Was ist Hunden wo erlaubt und was ist ihnen wo verboten? Ein Hunde-ABC für Bochum

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Zu Hunden muss jederzeit Ruf- und Blickkontakt bestehen, vor allem wenn sie sich auf Wegen befinden, wo sie unangeleint laufen dürfen. (Foto: Stadt Bochum, Referat für Kommunikation)

„Natürlich kann man ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht.“ - Ein Zitat des Schauspielers Heinz Rühmann, das viele Bochumer unterschreiben würden. Circa 17.000 Hunde gibt es hier, und die brauchen Auslauf.

Toben können sie auf acht, bald neun städtischen frei zugänglichen Hundewiesen, quer über das Stadtgebiet verteilt: der eingezäunten Grünanlage Schmechtingwiese im Bereich Wielandstraße, der eingezäuten Grünanlage Auf der Heide / Opelring, der Grünanlage Kruppwald im Bereich Blücherstraße, dem Grünzug Ölbachtal zwischen Wittener Straße und Ümminger See, am Wiesental östlich der Wasserstraße / Wiesenstraße, auf dem eingezäunten Grünzug Nord an der Ortelsburger Straße, im Park Westerholt zwischen Wes-terholtstraße und Schatt-bachstraße sowie der eingezäunten Grünanlage Henriettenstraße.

Freilauf nur mit Ausnahmegenehmigung

Zurzeit gebaut wird die Hundewiese in der Grünverbindung Goldhamme nahe der Wattenscheider Straße. Voraussichtlich Anfang August ist sie fertig gestellt. Ohne Leine laufen dürfen Hunde außerdem, sofern sie keine Menschen und Sachen gefährden und keine Tiere aufscheuchen, auf den befestigten und gekennzeichneten Wegen in Landschaftsschutzgebieten, dazu zählen auch die Wälder in Bochum, die keine Naturschutzgebiete sind. Zum Hund muss jederzeit Ruf- und Blickkontakt bestehen und er muss sicher abrufbar sein. „Gefährliche Hunde“ und „Hunde bestimmter Rassen laut Landeshundegesetz" dürfen auf Hundewiesen und in Landschaftsschutzgebieten nur dann frei laufen, wenn sie eine entsprechende Ausnahmegenehmigung haben.

Pflichten und Regeln

Leinenpflicht für den besten Freund des Menschen gilt in U-Bahnanlagen einschließlich Zu- und Abgängen, Fußgängerzonen sowie auf Straßen und Plätzen mit viel Publikumsverkehr, in öffentlichen Verkehrsmitteln, öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten sowie in allen öffentlichen Park- und Grünanlagen und in Naturschutzgebieten. Bei Verstößen gegen die Leinenpflicht kann ein Verwarngeld erhoben werden. Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes werden künftig verstärkt unter anderem in den Naturschutzgebieten unterwegs sein, um Verstöße zu ahnden.
An all diesen Orten gelten Sonderregeln für „gefährliche Hunde“ und „Hunde bestimmter Rassen“ sowie für ausgewachsene Hunde mit einer Widerristhöhe von mindestens 40 Zentimetern und / oder mindestens 20 Kilogramm Körpergewicht. Gemessen wird der erhöhte Übergang vom Hals zum Rücken, ausschlaggebend ist der zu erwartende ausgewachsene Zustand des Hundes.

Kauf mancher Hunderassen bedürfen einer Genehmigung

Es gibt aber auch generell „hundefreie Zonen“. Dazu gehören insbesondere Spiel- und Bolzplätze, Spiel- und Liegewiesen, Frei- und Schwimmbäder, Pausen-, Schul- und Friedhöfe.
Björn Sperber vom Ordnungsamt: „Wer überlegt, sich einen Hund zu kaufen, sollte vorab Kontakt zu uns aufnehmen. Rottweiler gehören beispielsweise zu den Hunden, deren Haltung vor dem Kauf genehmigt werden muss. Dazu zählen auch viele andere Rassen.“ Gefährliche Hunde dürfen nur Tierheime verkaufen. Weitere Informationen beispielsweise zum Wesenstest oder zu Hundeanmeldungen gibt es bei Petra Lauria vom Ordnungsamt unter Tel.: 910 - 10 30.

Leckerbissen im Kunstmuseum

Für Hundeliebhaber, die mit ihren Tieren gemeinsam etwas Besonderes erleben wollen, bietet das Kunstmuseum Bochum etwas spezielles an. Hier gibt es eine Führung „Guck mal, Kunst mit Hund“ mit der Kunsthistorikerin Dr. Claudia Posca: Wer Kunst wie der Hund verstehen will, muss sie wie er sehen lernen.

Ein Spaziergang gemeinsam mit dem Hund zu den Skulpturen im öffentlichen Raum rund um das Kunstmuseum, Kortumstraße 147, lädt dazu ein, neue Wege der visuellen Kommunikation auszuprobieren. Der nächste Termin ist Donnerstag, 25. August, um 17 Uhr. Treffpunkt ist der Museumseingang, der Eintritt ist frei. Interessierte können sich unter Tel.: 910 – 42 30 anmelden. Die mitgebrachten Vierbeiner sollten sozial verträglich und leinenführig sein.
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