In Bochum-Mitte eröffnet das zweite von sechs geplanten Flüchtlingsbüros

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Makbule Issa-Sönmez, Mürvet Alkac, Dennis Rüter und Dirk Büker (v.l.) stehen im Flüchtlingsbüro Mitte Geflüchteten und Ehrenamtlern mit Rat und Tat zur Seite.

„Nach einem Arbeitsunfall“, erzählt Dirk Büker, „musste ich meine Arbeit im Schlachthof aufgeben. Im April 2014 habe ich als Heimverwalter in Wattenscheid angefangen – in einem Flüchtlingsheim, in dem überwiegend Familien untergebracht waren. Danach habe ich in einer ähnlichen Einrichtung am Harpener Hellweg gearbeitet. Jetzt freue ich mich auf meine neue Aufgabe im Flüchtlingsbüro Bochum-Mitte.“

„Nach Wattenscheid ist Mitte das zweite Büro. Insgesamt sind sechs Flüchtlingsbüros geplant – eins pro Stadtbezirk. Ein Team aus Heimverwaltern und Sozialarbeitern unterstützt Geflüchtete etwa bei der Wohnungssuche“, erläutert Ute Bogucki vom Amt für Soziales. Das Team im Flüchtlingsbüro Mitte setzt sich aus Mitarbeitern der Stadt und der Ifak, eines Vereins, der sich der interkulturellen Arbeit verschrieben hat, zusammen.
Die Mitarbeiter des Büros sollen Geflüchteten und ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe Tätigen als „Verwaltungsscouts“ bei der Überwindung bürokratischer Hürden behilflich sein. Bezirksbürgermeisterin Gabriele Spork erläutert: „Ähnlich wie die Seniorenbüros sollen die Flüchtlingsbüros die Vernetzung der verschiedenen Träger und Akteure fördern. Geflüchtete und Helfer sollen gemeinsam an der Integration arbeiten.“

Näher am Ehrenamt

„Die zentrale Koordinierungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe im Amt für Soziales unter Nadine Meyer bleibt erhalten“, bekräftigt Dennis Rüter, der als Sozialarbeiter im Flüchtlingsbüro tätig ist, um zu ergänzen, „wir rücken durch die Flüchtlingsbüros näher ans Ehrenamt. So muss niemand mehr die Heime abfahren, um sich zu informieren, wo man helfen kann.“
Büker ergänzt: „Jedes Flüchtlingsbüro wird sich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren.“ In Mitte sollen in Kooperation mit dem dortigen Seniorenbüro Patenschaftsstrukturen ausgebaut werden. „Senioren“, gibt Rüter Einblick in entsprechende Pläne, „könnten Familien mit Kindern unterstützen und die Kinder betreuen, wenn die Eltern beim Deutschkurs sind. Im künftigen Flüchtlingsbüro Süd böte es sich wegen der Nähe zur Universität an, sich auf Bildung und den Einstieg ins Berufsleben zu spezialisieren.“ - Die Flüchtlingsbüros sind also ein wichtiger Beitrag zur Integration.

Infos
Das Flüchtlingsbüro Mitte, Diekampstraße 26, ist montags von 9 bis 12 Uhr, mittwochs von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Es ist auch unter Tel.: 9103585 zu erreichen.
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