Handball: Teutonia Riemke im Dreierpack - Am Samstag ist „Großkampftag“ in der Böllhalle

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Mit 25 Treffern führt Flügelflitzer Christian Bouali die interne Torschützenliste der Riemker Herren an. Auch gegen den PSV Recklinghausen will er sich wieder in Szene setzen und mit seinen Treffern mit zum fünften Saisonsieg beitragen. (Foto: Sure)
 
Nathalie Sievers feierte am vergangenen Wochenende nach fünfmonatiger Verletzungspause ein gelungenes Comeback. (Foto: Schröder)

Wer am Samstag, 25. Oktober, Langeweile hat, der kann sich selbige in der Böll-Halle vertreiben. Dort gibt es Handball gleich im Dreierpack. Ab 15 Uhr stehen dort Spiele der Teams des SV Teutonia Riemke auf dem Plan, die allesamt großen Unterhaltunsgwert versprechen.

Den Auftakt machen die Landesligafrauen. Dabei hieß es am vergangenen Spieltag: Im Gleichschritt zum Topspiel in der Landesliga. Denn beide Bochumer Teams haben sich nach der Herbstpause mit Siegen zurückgemeldet. Der BHC steht nach seinem unerwartet deutlichen 29:23-Sieg gegen den BVB 3 ungeschlagen mit 9:1 Punkten an der Tabellenspitze, die Riemker Reserve ist mit 8:2 Punkten erster Verfolger. Die Partie beim SV Dolberg war allerdings hart umkämpft. Doch stark ersatzgeschwächt zeigte die Mannschaft von Marta Kaczmarek eine klasse Moral. Zwar konnte man gegen die im Rückzugverhalten gut geordneten Gastgeberinnen das gewohnte Tempospiel nicht aufziehen, sodass die Riemker Tormaschinerie etwas langsamer in Gang kam. Dafür zeigte das Team mannschaftliche Geschlossenheit, enormen Einsatz und viel Engagement, die am Ende auch belohnt wurden. Im heutigen Duell der beiden Lokalrivalen geht es um die Spitzenposition.
Die zweite ganz knappe Niederlage in Folge mussten die Riemker Oberligadamen nach der Herbstpause hinnehmen. Dennoch lieferte das dezimierte Team beim Tabellenführer DJK Everswinkel ein großartiges Spiel ab. Dass der Spitzenreiter am Ende seine weiße Weste behalten durfte, war letztlich etwas glücklich, denn der Siegtreffer zum 31:30 (16:15) gelang den Gastgeberinnen erst mit dem Abpfiff durch einen von den Referees wohlgemeinten Strafwurf.
Die personellen Voraussetzungen für das Spitzenspiel waren alles andere als optimal. Neben Denise Grzegorczyk fielen auch Katharina Franz und Maria Kottmann aus. Dafür feierte Nathalie Sievers nach fünfmonatiger Verletzungspause ein gelungenes Comeback. Vor allem Julia Niggemeyer profitierte von dem fast blinden Verständnis zwischen ihr und der Rückraumspielerin, was sich in elf Treffern der Linkshänderin niederschlug. Überhaupt zeigte die Teutonia über die Außenpositionen ein ganz starkes Spiel, denn auch Tanja Berens setzte sich effektiv und erfolgreich in Szene und glänzte am Ende mit sieben Treffern.
Nach einer schwachen Anfangsphase und einem Rückstand von fünf Treffern kämpfte sich die Mannschaft wieder zurück. Zur Pause hatte man den Rückstand bereits auf einen Treffer reduziert. Mit einem 6:1-Run erspielte sich das Team von Andrea Surholt nach der Pause sogar eine 21:17-Führung, die man in der Folgezeit allerdings wieder verspielte.
Überaus spannend gestaltete sich dann die Schluss­phase. Everswinkel zog mit zwei Toren davon, Riemke glich wieder aus und beim Stande von 30:30 in der letzten Spielminute verpasste die Teutonia die Führung. Bei 15 Sekunden verbleibender Spielzeit nutzte der Tabellenführer die letzte Aktion, holte den Siebenmeter heraus, den man sicher verwandelte.
„Die Enttäuschung nach so einer tollen Leistung war zunächst natürlich groß, aber wir haben gesehen, dass wir 60 Minuten mithalten konnten und die tolle Mannschaftsleistung nehmen wir mit ins nächste Spiel“, so Nathalie Sievers. Und das ist erneut eine Spitzenbegegnung. Denn mit der HSG Menden-Lendringsen stellt sich um 17 Uhr in der Böll-Halle der aktuelle Tabellendritte der Liga vor.
Den Riemker Herren hatte die lange Handballpause ganz und gar nicht gutgetan. Beim TuS Ferndorf stand die Mannschaft gehörig neben sich und kassierte am Ende eine 27:29 (13:11)-Niederlage, die letztlich auch völlig in Ordnung ging.
Denn die Teutonen zeigten vor allem in Angriff eine recht schwache Leistung. Ferndorf hatte mit der offenen und aggressiven 3:2:1-Deckung eine Abwehrvariante gewählt, die den Grün-Weißen arg zusetzte. Trotzdem war die Partie lange Zeit ausgeglichen, weil zumindest die Abwehr- sowie die Torhüterleistung stimmten. In der Schlussphase hatten die Hausherren dann den längeren Atem. Beim 29:26 in der Schlussminute war die Partie zugunsten der Ferndorfer entschieden.
Gegen den heutigen Gegner zählt für die Teutonen einzig und allein ein Sieg. Denn Schlusslicht PSV Recklinghausen hat bislang noch keinen Punktgewinn für sich verbuchen können. Und daran soll sich auch nach der heutigen Partie, die um 19 Uhr angepfiffen wird, nichts ändern.
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