Eisfeld und Bandowski: VfL-Alternativen im Saison-Endspurt?

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Thomas Eisfeld will in dieser Saison nach Knorpelschaden noch einmal spielen. Foto: Andreas Molatta
Bochum: Vonovia Ruhrstadion |

Nachdem sich diverse Verletzungen und Ausfälle wie ein dicker, roter Faden durch die Saison des VfL Bochum ziehen, könnte es jetzt im Endspurt tatsächlich so etwas wie einen kleinen Lichtblick geben: Thomas Eisfeld will nach seinem Comeback im Testspiel auch in der Liga unbedingt nochmal ran. Und er ist nicht der einzige Spieler aus der Abteilung der Rekonvaleszenten, der sich Hoffnungen macht.

Jene 57. Minute im Test gegen den niederländischen Klub ADO Den Haag wird gleich zwei Spielern in besonderer Erinnerung bleiben. Thomas Eisfeld und Jannik Bandowski durften nach ihrer Einwechslung wieder Profiluft schnuppern – ein doppeltes Comeback, das in einem Fall sogar ein Debüt war.

Seit Oktober 2016 hatte Eisfeld nicht mehr im VfL-Trikot auf dem Rasen gestanden. Die Partie am 24. Oktober in Kaiserslautern war sein bislang letztes Spiel. Knieprobleme, Hinrunden-Aus – das waren die Schlagzeilen, die der Mittelfeldspieler danach ungewollt schrieb. Der Trainer selbst sprach Anfang November von einer größeren Operation und ging mit Blick auf den Knorpelschaden am rechten Knie noch einen Schritt weiter. „Ich gehe davon aus, dass er in dieser Saison nicht mehr spielen kann“, orakelte Gertjan Verbeek über seine Nummer zehn. Für den VfL ein echter Verlust: In jedem der ersten zehn Ligaspiele war Eisfeld bis zu diesem Zeitpunkt zum Einsatz gekommen.

"Ich werde in dieser Saison noch Pflichtspiele bestreiten"

Jetzt könnten doch in dieser Spielzeit noch weitere Partien hinzukommen, geht es nach dem 23-Jährigen. Denn das erfolgreiche Comeback gegen Den Haag hat bei ihm Lust gemacht auf mehr und zugleich realistische Hoffnung geweckt. „Ich werde in dieser Saison noch Pflichtspiele bestreiten“, hat sich Thomas Eisfeld mit einer Mischung aus Optimismus und Selbstvertrauen festgelegt.

Ob das auch bei Jannik Bandowski der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Der Linksverteidiger musste noch viel länger warten, bis er endlich wieder die Fußballschuhe schnüren durfte. Seit seinem Wechsel zum VfL Bochum im vergangenen Sommer hatte er bis zur letzten Woche noch nicht einmal ein Testspiel für seinen neuen Verein bestreiten können. Mitte April 2016 hat er zuletzt in einem Ligaspiel für den TSV 1860 München auf dem Platz gestanden. Dorthin war er Anfang 2015 von Borussia Dortmund verliehen worden, hatte aber mehr als Pech. Gleich zweimal musste der ehemalige U20-Nationalspieler einen Ermüdungsbruch im rechten Fuß hinnehmen.

Vertrag trotz Verletzung

Dass der VfL ihn trotzdem während der zweiten Reha-Phase unter Vertrag nahm und mit einem Vertrag bis 2019 ausstattete, zeigt das Potenzial, das Sportvorstand Christian Hochstätter in dem 22-Jährigen sieht. Und Bandowski selbst freute sich schon auf sein VfL-Debüt, während er sich noch im Training wieder langsam an den Profikader heranarbeitete, auch seine Bänder- und Kapselapparat wieder an die Belastung gewöhnte: „Ich bin mir sicher, dass es mir unheimlich Spaß bereiten wird, irgendwann in dieser Mannschaft zu spielen.“

Entsprechend erleichtert quittierte Jannik Bandowski jetzt sein VfL-Debüt, wenn auch zunächst nur im Testspiel. „Seit Februar bereitet mir mein Fuß keine Probleme mehr, jetzt muss nur noch die Luft dazu kommen“, lautete sein zufriedenes Fazit. Und auch er hat, ähnlich wie Eisfeld, den nächsten Schritt zumindest im Hinterkopf: „Mein Ziel ist es, in dieser Saison noch zum Einsatz zu kommen.“

Sein nächstes Spiel bestreitet der VfL Bochum am Samstag (1.4.) um 13 Uhr beim SV Sandhausen.
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