möglichkeiten jedoch ändern.

Area 51


Wer an Ufos und Aliens glaubt, der interessiert sich in der Regel ebenfalls für die geheimnisvolle Area 51. Dabei handelt es sich um eine Militärbasis in der Wüste von Nevada, deren Existenz bis vor kurzem noch abgestritten wurde. Mittlerweile sind jedoch Fotos veröffentlicht worden und auch ehemalige Mitarbeiter haben sich geäußert. Bekannt ist lediglich, dass die Basis für geheime Militärprojekte konzipiert wurde. Je nachdem, wen man dazu befragt, sollen sich in den großen Gebäuden jedoch auch Ufos befinden und mitunter wird sogar spekuliert, dass die Area 51 Kontakt zu Außerirdischen hätte. Da das Gebiet jedoch enorm gut überwacht wird und Eindringliche tatsächlich schon erschossen wurden, kann an dieser Stelle nur geraten werden – ein gefundenes Fressen für Verschwörungstheoretiker und alle, die daran glauben möchten, dass der Mensch nicht allein im Weltall ist.

Verschwörungstheoretiker


Ganz typisch für Verschwörungstheorien ist die Vermischung von Fakten und erfundenen Behauptungen. Gleichzeitig bauen Verschwörungstheoretiker aber auch ein übersteigertes, irrationales Misstrauen gegen bestimmte Gruppen auf. Das können Geheimdienste, Volksgruppen, Außerirdische oder die Regierung sein, denen die abstrusesten Machenschaften unterstellt werden. Treffen die Theorien den aktuellen Nerv der Zeit und sind sie noch dazu spannend geschrieben, so verkaufen sie sich bestens oder verbreiten sich mit rasender Geschwindigkeit in den sozialen Medien.

Die Vermischung von Fakten, Misstrauen und Erfindung


Ausgangspunkt einer solchen Theorie ist grundsätzlich eine Geheimgesellschaft, die Böses im Sinn hat. Alle Thesen, die diese Vermutung unterstützen, werden zusammengetragen und bilden schließlich die „belegte“ Theorie. Zahlen und Fakten, die von den Autoren angeführt werden, lassen sich leicht nachprüfen, allerdings – und das ist entscheidend – lassen sie sämtliche Gegenargumente schlicht gar nicht zur Sprache kommen. Dementsprechend sind die Schlussfolgerungen falsch, zumal wahre Ereignisse nicht selten so umgedichtet werden, dass sie zur Theorie passen. In vielen Fällen greifen Verschwörungstheoretiker dazu, die Wissenschaft in Frage zu stellen. So verleihen sie ihrer Theorie eine gewisse Authentizität, während sie ihren Gegner gleichzeitig dämonisieren. Je größere Kreise eine solche Theorie zieht, desto wahrer erscheint sie und gerade das macht Verschwörungstheorien für Unbedarfte so gefährlich.


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