Grundschulen spielen den Meister aus - Highlight des Projekts "Handball in die Grundschule" an diesem Wochenende

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Bringen den Handball in die Grundschulen (v. li.): Kai Krischnak (Stadtwerke), Fabian Bertelsmeier, Uwe Gehrmann (Autohaus Wicke), Paula Groß, Frank Neuwirth (SG Linden-Dahlhausen), Michael Degen (VfL Bochum) und Projektleiter Björn Pinno. (Foto: Foto: Stadtwerke)

Alle reden aktuell vom Fußball – aber in Bochum schlägt an diesem Wochenende die Stunde der Handballfreunde! Am Samstag, 25. Juni, spielen ab 14 Uhr elf Grundschulmannschaften in den Sporthallen an der Markstraße um die "2. StadtwerkeGrundschulMeisterschaft". Am Sonntag, 25. Juni, geht es am gleichen Ort den ganzen Tag um die Stadtmeisterschaft der F- bis A-Jugendmannschaften. Dann werden 22 Teams der fünf Bochumer Handballvereine VfL Bochum, Teutonia Riemke, Bochumer HC, TV Wattenscheid 01 und SG Linden-Dahlhausen ihre Meister ausspielen. Aufgrund der Fußball-EM wurde der Spielplan für die Handball-Jugendstadtmeisterschaft aktualisiert.

Diese fünf Vereine sind auch Ausrichter des Handballwochenendes, und besondere Beachtung verdient die "2. StadtwerkeGrundschulMeisterschaft". Dieses Turnier ist das Jahres-Highlight des Projekts "Handball in die Grundschule", das 2015 gestartet wurde. Initiator ist die gemeinnützige Organisation "Sports UP". Sie fungiert als Koordinator zwischen den Schulen und den Vereinen. Geschäftsführer Björn Pinno: "Wir sorgen für eine professionelle Betreuung der Kinder durch die Vereine. Die Schulen erhalten so ein kostenloses wie verlässliches sportliches Zusatzangebot, während die Vereine ihre Vorzüge und den Spaß am Sport vermitteln."
Jeweils für vier Wochen war das Projekt "Handball in die Grundschule" in insgesamt zehn Schulen vor Ort. Dort haben die Übungsleiter Paula Groß und Fabian Bertelsmeier den Kindern der zweiten und dritten Klassen die Sportart Handball nähergebracht.


900 Kinder mit der "Hand am Ball"


Insgesamt 900 Kinder wurden auf diese Weise mit einem an der Ruhr-Universität Bochum entwickelten Lernprojekt für die Bewegung mit dem Ball geschult. "Jedes Kind durfte mit einem eigenen Ball trainieren, was sie wirklich toll fanden", sagt Paula Groß. "Auch beim Aufwärmtraining und den Ballübungen waren sie voll dabei und waren sehr begeistert." Intensiver Einsatz war mitunter gefordert, um die Schulen organisatorisch einzubinden. "Manche Schulen und Lehrer stehen voll hinter unserem Projekt und machen mit, bei anderen wiederum ist viel Kommunikation gefordert", so Fabian Bertelsmeier.
Für die Vereine hat sich die Hoffnung, dass einige der in den Sport hineinschnuppernden Schüler Gefallen finden und sich dem Verein anschließen, erfüllt – wenn die Zahlen auch überschaubar sind. Dass das Projekt den Kindern zugute kommt, steht allerdings für alle Beteiligten außer Frage. "Viele der Kinder haben erschreckende motorische Schwierigkeiten. Rückwärts- und Vorwärtslaufen, Ball hochwerfen und wieder auffangen stellen da echte Herausforderungen dar", sagt Frank Neuwirth von der SG Linden-Dahlhausen. "Auffällig war auch, dass manche Kinder erst lernen müssen, dass es gültige Regeln gibt, die für alle gleichermaßen gelten."
Es gibt neben den guten Gründen, den Handballnachwuchs zu fördern, auch gute Resultate nach dem ersten Jahr. Geschäftsführer Uwe Gehrmann vom Autohaus Wicke: "Die Förderung der motorischen Fähigkeiten ist sehr wichtig, und genau das leistet das Projekt." Und auch die Stadtwerke Bochum zeigten sich überzeugt: Sie werden "Handball in die Grundschule" als Zukunftsprojekt bis 2019 fördern.

Weitere Infos unter Handball in den Grundschulen

Text: Nils Rimkus
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