Gut besuchter Fachtag in Bochum zum Thema Lesben und Schwule in der Seniorenarbeit

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Vertreterinnen und Vertreter von Seniorenverbänden in NRW gaben Infos beim Fachtag "Vielfalt im Alter. Lesben und Schwule in der offenen Senior_innenarbeit in NRW". (Foto: Steff Biel)

Georg Roth und Carolina Brauckmann von der Landeskoordination für lesbisch-schwule Seniorenarbeit (immer dabei) zeigten sich hoch erfreut: Mit 60 Teilnehmenden war der Fachtag „Vielfalt im Alter - Lesben und Schwule in der offenen Senior_innenarbeit“ gut besucht.



Mitarbeitende aus Kommunen und Seniorenbüros, die ihre Begegnungszentren und Altersangebote für Lesben öffnen möchten, aber nicht genau wissen, wie das gelingen kann, erhielten konkrete Anregungen für ihre Arbeit vor Ort.
Dass Ratsbeschlüsse hilfreich sein können, um in der kommunalen Seniorenpolitik Ressourcen und politische Repräsentanz einzufordern, erläuterte Astrid E. Schneider von der Regiestelle "Leben im Alter" der Stadt Siegen. Uta Lode, AWO Düsseldorf, und Michael Grenz, Leiter der Seniorenbüros in Dortmund, setzten auf Vertrauen und Ausdauer. Ihrer Erfahrung nach lässt sich die Zielgruppe der älteren Lesben und Schwulen am ehesten durch sorgfältige Vernetzung gewinnen. Mit Seniorenzentren in Düsseldorf, Siegen und Wuppertal, die inzwischen von Lesben- und Schwulengruppen genutzt werden, gibt es immerhin erste Vorbilder.
Ein weiterer Meilenstein: In Bochum plant die Rosa Strippe, Beratungszentrum für Lesben und Schwule, gemeinsam mit den örtlichen Seniorenbüros und der Landeskoordination immer dabei eine Fortbildung zum Thema Homosexualität im Alter.
Wie weit sich spezifische und allgemeine Strukturen miteinander verbinden lassen, beschrieb Markus Leßmann vom Pflege- und Emanzipationsministerium des Landes NRW. Die Teilnahme von Vertretern der Wohlfahrtsverbände und der Landesseniorenvertretung wertete er als sichtbares Signal für eine zunehmende Offenheit. Mit Blick auf die viel diskutierte Quartiersentwicklung bekräftigte Leßmann die Vision vom Altern im vertrauten Wohnumfeld, und dazu gehöre auch ein offener Umgang mit unterschiedlichen sexuellen Identitäten. Lebensqualität im Quartier? Die 73 jährige, offen lesbisch lebende Barbara Heger brachte es gleich zu Veranstaltungsbeginn auf den Punkt: „Ich wünsche mir Quartiershäuser und Anlaufstellen, die mit meiner Identität umgehen können.“
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