Haustiere sind nicht wirklich ein Last-Minute-Geschenk

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Vor dem neuen Domizil an der Keilstraße 108 in Linden: Das tierliebe Team von Zoo Diemel (v.l.): Claudia Rogowski, Stefan Eisenmenger, Isabel Rettberg und Michelle Kern. (Foto: Molatta)
Sie sind tierlieb und das schon über drei Generationen: 2013 kann Zoo Diemel auf acht Jahrzehnte Firmengeschichte in Bochum zurückblicken. Kurz vor dem besonderen Datum hat das Team um die Inhaber Claudia Rogowski / Stefan Eisenmenger einen großen Schritt gewagt und sind mit ihrem kleinen Zoo an Haustieren von der Innenstadt nach Linden umgezogen.


Verändern wollte sich die Zoo- handlung schon lange. Nach neun Jahren schräg gegenüber des Schauspielhauses stieß man an die Kapazitätsgrenzen, die Rahmenbedingungen stimmten nicht mehr: „Wir wollten noch näher zu unseren Kunden sein, die häufig aus Weitmar, Linden oder Hattingen zu uns an die Oskar-Hoffmann-Straße kamen“, erinnert sich Claudia Rogowski, die eher zufällig auf die traditionsreiche Gaststätten-Immobilie an der Keilstraße 108 stieß.

Nachdem die Vornutzer in einer Nacht- und Nebelaktion die Räume verlassen hatten und diese gut ein Jahr vor sich hin vegetierten, standen vor der Neueröffnung umfangreiche Umbauarbeiten auf dem Programm. So manch Verborgenes wie Wandmalereien tauchten bei der Sanierung wieder auf, bis die jetzt 400 Quadratmeter Nutzfläche für die Tiere, deren Lebensräumen sowie Zubehörartikel gestaltet waren. An einer Seite piepen und fliegen nun Sittiche, in den Rundbögen tummeln sich Hamster und Meerschweinchen, auch kleine Igel oder Siebenschläfer sind vor Ort. Im hinteren Bereich blubbern Aquarien mit Zierfischen, in Terrarien bewegen sich Frösche, Spinnen oder Schlangen.

„Wir betreiben verantwortungsbewussten Handel mit Tieren, keine Zucht, das übernehmen zum Beispiel bei den Vögeln unsere Partner in Kleingärten des Ruhrgebiets. Insgesamt geht das Team mit den Tieren behutsam um, verzichtet auf Papageien, die nur schwer zu zähmen sind und rät auch nicht wirklich zu Haustieren als Last-Minute-Geschenk. „Diese Anschaffung sollte von Eltern und Kindern sorgsam überlegt werden. Da hilft zunächst auch ein Gutschein, der dann später gezielt eingelöst werden könnte“, erläutert Diplom-Biologin Claudia Rogowski, die auch schon Workshops mit Grundschülern organisierte, den Biologieunterricht bereicherte oder Halloween-Partys im Jawo mit Tieren gruselig gestaltete.
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