Ein rotes Band für Weitmar

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Weitmar 09 zählt zu den großen Sportvereinen der Stadt . Der Fußballclub Blau-Weiß Weitmar 09 bietet 500 Männern und Frauen unterschiedlicher Altersstufen eine sportliche Heimat. Bei der TLG Weitmar widmen sich 400 Sportbegeisterte der Leichtathletik. Außerdem werden die Sportstätten von knapp 500 Schülern der Neuling- und der Natorpschule genutzt.

von Nathalie Memmer

Die Sportanlagen stammen allerdings aus den sechziger Jahren und sind entsprechend sanierungsbedürftig. Gerade der Rasenplatz ist durch Generationen von Kickern stark in Mitleidenschaft gezogen. Er ist nur zwei Monate pro Jahr nutzbar. Noch bis Mai bespielen die Fußballer daher das Areal „Auf der Heide“. Der Aschenplatz wird derzeit kieselrot saniert und ist deshalb nicht nutzbar.
Mittel- und langfristig wird es ohne Kunstrasen nicht mehr gehen. Dieser lässt sich bis zu 2 400 Stunden im Jahr nutzen. Dabei will es der Verein aber nicht bewenden lassen.

Zwei Hektar im Fokus des Vereins


Johannes Bühlbecker, zweiter Vorsitzender bei Blau-Weiß, präsentiert weitergehende Pläne für das zwei Hektar große Gelände: „Wir planen eine zweigeteilte Anlage. Ein Park, der allen offensteht, soll neben modernen Anlagen für den organisierten Sport entstehen.“
Bühlbecker wird konkreter: „Ein inklusiver Spielplatz, eine Promenade und eine Sonnenterrasse sollen unseren Erbstollen-Park zum Treffpunkt für ganz Weitmar-Mark machen.“
Optisches Highlight soll das Red Ribbon, das rote Band, werden. „Ob das ein riesiges Sitzmöbel oder ein Geländer sein wird, ist noch offen“, so Bühlbecker.
Das Red Ribbon soll die Aufmerksamkeit auf die geplanten Attraktionen für alle Generationen lenken. Der Fitness-Boulevard wird - so die Planung - auch mit Senioren-Geräten bestückt werden.
Sorgen bereitet Bühlbecker der Zugang über die Heinrich-König -Straße: „Die Eingangssituation mit Taxistand und Altglascontainern ist wenig einladend. Da muss sich etwas ändern.“ Schließlich will man die reizvolle Lage am Weitmarer Holz nutzen, um eine deutschlandweit einmalige Anlage zu schaffen.
Bühlbecker betont allerdings: „Zunächst müssen neue Plätze für den organisierten Sport geschaffen werden.“ Fußball und Leichtathletik sollen unter guten Bedingungen ausgeübt werden können.
Initiator Bühlbecker hat als Architekt auch die Kosten im Blick: „Der finanzielle Aufwand ist hoch, auch wenn an der einen oder anderen Stelle Abstriche gemacht werden könnten. Als Kiez-Club sind wir zuversichtlich, Gelder einwerben zu können.“
Dies wird jedoch allein nicht reichen. Bühlbecker präsentiert konkrete Ideen für eine Gegenfinanzierung: „Ein Teil des Geländes könnte als Bauland ausgewiesen werden.“
Bezirksbürgermeister Marc Gräf ergänzt: „So gehen wir bei der Finanzierung von Sportstätten neue Wege.“ Ratsmitglied Thilo Elsner verweist auf einen weiteren Aspekt: „Hier geht es um nachhaltige Stadtentwicklung. Die Initiative ist in diesem Fall vom Sportverein ausgegangen, ist also aus der Bürgerschaft gekommen.“
Die Bezirksvertretung hat dem Verein ihre Unterstützung zugesagt. Die Bauzeit ist mit zwei bis drei Jahren zu veranschlagen.
Gräf mahnt zur Geduld: „Die Erstellung des Bebbauungsplans und die Finanzierung brauchen Zeit.“
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