„Urban puppeteers“ am EvK?

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Nanu. Wer ist denn das? Kurz vor der Zufahrt zum oberen Parkdeck am Evangelischen Krankenhaus Hattingen (EvK) lehnt an einem Schildermast eine putzige Puppe. Sie trägt Hemd, Hose, Turnschuhe und Mütze. Und daran ist sogar noch eine Schleife befestigt (vielleicht soll es auch eine Fliege sein?) die aus dem gleichen Stoff gefertigt ist wie das Hemd.
Unter den über den Augen zusammengeschlagenen Armen ist ein roter Kussmund zu erkennen. Nicht nur der hinterlässt beim unbedarften Passanten zahllose Fragen. Was macht der kleine Geselle bloß dort? Schlägt er voller Mitleid die Arme vor den Kopf beim Gedanken an das eine oder andere Einzelschicksal im Krankenhaus? Verschließt er die Augen vor der eigenen Erkrankung? Oder will er einfach nicht glauben, dass so vielen Patienten im EvK geholfen wird.
Vielleicht handelt es sich ja auch – nach „urban gardening“ (Gärtnern mitten in der City) und „urban knitting“ (das bunte „Bestricken“ von Laternen, Fahrradständern und Verkehrsschildern in der Stadt) - nun um „urban puppeteers“ (urbane Puppenspieler)? Es wäre – wie bei den vorgenannten Guerilla-Aktionen auch – ein weiterer bunter Fleck in der grauen Stadt.
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